Limburg an der Lahn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Limburg an der Lahn
Limburg an der Lahn
Deutschlandkarte, Position der Stadt Limburg an der Lahn hervorgehoben
50.3833333333338.0666666666667117Koordinaten: 50° 23′ N, 8° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Limburg-Weilburg
Höhe: 117 m ü. NN
Fläche: 45,15 km²
Einwohner:

33.544 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 743 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 65549–65556
Vorwahlen: 06431,
06433 (Ahlbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LM, WELVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Leerzeichen
Gemeindeschlüssel: 06 5 33 009
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Werner-Senger-Straße 10
65549 Limburg a. d. Lahn
Webpräsenz: www.limburg.de
Bürgermeister: Martin Richard (CDU)
Lage der Stadt Limburg an der Lahn im Landkreis Limburg-Weilburg
Rheinland-Pfalz Hochtaunuskreis Rheingau-Taunus-Kreis Lahn-Dill-Kreis Bad Camberg Beselich Brechen (Hessen) Dornburg (Hessen) Elbtal (Hessen) Elz (Westerwald) Hadamar Hünfelden Limburg an der Lahn Limburg an der Lahn Löhnberg Mengerskirchen Merenberg Runkel Selters (Taunus) Villmar Waldbrunn (Westerwald) Weilburg Weilmünster WeinbachKarte
Über dieses Bild
Logo der Stadt Limburg seit 2013

Limburg an der Lahn (amtlich: Limburg a. d. Lahn) ist die Kreisstadt und mit rund 34.000 Einwohnern zugleich größte Stadt des Landkreises Limburg-Weilburg im Land Hessen in Deutschland.

Die Stadt Limburg erfüllt nach hessischer Landesplanung die Funktion eines Mittelzentrums mit oberzentraler Teilfunktion[2] und bildet zusammen mit der angrenzenden, rheinland-pfälzischen Stadt Diez ein länderübergreifendes Doppelzentrum mit rund 45.000 Einwohnern.

Überregional bekannt ist die Stadt hauptsächlich durch das gleichnamige Bistum mit seiner Kathedralkirche, dem spätromanischen Dom St. Georg, und den ICE-Bahnhof Limburg Süd an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Limburg an der Lahn – Blick über die Kernstadt von Osten

Geographische Lage [Bearbeiten]

Limburg liegt unmittelbar an der Westgrenze Hessens zwischen Taunus und Westerwald zu beiden Seiten des Flusses Lahn.

Die Stadt liegt relativ zentral in einem Becken innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges, das von den Mittelgebirgshöhen des Taunus und Westerwald umgeben ist und Limburger Becken heißt. Dank seines fruchtbaren Bodens und seines günstigen Klimas bildet das Limburger Becken eine der ertragreichsten Agrarlandschaften Hessens und hat darüber hinaus als Lahnübergang seit dem Mittelalter eine hohe verkehrsgeographische Bedeutung. Innerhalb des Beckens weist das sonst recht enge Untertal der Lahn einige deutliche Weitungen auf, so dass die mittlere Höhenlage Limburgs lediglich 117 Meter beträgt.

Eine geographische Besonderheit bildet der Stadtteil Staffel, der aus zwei nicht miteinander verbundenen Teilen besteht. Somit verfügt Limburg über eine Exklave. Zwischen der Exklave und der Hauptgemarkung Limburgs liegen die hessische Gemeinde Elz und die rheinland-pfälzische Ortsgemeinde Gückingen.

Ansichtskarte von 1899

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Der Siedlungsbereich der Stadt Limburg reicht über die Stadtgrenzen hinaus. Die Stadt Diez im benachbarten Rheinland-Pfalz schließt sich nahtlos an Limburg an.

Umliegende Städte und Gemeinden sind die Gemeinde Elz und die Stadt Hadamar im Norden, die Gemeinde Beselich im Nordosten, die Stadt Runkel im Osten, die Gemeinden Villmar und Brechen im Südosten, die Gemeinde Hünfelden im Süden (alle im Landkreis Limburg-Weilburg), die Gemeinde Holzheim im Südwesten sowie im Westen die Stadt Diez und die Gemeinden Aull und Gückingen (alle im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz).

Die nächstgrößeren, zwischen 40 und 60 Kilometern entfernten, Städte sind Wetzlar und Gießen im Nordosten, Frankfurt am Main im Südosten, Wiesbaden im Süden und Koblenz im Westen.

Klima [Bearbeiten]

Limburg liegt in der Wetterregion Mittelhessens[3] und damit in einer gemäßigten Klimazone der mittleren Breiten. Aus den Talverläufen und unterschiedlichen Geländehöhen ergeben sich unterschiedliche kleinklimatische Verhältnisse. Auf den Anhöhen südlich und nördlich des Lahntals regnet es mit 800 Millimetern genau den Durchschnittswert.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Limburg a. d. Lahn
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3 5 10 14 19 22 24 24 20 14 8 4 Ø 14
Min. Temperatur (°C) −2 −2 1 4 8 11 13 12 9 5 2 −2 Ø 5
Niederschlag (mm) 57 49 58 53 70 74 62 66 53 56 67 73 Σ 738
Sonnenstunden (h/d) 1 3 4 6 7 7 7 6 5 3 1 1 Ø 4,3
Regentage (d) 10 8 8 9 10 10 10 10 8 8 10 10 Σ 111
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Quelle: Klimadaten Limburg a. d. Lahn[4]

Stadtgliederung [Bearbeiten]

