Urvashi Vaid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Urvashi Vaid (* 1958 in Neu-Delhi) ist eine US-amerikanische Autorin, Juristin und LGBT-Aktivistin.

Vaid wurde in Indien geboren und zog im Alter von acht Jahren mit ihrer Familie in die Vereinigten Staaten. Bereits in jungen Jahren war Vaid politisch aktiv und beteiligte sich im Alter von 11 Jahren an der Anti-Vietnamkriegsbewegung. [1] Später besuchte Vaid das Vassar College, wo sie Feministin und Menschenrechtsaktivistin aktiv wurde. 1983 erreichte Vaid an der Northeastern University (Boston) den Abschluss im Studiengang Rechtswissenschaften. Sie gründete dort die Boston Lesbian/Gay Political Alliance, die Interviews mit politischen Kandidaten durchführt und Testimonials ausspricht, sowie als Lobbyist für die LGBT-Community von Boston arbeitet. [2]

1989 übernahm sie die Leitung des National Gay and Lesbian Task Force's Policy Institute (NGLTF) und baute diese Organisation in den folgenden Jahren zur damals führenden LGBT Lobbyorganisation auf Bundesebene aus. Des Weiteren engagierte sie sich in den Themen Abtreibung und Golfkrieg. Während ihrer Arbeit lernte sie andere LGBT- und Bürgerechtsaktivisten kennen. Sie erreichte, dass lesbischwule Themen eine breite öffentliche Aufmerksamkeit fanden durch eine koordinierte Steuerung der Medien. Zwischen 1992 und 1997 pausierte Vaid in ihrer Arbeit mit der NGLTF, bevor sie dann drei Jahre lang Exekutivdirektorin der Organisation wurde.

Vaid glaubt, dass die vollständige Befreiung der Lesben und Schwulen von Ungerechtigkeit nur stattfinden kann, wenn die größere Institutionen der Gesellschaft und die Familie durch Lesben und Schwule, die innerhalb von Mainstreamgruppen für Inklusion und Veränderung arbeiten, verwandelt werden.[3] Ihr Buch, Virtual Equality: The Mainstreaming of Gay and Lesbian Liberation (veröffentlicht 1996), das den Stonewall Book Award gewann,[4] erläutert ihre Überzeugungen in Bezug auf Mainstreaming.

Im Jahr 2000 wechselte Vaid von der NGLTF zur Ford Foundation, wo sie fünf Jahre lang arbeitete. Während dieser Zeit schrieb sie 2002 gemeinsam mit John D'Emilio und William B. Turner das Buch Creating Change: Sexuality, Public Policy and Civil Rights. Seit 2005 ist Vaid als Executive Director bei der Arcus Foundation beschäftigt. [5]

Vaid und ihre Lebensgefährtin, die Komikerin Kate Clinton, leben gemeinsam in Provincetown und Manhattan. [6]

Werke[Bearbeiten]

  • mit Sarah Schulman: My American History: Lesbian and Gay Life During the Reagan/Bush Years, Law Book Co of Australasia, 1994, ISBN 0-415-90853-1
  • mit Sarah Schulman, Sue O'Sullivan: My American History: Lesbian and Gay Life During the Reagan/Bush Years (Women on Women), Continuum International Publishing Group Ltd., 1995, ISBN 0-304-33167-8
  • Virtual Equality: The Mainstreaming of Gay and Lesbian Liberation, Anchor Books, Doubleday, 1996, ISBN 0-385-47298-6
  • mit John D'Emilio, William B. Turner (alle Hrsg.): Creating Change: Sexuality, Public Policy, and Civil Rights, Stonewall Inn Editions, 2002, ISBN 0-312-28712-7 (Ersterscheinung: St. Martin's Press, 2000, ISBN 0-312-24375-8)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biographie von Vaid
  2. Biographie von Vaid
  3. The Politics of Intersection. Abgerufen am 18. Oktober 2007.
  4. Stonewall Book Awards. In: American Library Association. Abgerufen am 11. April 2007.
  5. Arcusfoundation - Board and staff, Abruf: 18. Juni 2008
  6. Tina Gianoulis: Vaid, Urvashi (b. 1958), 2005, Version: 21. Dezember 2005; in: Claude J. Summers (Hrsg.): glbtq: An Encyclopedia of Gay, Lesbian, Bisexual, Transgender, and Queer Culture

Weblinks[Bearbeiten]