Val-de-Grâce

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Das moderne Hospital
Die älteren Bauten
Die Kirche

Val-de-Grâce (Hôpital d'instruction des armées du Val-de-Grâce, oder HIA Val-de-Grâce) ist ein französisches Militärhospital im 5. Arrondissement in Paris. Es besteht aus dem ehemaligen königlichen Konvent gleichen Namens, dessen Kirche sowie zeitgenössischen Bauten.

Die Abtei[Bearbeiten]

Die Abtei wurde 1621 von Anna von Österreich, der französischen Königin, gegründet, um Nonnen aus dem Kloster Val-de-Grâce de Bièvre unterzubringen – und um religiösen Beistand für die Geburt eines Thronfolgers zu erhalten, die dann aber noch bis 1638 (der spätere Ludwig XIV.) auf sich warten ließ.

1645 (sie war mittlerweile Witwe) beauftragte sie François Mansart damit, den Konvent (der vom Vorplatz aus gesehen rechts liegt) um eine Kirche (in der Mitte) und ein Palais (links) zu ergänzen, in dem sie selbst wohnen wollte. Mansart wurde jedoch ein Jahr später abberufen, so dass lediglich die Kirche nach seinen Plänen errichtet wurde. Nach mehreren Wechseln der Baumeister (nach Mansart kamen Jacques Lemercier, Pierre Le Muet und Gabriel Leduc) wurde die Kirche 1667 fertiggestellt.

Maria Anna von Österreich war im Jahr zuvor in ihrem Appartement im Konvent gestorben.

Während der Französischen Revolution wurden die königlichen Insignien getilgt und das Ensemble zum Militärhospital umgewidmet.

Das Krankenhaus[Bearbeiten]

Während der Revolution wurde das Ensemble zum Militärhospital umgewidmet. Es entstand die École du Val-de-Grâce, hinzu kam 1850 die École d'application de médecine militaire; 1993 wurde daraus die École d'application du Service de santé des armées und damit das erste Universitätskrankenhaus des französischen Militärs. Entgegen einem in der Vergangenheit häufig verbreitetem Gerücht existiert weder für den Präsidenten, noch für den Premierminister ein jeweils persönlich reserviertes Krankenzimmer. Zwar existieren VIP-Zimmer, diese sind jedoch nicht personengebunden. Zwei französische ehemalige Premierminister, Raymond Barre und Pierre Messmer, verbrachten ihre letzten Tage im Krankenhaus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paris. Editions du patrimoine, Paris 2008, ISBN 2757700243
  • Jean-Pierre Babelon: François Mansart. Editions Gallimard, Paris 1998, ISBN 2070115925
  • André Chastel: L'art français. Band 3, Flammarion, Paris 1995, ISBN 2080101900
  • Aline Dumoulin, Alexandra Ardisson, Jérôme Maingard, Murielle Antonello: Paris d'Église en Église. Éditions Massin, Paris 2008, ISBN 978-2-7072-0583-4
  • Alexandre Gady: La Montagne Sainte-Geneviève et le Quartier Latin. Editions Hoëbeke, Paris 1998, ISBN 284230067X
  • Jean-Marie Pérouse de Montclos: Le guide du Patrimoine. Paris 1994, ISBN 2010168127
  • Jean-Marie Pérouse de Montclos: Histoire de l'architecture française. Band 2, Editions du Patrimoine, Mengès/Paris 1999 ISBN 2856203744

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Val-de-Grâce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.8397222222222.3425Koordinaten: 48° 50′ 23″ N, 2° 20′ 33″ O