Stadtteile [Bearbeiten]

Karte von Limburg mit Stadtteilen und angrenzenden Gemeinden

Die Stadt besteht neben der Kernstadt aus den sieben ehemals selbstständigen Gemeinden, die zwischen 1971 und 1974 im Zuge der hessischen Gebietsreform eingemeindet wurden. Die Stadtteile nach Einwohnerzahl:

Nr. Stadtteil Einwohner[5]
1 Limburg (Kernstadt) 18.219
2 Lindenholzhausen 3270
3 Linter 3184
4 Eschhofen 2794
5 Offheim 2583
6 Staffel 2520
7 Dietkirchen 1694
8 Ahlbach 1259

Bezirke [Bearbeiten]

In der Anschrift bspw. wird von Einheimischen und Unternehmen als ein weiterer Stadtteil oftmals Blumenrod genannt, das jedoch nur ein Siedlungsgebiet der Kernstadt ist. Es liegt im Süden von Limburg. Sein Wahrzeichen ist die Domäne Blumenrod, ein ehemaliges Hofgut, das von der Freien evangelischen Gemeinde Limburg saniert und umgebaut wurde. (Siehe auch: Burgstall Blumenrod)

Gleiches gilt für die Nordstadt mit eigenem Gemeindezentrum und die Brückenvorstadt auf der anderen Lahnseite der Kernstadt, die schon im Jahr 1564 unter den Namen Keuch erwähnt wurde.

Die Innen- und Altstadt von Limburg zählen ebenso zu den abgegrenzten Bezirken innerhalb der Kernstadt, haben in der Stadtgliederung jedoch nur informellen Charakter.

Etymologie [Bearbeiten]

Der Ursprung des Namens Limburg ist nicht vollständig geklärt. Er geht wahrscheinlich auf eine dort gegründete Burg in merowingischer Zeit zurück. Im Jahr 910 wurde das erste Mal der Ort unter dem Namen Lintpurc erwähnt. Zwei der gängigsten Thesen sind:

  • Der Name wurde aufgrund der Nähe zum heute versiegten Linterer Bach gewählt (Linda ist das gallische Wort für Wasser), der am Domfelsen in die Lahn mündete.
  • Eher unwahrscheinlich, aber sehr populär ist die Verbindung mit einer Drachensaga (siehe Lindwurm) und der Zusammenhang mit dem in Limburg gegründeten Stift des Heiligen Georg, des „Drachentöters“, da das Stift erst nach der Errichtung der Burg und zusammen mit der ersten schriftlichen Erwähnung Limburgs entstand.

Geschichte [Bearbeiten]

Archäologische Grabungen legten 2012 auf dem Areal der geplanten, neuen Lahntalbrücke Limburg bedeutende Spuren frei. Zum einen entdeckte man eine weilerartige Siedlung aus der Jungsteinzeit. Gefundene Scherben von Töpfen stammen aus ca. 5000 v. Chr. und sind damit bisher die ältesten entdeckten Spuren einer Besiedlung des Limburger Raums. Des weiteren wurden auf einer Fläche von insgesamt 14 Hektar zwei römische Militärlager aus der Zeit des Kaiser Augustus freigelegt, die an dieser Stelle, aufgrund der großen Entfernung zum Limes, nicht erwartet wurden. Vergleichbare Spuren blieben bei Grabungen 1935, zum Bau der Reichsautobahn, teils unentdeckt und wurden zerstört. (siehe Römerlager Limburg)

Frühere Funde auf dem Limburger Domberg lassen darauf schließen, dass dieser bereits um 500 v. Chr. eine keltische Siedlung trug. Ihr Zentrum lag auf dem heutigen Domplatz.

Der älteste erhaltene Abschnitt der Burg

Um 760 entstand die erste merowingische Befestigung auf dem späteren Domberg, die zur Burg Limburg ausgebaut wurde. Die ursprüngliche Befestigung wurde wahrscheinlich zum Schutz einer Furt der Lahn errichtet. In ihrem Schutz entstand zunächst eine Ansiedlung, aus der sich später die Stadt entwickelte. 910 wurde Limburg erstmals unter dem Namen „Lintpurc“ urkundlich erwähnt: Ludwig das Kind schenkte dem Gaugrafen Konrad Kurzbold einen Hof in Oberbrechen. Dieser konnte damit das von ihm auf dem Kalkfelsen oberhalb der Lahn gegründete Stift St. Georg ausstatten. Die darüber ausgestellte Urkunde befindet sich heute im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden. Der Ort erlangte mit der Gründung des Stifts schnell an Bedeutung und profitierte durch den regen Warentransfer der Höhenstraße (Via Publica).

1160 wurde eine hölzerne Brücke als Teil der Fernstraße von Köln nach Frankfurt am Main über die Lahn errichtet, für deren Passieren spätestens seit dem Jahr 1227 bis zum Ersten Weltkrieg Zoll entrichtet werden musste. In der gesamten Stadtgeschichte war sie eine der wichtigsten Einnahmequellen der Stadt. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde die Burg Limburg in ihrer heutigen Form errichtet. Kurz darauf ging der Ort in den Besitz der Herren von Ysenburg über. 1214 erlangte der Ort das Stadtrecht. Reste der Schutzmauer aus den Jahren 1130, 1230 und 1340 mit einer größten Länge von rund 1000 Metern zeigen noch heute die schnelle Entwicklung der aufblühenden Stadt im Mittelalter. Für 1180 ist eine Münzprägung in Limburg verbürgt.

