Vandalische Sprache
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| Vandalisch, Wandalisch | ||
|---|---|---|
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Gesprochen in |
Nordafrika (Karthago), Spanien | |
| Sprecher | (ausgestorben) | |
| Linguistische Klassifikation |
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| Offizieller Status | ||
| Amtssprache von | (ausgestorben) | |
| Sprachcodes | ||
| ISO 639-1: |
- |
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| ISO 639-2: |
gem (sonstige Germanische Sprachen) |
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| ISO 639-3: |
xvn |
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Vandalisch ist eine ostgermanische Sprache, die von den Vandalen gesprochen wurde und mit dem Gotischen verwandt ist.
Erstmals belegt ist das Gens der Vandali bzw. Vindili bei Plinius dem Älteren im Gebiet des heutigen Südpolens (77 n. Chr.). Mit der Zerschlagung des Vandalenreiches in Nordafrika (Hauptstadt Karthago) durch den oströmischen Kaiser Justinian I. 533 starb auch die vandalische Sprache aus. Einige Sprachreste sind noch im Andalusischen, dem südlichsten Dialekt der Hochsprache Spaniens, vorhanden.
[Bearbeiten] Textprobe
Beispiel für überlieferte vandalische (oder gotische?) Fragmente, hier aus den Versen „De conviviis barbaris“ („Von den Symposien der Germanen“):
- Inter “eils” Goticum “scapia matzia ia drincan!”
- non audet quisquam dignos educere versus.
Übersetzung:
- Zwischen den „Heil“[-Rufen] der Goten [und ihrem] „… schaffen [wir uns etwas zu] essen und trinken!“
- wagt niemand, würdevolle Verse hervorzubringen
[Bearbeiten] weiterführende Literatur
- Artikel Wandalen, in: RGA 33 (2006), S. 168-217.
- Nicoletta Francovich-Onesti: I Vandali. Lingua e storia. Roma 2002
- Heinrich Tiefenbach: Das wandalische Domine miserere, in: Historische Sprachforschung 104 (1991), S. 251-268
- Ferdiand Wrede: Über die Sprache der Wandalen. (QF 59). Straßburg 1886