Via Publica

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Dieser Artikel behandelt eine Straße in Mitteleuropa, zum Typ via publica der Römerstraße, siehe ebenda.
Verlauf der Bundesstraße 8, weitgehend identisch mit der Via Publica
Postkurse 1711
Alte Lahnbrücke in Limburg, hier überquerte die Via Publica die Lahn
Mainbrücke in Würzburg (um 1900)

Die Via Publica (Volksstraße, später Poststraße oder Handelsstraße), wurde erstmals 839 in einem Diplom Kaiser Ludwig des Frommen erwähnt. Diese Altstraße führte von Brüssel in Flandern über Frankfurt, Würzburg und Nürnberg bis Prag in Böhmen.

Im Mittelalter verband sie die Handelsstädte Köln, Frankfurt, Nürnberg und Regensburg. Die Steinerne Brücke in Regensburg (1135-1146), die Innbrücke in Passau (1143), die Lahnbrücke in Limburg (1341 vollendet) und die Mainbrücken in Würzburg (1133), Frankfurt (vor 1222) und Kitzingen (vor 1300) gehören zu den ältesten Steinbrücken Mitteleuropas und zeugen von der historischen Bedeutung dieser Fernstraße.

Im Jahre 1615 wurde der Generalerbpostmeister Lamoral von Taxis durch Kaiser Matthias beauftragt, einen kurzen Weg von Brüssel, über Frankfurt und Nürnberg, nach Prag zu bauen. Hierfür wurde die Via Publica zur Poststraße ausgebaut.

Heute ist die Bundesstraße 8 größtenteils identisch mit dieser Altstraße. Die mittelalterlichen Handelswege führten zumeist nicht durch die sumpfigen und nach Regenfällen unpassierbaren Täler, sondern über die trockenen Höhenstraßen.

Ein Teil der Via Publica wird auch als Mauspfad bezeichnet.

[Bearbeiten] Herrschaftsrechte

Neben dem Zoll, der auf solchen Straßen zu zahlen war, gab es ein zweites wichtiges Herrschaftsrecht - das Geleitrecht.

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