Rest der Stadtmauer am Eschhöfer Weg

Eine Linie der Herren von Isenburg residierte von 1258 bis 1406 auf der Burg Limburg und nannte sich nach ihrem Sitz Herren von Limburg. Dieser Linie entstammte Imagina von Isenburg-Limburg, die Gattin des deutschen Königs Adolf von Nassau.

Die herrschende Schicht der mittelalterlichen Bürgerschaft waren reiche Kaufmannsfamilien, deren Häuser in unmittelbarer Nähe des Burgtores standen und beim Bau der ersten Stadtmauer von dieser eingehegt wurden. Der Bereich des heutigen Roßmarkts, in dem viele einfache Handwerker lebten, wurde erst beim zweiten Mauerbau in die Befestigung einbezogen. Ihre Bewohner erhielten im Vergleich zur Kaufmanns-Elite kein Mitspracherecht in städtischen Angelegenheiten und durften keine Vertreter in den Rat der Stadt entsenden, mussten aber die finanzielle Hauptlast des Gemeinwesens tragen. Erst 1458 durften sie zwei Vertreter in den Rat entsenden.

Bereits 1232 wurde der neu gegründete Franziskanerorden in Limburg aktiv. Ab 1246 lassen sich Beginen nachweisen. Bei ihnen handelte es sich wohl vor allem um Frauen aus der Bürgerschaft. Spätestens 1341 besaß ihre Gemeinschaft ein eigenes Haus. 1417 sind die Beginen letztmals erwähnt. Der auf dem Platz der alten Stiftskirche erbaute Dom St.-Georg, auch Georgsdom genannt, wurde 1235 geweiht. Am 14. Mai 1289 vernichtete ein verheerender Stadtbrand weite Teile der Limburger Innenstadt, die aber wieder aufgebaut wurde. Eines der damals errichteten Häuser ist der Römer 2-4-6, heute bekanntermaßen das älteste, freistehende Gebäude Deutschlands.

1337 wurden die Limburger Juden aus der Stadt vertrieben. Erst 1341 durften sie wieder auf königlichen Befehl in der Stadt siedeln. 1344 wurde die Stadt zur Hälfte an Kurtrier verpfändet. Mit dem Tod von Johann II. im Jahr 1406 war der letzte männliche Vertreter des Hauses Limburg gestorben. Dem Erzbistum Trier gelang es, die Stadt und Herrschaft endgültig zu übernehmen; 1420 ging sie ganz in kurtrierischen Besitz über. Dieser Vorgang sowie der erneute Stadtbrand (1342) und die Pest (1349, 1356 und 1365), vor allem aber der Aufstieg der Territorialfürsten, führten zum allmählichen Niedergang des Hauses Limburg. 1315 und 1346 wurde, vermutlich in zwei Abschnitten, die steinerne Lahnbrücke errichtet.

Limburg – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655

Im Umfeld des Deutschen Bauernkrieges kam es 1525 auch zu Unruhen in der Limburger Bevölkerung. Nachdem der Trierer Kurfürst verlangt hatte, dass die Bürgerschaft einen lutherischen Prediger aus der Stadt ausweise, überreichte ein Ausschuss aus nicht-ratsfähigen Bürgern am 24. Mai dem Rat eine 30 Punkte umfassende Forderungsliste. Darin ging es vor allem um finanzielle Mitbestimmung und die Gleichbehandlung in Abgaben-, Handels- und Baufragen mit der Kaufmannschaft. Diese Forderungen wurden in den folgenden Tagen in Verhandlungen zwischen Ausschuss und Rat auf 16 Punkte reduziert, die danach wohl mit dem Kurfürsten verhandelt wurden. Am 5. August verfügte Erzbischof Richard jedoch, dass der Rat sämtliche Zugeständnisse der Bürgerschaft gegenüber wieder aufheben sollte. Zudem wurde ein Versammlungsverbot erlassen und die nicht-ratsfähige Bürgerschaft sollte auch ihre beiden Vertreter nicht mehr in den Rat schicken dürfen.

1806 fiel Limburg an das neu gegründete Herzogtum Nassau. 1818 wurde die Stadtmauer niedergelegt. 1827 wurde die Stadt auf Drängen der Grafen von Nassau hin zum katholischen Bischofssitz erhoben. 1866 fiel das Herzogtum und damit Limburg als Folge des Deutschen Krieges an Preußen. Ab 1862 war Limburg Knotenpunkt wichtiger Eisenbahnstrecken und ab 1886 Kreisstadt. 1892 ließen sich die Pallottiner, 1895 die Pallottinerinnen in der Stadt nieder.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde Limburg während der Rheinlandbesetzung von 1919 bis 1923 nicht besetzt. Weil es die nächste unbesetzte Stadt der Weimarer Republik war, wurde sie „Hauptstadt“ und Gerichtssitz des Freistaat Flaschenhals.

1100 Jahre Limburg an der Lahn: Briefmarke von 2010

Limburg war nie eine Garnisonsstadt im eigentlichen Sinn, aber Standort mehrerer militärischer Versorgungs- und Verwaltungseinrichtungen. 1889 wurde ein Bezirkskommando des Deutschen Heeres von Weilburg nach Limburg verlegt und blieb dort bis 1918 bestehen. 1938 entstand ein Wehrbezirkskommando. 1966 zog die „Depotgruppe Mitte“ der Bundeswehr, später Versorgungskommando 850, von Mainz nach Limburg um. Sie diente der Materialversorgung, insbesondere des III. Korps, und wurde in der ehemaligen Fabrik Scheid untergebracht. Das Versorgungskommando verwaltete mehrere Depots mit mehr als 3.000 Mitarbeitern. 1976 wurde zudem ein Gerätedepot aus Lindenholzhausen an den Sitz des Versorgungskommandos in Limburg verlegt. In den 1990er Jahren wurde die Limburger Bundeswehr-Niederlassung aufgelöst.

