Verwaltungs-Berufsgenossenschaft

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Verwaltungs-Berufsgenossenschaft
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Sozialversicherung Gesetzliche Unfallversicherung
Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Sitz Hamburg
Vorstand Angelika Hölscher (Vorsitzende der Geschäftsführung)
Mitarbeiter 2200
Website www.vbg.de

Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) ist als gewerbliche Berufsgenossenschaft der größte Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Es fehlen Angaben zur Gründungsgeschichte der VBG und zu ihrer weitere Geschichte.--Aschmidt (Diskussion) 01:44, 15. Mai 2014 (CEST)

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Im Zuge der Organisationsreform der gesetzlichen Unfallversicherung hatte sich die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft mit Wirkung zum 1. Januar 2009 mit der Berufsgenossenschaft der keramischen und Glas-Industrie (BGGK) und zum 1. Januar 2010 mit der Berufsgenossenschaft der Straßen-, U-Bahnen und Eisenbahnen (BG BAHNEN) zusammengeschlossen.

Zuständigkeit[Bearbeiten]

Anders als ihr Name vermuten ließe, ist die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft nicht nur für den Gewerbezweig Verwaltung zuständig, sondern auch darüber hinaus für eine ganze Reihe weiterer Berufs- und Gewerbezweige, die ebenfalls dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung unterfallen, die aber nicht in die Zuständigkeit der übrigen gewerblichen Berufsgenossenschaften einzuordnen waren. Die Rechtsprechung hat mitunter von einer „Auffangzuständigkeit“ der VGB für Dienstleistungsberufe in einem sehr weiten Sinne gesprochen.[1]

Die Zuständigkeit der VGB besteht derzeit insbesondere für Banken,Versicherungen und Leasingunternehmen, für das Ingenieurswesen und für Architekturunternehmen, für den Bereich Information (dazu zählen auch Unternehmen der IT-Branche), Kommunikation, Medien, Werbung, Gestaltung und Forschungseinrichtungen, für Bildungseinrichtungen, für Beratungseinrichtungen (dazu zählen auch Rechtsanwälte und Steuerberater), für Interessenvertretungen und Religionsgemeinschaften, für die Immobilienwirtschaft, für Sicherheitsunternehmen und Makler, für soziale Einrichtungen, für Unternehmen der Freizeitgestaltung, der Kunst und der Kultur, für Lotterieunternehmen und Spielbanken, Tierparks und Tierpflegeeinrichtungen, Zeitarbeitsunternehmen und Sportvereine, Unternehmen der keramischen und Glas-Industrie, für private Straßenbahn-, U-Bahn- und Eisenbahnunternehmen, Kraftfahrbetriebe und alle weiteren Dienstleistungsunternehmen.[2]

Daneben besteht die Möglichkeit, freiberuflich Tätige sowie Ehrenamtsträger in gemeinnützigen Organisationen, in Arbeitgeberorganisationen und Gewerkschaften sowie in politischen Parteien freiwillig zu versichern.

Organisation[Bearbeiten]

Bezirksverwaltung München, Barthstraße 20

Die Hauptverwaltung der VBG hat ihren Sitz in Hamburg. Daneben bestehen Bezirksverwaltungen in Berlin, Bergisch Gladbach, Bielefeld, Dresden, Duisburg, Erfurt, Hamburg, Ludwigsburg, Mainz, München und Würzburg.

Vorsitzende der Geschäftsführung ist seit 2012 Angelika Hölscher. Weitere Geschäftsführer sind Thorsten Döcke und Bernd Petri.

Akademien werden von der VBG betrieben in Storkau, Lautrach, Gevelinghausen, Dresden und Untermerzbach.

Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft unterhält die Berufsgenossenschaftlichen Klinik für Berufskrankheiten im Bad Reichenhall. Dort besteht ein Kompetenzzentrum für sämtliche Erkrankungen der Atemwege und der Lunge sowie für berufsbedingte Hauterkrankungen.

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SG Frankfurt, Gerichtsbescheid vom 20. Oktober 1999, Az.: S-8/U-3402/98, S. 5 (unveröffentlicht; zitiert nach: Jürgen Fenn: Verfassungsfragen der Beitragsgestaltung in der gewerblichen Unfallversicherung. Gefahrtarif und DDR-Altlasten als Gleichheitsproblem. Zugl.: Frankfurt (Main), Univ., Diss., 2005. Lang, Frankfurt am Main u. a. 2006, ISBN 3-631-54536-3. S. 47).
  2. Vgl.: Verwaltungs-Berufsgenossenschaft: Gefahrtarif 2011. Gültig zur Berechnung der Beiträge ab 1. Januar 2011. 8. Juli 2010. Genehmigt am 26. Juli 2010. Geändert durch den ersten Nachtrag vom 28. September 2011 und den zweiten Nachtrag vom 5. September 2012. Abgerufen am 15. Mai 2014 (Anm.: der Gefahrtarif ist nicht konstitutiv für die Zuständigkeit der Berufsgenossenschaft; aus ihm ist nur zu entnehmen, für welche Gewerbezweige die VBG Beiträge festsetzt).