Offizielles Logo der Stadt Limburg an der Lahn 2010–2013

2010 feierte Limburg den 1100. Jahrestag seiner ersten Erwähnung. Aus diesem Anlass erschien Anfang Januar 2010 eine Sonderbriefmarke, deren Motiv ein Gemälde von George Clarkson Stanfield von 1862 ist, das die Alte Lahnbrücke mit äußerem Brückenturm und den Dom von Nordwesten zeigt. Das Original befindet sich im Rheinischen Landesmuseum Bonn.

Religionen [Bearbeiten]

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Katholische Gemeinde [Bearbeiten]

Hauptartikel: Bistum Limburg

Die Stadt ist der Sitz des Bistums Limburg, das 1827 gegründet wurde. Es umfasst bis heute das Gebiet des damaligen Herzogtums Nassau, der Landgrafschaft Hessen-Homburg und der Stadt Frankfurt am Main.

Evangelische Gemeinde [Bearbeiten]

Die beiden evangelischen Kirchengemeinden Limburgs gehören zum Dekanat Runkel in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Die Gemeinde in Limburg bildete sich im frühen 19. Jahrhundert und war eine Filialgemeinde der evangelischen Kirche in Staffel. 1831 erhielt sie vom Herzog von Nassau die Kapelle in Erbach geschenkt, die im Dezember vom Staffeler Pfarrer Georg Ninck eingeweiht wurde. Wegen des stetigen Wachstums der Limburger Gemeinde wurde eine größere Kirche benötigt. Diese wurde am 29. Mai 1866 geweiht und steht bis heute in der Nähe des Limburger Regionalbahnhofs. Erst 1879 erhielt Limburg den Status einer selbstständigen evangelischen Gemeinde.[6]

1973–1975 wurde die Kirche umgebaut. Zur Unterteilung wurden zwei Zwischendecken eingezogen. Das oberste Drittel blieb Kirche. Im mittleren Drittel wurden die Räume eines benachbarten Gemeindehaus eingerichtet. Im Erdgeschoss befindet sich heute eine Jugendfreizeitstätte.[7]

Jüdische Gemeinde [Bearbeiten]

Die ersten Juden kamen wohl um 1190 aus Frankreich nach Limburg. Urkundlich erwähnt ist eine jüdische Gemeinde im Jahr 1278. In diesem Jahr wechselte die Kammerknechtschaft vom Kaiser zum Herrn der Burg Limburg. Das Judenviertel befand sich zwischen dem Kornmarkt und dem heutigen Bischofsplatz sowie zwischen Fleischgasse und der heutigen Kolpingstraße. Es war teilweise durch eine Mauer von der restlichen Stadt abgetrennt. Eine Synagoge ist dort seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts belegt. Ein Tanzhaus, eine Schule und ein Badehaus (Reste im Keller des Hauses Plötze 3 sind noch zu sehen) waren ebenfalls vorhanden. Im frühen 14. Jahrhundert wurden im Gefolge der Frankfurter „Judenschlachten“ nahezu alle Juden aus der Stadt vertrieben. Die Gemeinde erholte sich zunächst wieder. Als Limburg 1420 kurtrierisch wurde, begann auch dort, wie im gesamten Erzbistum, die Vertreibung der Juden. Um 1450 war die jüdische Gemeinde erneut ausgelöscht. Vereinzelt lebten Juden in den folgenden Jahrhunderten in Limburg, eine größere Gemeinde scheint sich aber nicht mehr gebildet zu haben. Als Synagoge wurde bis ins 18. Jahrhundert ein Keller am Fischmarkt genutzt. Als Ambrosio Spinola um 1620 nassauische Gebiete besetzte, flohen noch einmal sechs jüdische Familien nach Limburg, die aber bis 1629 von der Bürgerschaft wieder vertrieben wurden.

Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg bildete sich wieder eine dauerhafte jüdische Gemeinschaft in Limburg. 1725 wurde eine besondere Judenordnung erlassen. Für 1754 sind sechs jüdische Familien verbürgt. 1852 waren 60 Einzelpersonen jüdischen Glaubens registriert, 1910 waren es 281. Ein Teil der jüdischen Bewohner Limburgs im 18. Jahrhundert muss sehr wohlhabend gewesen sein, da zwei von ihnen die besten Steuerzahler der Stadt waren. Ein jüdischer Friedhof entstand im heute als „Schlenkert“ bezeichneten Teil der Stadt und wurde bis 1820 genutzt. Danach wurde der heute noch bestehende Friedhof am Schafsberg eingerichtet. Das zuständige Rabbinat befand sich in Diez. 1868 kaufte die jüdische der evangelischen Gemeinde die ehemalige Kapelle des Klosters Eberbach ab und wandelte sie zur Synagoge um. 1903 war die neue Synagoge im neoromanischen Stil an der Schiede fertiggestellt. Das Gotteshaus bot 201 Männer- und 104 Frauenplätze und verfügte über eine benachbarte Mikwe.

1932 lebten 296 Juden in Limburg. Mit der einsetzenden Verfolgung im Dritten Reich sank ihre Zahl schnell. 1937 gab es noch 154 jüdische Einwohner, nach der Pogromnacht 1938, in der die Synagoge zerstört wurde, noch 86. Ende September 1939 lebten noch acht ältere jüdische Einwohner in Limburg. Für rund 80 jüdische Limburger ist eine Auswanderung nachgewiesen. Über das Schicksal der Übrigen ist nichts bekannt. Die meisten von ihnen wurden vermutlich ermordet. 1945 kehrten lediglich drei jüdische Limburger in ihre Heimatstadt zurück. Der Dichter und Heimathistoriker Leo Sternberg, der 1933 zum Katholizismus konvertierte, bekanntestes Mitglied der jüdischen Gemeinde der Stadt, starb 1937 im Exil in Jugoslawien.

Seit 1998 existiert in Limburg wieder eine jüdische Gemeinde, die 2009 eine Mitgliederzahl von 200 aufwies. Die Gemeinde besteht ausschließlich aus russischen Immigranten. Im Februar 2009 wurde die neue Synagoge eingeweiht.[8]

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Limburg um 1900
Einwohnerentwicklung von Limburg

Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts zählte Limburg zu den Kleinstädten. Nach heutiger Definition wurde die Schwelle erst mit den Eingemeindungen überschritten, wodurch die Einwohnerzahl sprunghaft anstieg. Mit Ausnahme der Zeit des Nationalsozialismus erreichte sie nach stetigem Anstieg mit 33.977 Einwohnern im Jahr 2005 ihren Höchststand. Zwischen 2005 und 2010 sank die Einwohnerzahl geringfügig. Dieser Trend endete 2011 wieder mit einer Zunahme auf 33.544 Einwohner.

Aufgrund der demografischen Entwicklung gehen Prognosen des statistischen Landesamtes in Hessen mittelfristig von einem Zuwachs der Bevölkerung deutlich über die Marke von 34.000 aus. Insbesondere Personen ab 60 Jahren werden demnach vom ländlichen Umland in die Stadt ziehen.

Der Ausländeranteil bezifferte sich am 31. Dezember 2010 auf 11,6 Prozent (3889 Personen).[9]

Jahr Einwohner
1818 2.685
1834 3.081
1840 3.230
1846 3.385
1850 3.625
1858 3.742
1864 4.269
1870 4.502
Jahr Einwohner
1875 5.157
1880 5.797
1885 6.485
1892 7.059
1895 7.528
1905 9.917
1910 10.965
1925 11.501
Jahr Einwohner
1933 12.007
1939 11.722
1946 13.554
1950 15.419
1956 15.535
1961 15.578
1967 15.961
1980 28.600
Jahr Einwohner
1987 29.113
1990 29.600
2000 33.572
2005 33.977
2010 33.400
2011 33.544

Politik [Bearbeiten]

Rathaus an der Werner-Senger-Straße

Wappen [Bearbeiten]

Bereits um 1200 führte die Stadt ein Siegel, dessen Abbild heute jedoch nicht mehr bekannt ist, da es nicht erhalten wurde. Ein zweites, erhaltenes Siegel mit einer Abbildung ähnlich dem heutigen Wappen ist hingegen für das Jahr 1243 belegt. Das Wappen ist seit 1908 amtlich.[10]

Wappen von Limburg an der Lahn
Blasonierung:

„In Blau eine silberne Burg mit drei Zinnentürmen; der Mittelturm belegt mit einem blauen Schild, darin ein zweireihig von Rot und Silber geschachter Balken, begleitet oben von sieben, unten von sechs waagrechten goldenen Schindeln.[10]

Beschreibung:

Das Wappen zeigt den Mauerring einer Burg mit zwei äußeren Türmen und einem mittleren Torturm, an dem unterhalb der Wehrplattform das Wappen der Herren von Isenburg-Limburg angebracht ist.

Stadtverordnetenversammlung [Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
42,2 %
27,5 %
15,5 %
5,2 %
4,7 %
4,1 %
0,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-10,4 %p
+3,0 %p
+6,5 %p
-0,7 %p
+0,4 %p
+0,4 %p
+0,8 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 42,2 19 52,6 23
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 27,5 13 24,5 11
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 15,5 7 9,0 4
FWG Freie Wähler Gemeinschaft Limburg 5,2 2 5,9 3
FDP Freie Demokratische Partei 4,7 2 4,3 2
BZL Bürgervereinigung Zukunft Limburg 4,1 2 3,7 2
LINKE Die Linke 0,8 0
Gesamt 100,0 45 100,0 45
Wahlbeteiligung in % 43,5 42,6

Bürgermeister [Bearbeiten]

Bürgermeister der Stadt ist seit dem 2. Dezember 1997 Martin Richard (CDU).

Städtepartnerschaften [Bearbeiten]

Mit der Schließung der Partnerschaft zwischen Limburg und Lichfield wurde zugleich eine Ringpartnerschaft mit Sainte-Foy-lès-Lyon geschlossen, deren zwanzigjähriges Bestehen 2012 in Limburg gefeiert wurde. Als Zeichen der Verbundenheit mit seinen Partnerstädten enthüllte die Stadt zu diesem Anlass offiziell die im selben Jahr in Naturstein gepflasterten Wappen der vier Partnerstädte auf dem Europaplatz.

Patenschaft [Bearbeiten]

1956 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt Mährisch Neustadt im Kreis Sternberg übernommen.

Wirtschaft und Standortfaktoren [Bearbeiten]

Limburg weist seit vielen Jahren schwankende Gewerbeinvestitionen auf. Kontinuierlich stark vertreten ist der Einzelhandel, was sich u. a. an einem überdurchschnittlich hohen Umsatz, gemessen an der Einwohnerzahl, bemerkbar macht. Eine dominierende Branche ist in Limburg jedoch nicht vorhanden, da neben Niederlassungen weniger Konzerne ausschließlich kleine bis mittelständische Betriebe aus den unterschiedlichsten Branchen angesiedelt sind. Kennzeichnend dafür sind auch die Gewerbegebiete auf den Gemarkungen einzelner Stadtteile. Heute befinden sich in nahezu allen Himmelsrichtungen der Stadt Gewerbeansiedlungen.

Als Entscheidungskriterien für die Wahl des Standortes Limburg nennen Unternehmen seit jeher u. a. die zentrale Lage und eine gute Verkehrsanbindung. Seit der Anbindung an die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main der Deutschen Bahn wurde Limburg durch die schnellere Erreichbarkeit auch zunehmend als Tagungsort für Unternehmen interessant, die nahe den Metropolen Köln und Frankfurt am Main angesiedelt sind. Auch die Stärkung des Dienstleistungssektors, in dem mittlerweile über 18.000 Menschen arbeiten, wurde dadurch begünstigt.

Trotz geringfügigem Rückgang der Einwohnerzahl im erwerbsfähigen Alter ist im Zeitraum von 2000 bis 2010 die Zahl der Beschäftigten in Limburg mit 8,5 Prozent signifikant gestiegen, verglichen mit dem Anstieg von 0,5 Prozent in Hessen. In Zusammenhang damit stehen neu entstandene Arbeitsplätze und ein Pendlerüberschuss. Jedoch steigt auch die Zahl der Auspendler, die im Rhein-Main-Gebiet arbeiten und in Limburg ihren Zweitwohnsitz haben, um diesen vorwiegend als Schlafstätte zu nutzen.

Verkehr [Bearbeiten]

Verkehrsknotenpunkt Limburg

Limburg ist ein traditioneller Verkehrsknoten. Bereits im Mittelalter kreuzte die Via Publica hier die schiffbare Lahn. Heute durchqueren die Stadt die A 3 und die B 8, die dem Verlauf der Via Publica weitestgehend folgen. Die B 49 verbindet Limburg nach Westen mit Koblenz und nach Osten mit Wetzlar und Gießen. Der Abschnitt zwischen Limburg und Wetzlar wird zurzeit vierspurig ausgebaut. Der Teilabschnitt bis Obertiefenbach wird auch als die Lange Meil bezeichnet. Die B 54 verbindet Limburg einerseits in Richtung Norden mit Siegen und führt andererseits über Diez nach Wiesbaden in südliche Richtung. Über die B 417 (Hühnerstraße) ist Wiesbaden ebenfalls zu erreichen.

Alte Lahnbrücke

Bereits im Jahr 1248 bestand eine hölzerne Lahnbrücke, die nach dem Hochwasser 1306 durch eine steinerne Brücke (Alte Lahnbrücke) ersetzt wurde. Weitere Straßenbrücken sind die Lahntalbrücke Limburg (1964) der A 3, die Lahnbrücke bei Staffel und die Neue Lahnbrücke von 1968. Auf der Neuen Lahnbrücke überqueren die Bundesstraßen die Lahn, bevor sie im Schiedetunnel den Bahnhofsvorplatz sowie die Eisenbahnstraße im Innenstadtbereich unterqueren.

Luftbild des Regionalbahnhofs aus Richtung Westen

Mit dem Bau der Lahntalbahn wurde Limburg 1862 an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Der Regionalbahnhof Limburg (Lahn) entwickelte sich zu einem zentralen Verkehrsknoten. Weitere Bahnlinien sind die Unterwesterwaldbahn nach Montabaur und Siershahn, die Oberwesterwaldbahn nach Windeck-Au (Sieg) sowie die Main-Lahn-Bahn nach Frankfurt (Main) Hauptbahnhof. Am Bahnhof Niedernhausen an der Main-Lahn-Bahn kann in die Ländchesbahn nach Wiesbaden Hauptbahnhof umgestiegen werden, ebenfalls existieren durchgängige Zugverbindungen von Limburg nach Wiesbaden Hbf. Mit Ausnahme des oberen Abschnitts der Lahntalbahn Richtung Gießen und der Main-Lahn-Bahn, die noch von der DB Regio AG Hessen bedient werden, werden alle Bahnlinien von der in Limburg ansässigen Vectus Verkehrsgesellschaft mbH betrieben.

Lahntalbrücke der ICE-Schnellfahrstrecke

Mit dem Bau der ICE-Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main erhielt Limburg einen ICE-Fernbahnhof, an dem ausschließlich ICE halten. Die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main überquert die Lahn mit der Lahntalbrücke und „verschwindet“ nördlich des Flusses im Limburger Tunnel. Es bestehen direkte Verbindungen nach Frankfurt (Main) Hbf, Mainz Hbf, Wiesbaden Hbf und München Hbf sowie nach Köln Hbf und Dortmund Hbf.

Der nächstgelegene Verkehrsflughafen ist der Flughafen Frankfurt am Main mit einer Entfernung von 63 Kilometern über die A 3. Die Fahrzeit mit dem ICE vom Fernbahnhof Limburg (Lahn) Süd nach Frankfurt Flughafen (Fernbahnhof) beträgt je nach Verbindung 18 bis 22 Minuten. Der Flughafen Köln/Bonn ist 110 Kilometer entfernt und mit dem ICE in 35 bis 46 Minuten zu erreichen.

Die Lahn ist zwischen Lahnstein und Wetzlar eine Bundeswasserstraße. Seit dem Ausbau der Lahntalbahn von Koblenz Hbf nach Gießen ist die Bedeutung als Wasserstraße jedoch rückläufig. Genutzt wird die Wasserstraße vorwiegend touristisch durch kleinere Motorboote sowie Kanus und Ruderboote. Limburg ist Anlegestelle des Fahrgastschiffs Wappen von Limburg.

Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]

Bereits im Jahr 1872 als Josef Heppel Blech-Emballagen-Fabrik gegründet und bis heute am Standort ansässig ist die Blechwarenfabrik Limburg GmbH, die ihre lange Verbundenheit mit der Region auch in ihrem Firmennamen zum Ausdruck bringt.

Werk der Meierguss Limburg GmbH im Stadtteil Staffel

Zurück bis in das Jahr 1900 reicht die Geschichte des ehemaligen Buderus-Werks, das nach zweimaliger Veräußerung im Jahr 2009 als Buderus Kanalguss GmbH von der Meierguss-Gruppe übernommen wurde. Seit dem 1. Januar 2012 wird der Betrieb als Meierguss Limburg GmbH fortgeführt. Flächenmäßig zählt es zu den größten ansässigen Unternehmen am Standort Limburg. Weithin sichtbar ist der im Jahr 1928 errichtete und denkmalgeschützte Wasserturm des Werks, auf dem weiterhin der Markenname Buderus prangt.

Mundipharma-Firmengebäude im Gewerbegebiet Dietkircher Höhe

Zu den traditionsreichen Unternehmen Limburgs zählt auch die Glashütte Limburg. Seit dem Gründungsjahr 1947 hält das Bundesland Hessen Gesellschaftsanteile des Unternehmens.

Dem Unternehmen Tetra Pak Produktions GmbH & Co. KG verdankt die Stadt Limburg den Brunnen neben der Stadthalle, eines ihrer Wahrzeichen. 1969 wurde er von dem Unternehmen finanziert, als es am Standort Limburg sein erstes Produktionswerk in Deutschland errichtete.

1975 verlagerte die Mundipharma GmbH, deren Firmengelände heute unter Denkmalschutz steht, ihren Sitz von Frankfurt am Main nach Limburg. Ebenso verlegte die heutige Harmonic Drive AG ihren Firmensitz 1988 von der Stadt Langen (Hessen) nach Limburg.

Unter dem Namen Soda-Club GmbH errichtete 1994 die mittlerweile in SodaStream umbenannte Unternehmensgruppe ihren bis heute einzigen deutschen Standort in Limburg.

2003 eigens zur Bedienung des Westerwald-Taunus-Bahnnetzes wurde die Vectus Verkehrsgesellschaft mbH gegründet. Sie ist ein Tochterunternehmen der Hessischen Landesbahn und der Westerwaldbahn.

In Limburg ansässige Geldinstitute sind die Kreissparkasse Limburg, die seit 2010 ihre EC-Karte wahlweise mit einer Abbildung des Limburger Doms anbietet, sowie die Vereinigte Volksbank eG Limburg. Diese stiftete aus Anlass ihres 125-jährigen Bestehens im Jahr 1985 ein Denkmal, das auf dem Europaplatz neben ihrer Hauptgeschäftsstelle zum Gedenken an Werner Senger und sein Vermächtnis errichtet wurde.

Medien [Bearbeiten]

In Limburg erscheint die Nassauische Neue Presse, ein Kopfblatt der Frankfurter Neue Presse, mit einer Auflage von knapp 25.000 Exemplaren. Der Sitz der Lokalredaktion befindet sich in der Limburger Innenstadt.

Mit der Lahn-Post der Verlag für Anzeigenblätter GmbH erscheint derzeit ein Anzeigenblatt in Limburg. Bis zur Insolvenz der MedienErleben-Verlag GmbH Anfang 2013 erschien zusätzlich einmal wöchentlich medienerleben.de - Die Zeitung.

Tourismus [Bearbeiten]

Die Zahl der Touristen in Limburg nimmt seit Jahren kontinuierlich zu, ebenso die Zahl der Übernachtungen. Nach einer Erhebung des Statistischen Landesamtes erreichte die Zahl der ankommenden Gäste in den Beherbergungsbetrieben 2011 ein Zuwachs von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einzelne Monate erreichten in der Hauptsaison zweistellige Zuwachsraten und lagen damit über dem Landesdurchschnitt von 4,1 Prozent. Die Zahl der Übernachtungen in Limburg stieg um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (3,1 Prozent im Landesdurchschnitt). Einen großen Anteil daran hat die Zunahme des Geschäfts-Tourismus. Mit über 70 Prozent kommt der größte Teil der Besucher aus Deutschland.[11]

Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]

Justiz [Bearbeiten]

Limburg ist Sitz des Amtsgerichts Limburg und des Landgerichts Limburg, eines von neun Landgerichten in Hessen. Unmittelbar neben dem Landgericht befinden sich die Staatsanwaltschaft Limburg sowie die Justizvollzugsanstalt Limburg, in der ausschließlich männliche Gefangene untergebracht sind.

Limburg ist mit über 100 ansässigen Fachanwälten ein regional bedeutsamer Justizstandort. Bis zum 31. Dezember 2011 war die Stadt Sitz des Arbeitsgerichts Limburg; seitdem ist das Arbeitsgericht Wiesbaden zuständig.

Behörden [Bearbeiten]

Gegenüber dem ICE-Bahnhof ist eines von sieben hessischen Ämtern für Bodenmanagement (AFB) angesiedelt, dessen Zuständigkeitsbereich sich mit seiner Außenstelle Hofheim und den Anlaufstellen Bad Homburg, Eltville, Frankfurt und Wiesbaden über den Großteil des Südwesten Hessens erstreckt.

Bildung [Bearbeiten]

Schulen [Bearbeiten]

Tilemannschule
Gesamtanlage der Marienschule (links Altbau, rechts ehemaliges Internatsheim)

Neben Grundschulen und den Haupt- und Realschulen Johann-Wolfgang-von-Goethe-Schule, Leo-Sternberg-Schule, Theodor-Heuss-Schule und Schule am Eschilishov (einzige Schule außerhalb der Kernstadt), hat Limburg vier weiterführende Schulen, die als Abschluss u. a. die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) anbieten.

Seit 1895 besteht die Marienschule, ein privates Mädchengymnasium, dessen Träger das Bistum Limburg ist. Neben allgemeiner wird dort auch berufliche Bildung angeboten. 2003 wurde die Marienschule von der Kultusministerin ausgezeichnet als erfolgreichste Schule im Landeswettbewerb Mathematik der Jahrgangsstufe 8 von 1999 bis 2003.

Nach dem Limburger Stadtschreiber Tilemann Elhen von Wolfhagen wurde die Tilemannschule in den 1950er-Jahren benannt. Wie die Marienschule besteht sie seit Ende des 19. Jahrhunderts und ist heute ein Gymnasium mit den Schwerpunkten Sprache, Sport und Musik.

Die Peter-Paul-Cahensly-Schule, benannt nach dem Limburger Kaufmann und Ehrenbürger, ist berufliches Gymnasium und Fachschule mit Schwerpunkt Technik. Sie wurde 1910 als erste kaufmännische Fortbildungsschule der Stadt Limburg gegründet. 2004 hat sie vom hessischen Kultusministerium das Gütesiegel für Schulen, die besonders hochbegabte Schüler fördern, zuerkannt bekommen.

Eine berufliche Schule mit verschiedenen Fachrichtungen der Technik ist seit 1960 die Friedrich-Dessauer-Schule, an der die Allgemeine Fachhochschulreife erworben werden kann.

Die Adolf-Reichwein-Schule wurde 1966 als Kreisberufsschule gegründet und erhielt ihren Namen ein Jahr später. Nach stetiger Erweiterung umfasst sie mittlerweile neben Fachschulen für Wirtschaft und Soziales beispielsweise auch Fachoberschulen für Agrarwirtschaft, Gesundheits- und Sozialwesen. Mehrfach ausgezeichnet wurde die Adolf-Reichwein-Schule für ihre Internetpräsenz.

Bibliotheken [Bearbeiten]

  • Dombibliothek
  • Diözesanbibliothek

Gesundheit [Bearbeiten]

Krankenhaus St.-Vincenz

Das über der Stadt auf dem Schafsberg gelegene St.-Vincenz-Krankenhaus gilt mit 16 Fachabteilungen und rund 480 Betten als ein Schwerpunktkrankenhaus. Es versorgt 23 umliegende Kliniken mit Medikamenten. Ab dem Sommer 2013 soll diese Versorgung mit einem neu errichteten Logistik- und Dienstleistungszentrum vom Schafsberg in das ICE-Gebiet verlagert werden. In der Klinik werden Projekte, wie z. B. das Therapiekonzept „Joint Care“ in der Orthopädie, welches neben Berlin einmalig in Deutschland ist, durchgeführt. Auch ist das St.-Vincenz-Krankenhaus ein akademisches Lehrkrankenhaus der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Der Kreisverband Limburg e.V. des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) untergliedert sich in die Ortsvereine Bad Camberg, Elz, Frickhofen, Hünfelden, Limburg und Niederbrechen. 2012 wurde dem DRK ein Verkehrskreisel an der Limburger Kapellenstraße gewidmet.

Soziales [Bearbeiten]

Die evangelische Kirche bietet mit der Jugendfreizeitstätte Limburg (JFS) einen betreuten Treffpunkt für Jugendliche. Mit Kicker, Internet-Café und zahlreichen Veranstaltungen ist die Einrichtung nicht nur kirchlich geprägt.

Das Mütterzentrum Limburg in der Hospitalstraße ist eine familiäre Begegnungsstätte für Menschen mit oder ohne Kinder. Der Verein wird von der Stadt Limburg und dem Land Hessen unterstützt und bietet unter anderem einen Elternservice, der Kinderbetreuung vermittelt, ein vielfältiges Kursangebot für Kinder und Erwachsene, einen Minikindergarten und ein Café.

Die Stadt Limburg nimmt am Projekt Notinsel teil, bei dem geeignete Geschäfte sich selbst verpflichten, Kindern in Notsituationen eine Zuflucht zu bieten und Hilfe zu leisten.

Gefahrenabwehr [Bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Limburg an der Lahn, gegr. 1867 (seit 11. Juli 1972 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Ahlbach, gegr. 1908 (seit 6. Oktober 1976 mit Jugendfeuerwehr und seit 2. April 2011 mit Kinderfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Dietkirchen, gegr. 1934 (seit 14. Mai 1974 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Eschhofen, gegr. 1901 (seit 13. Oktober 1975 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Lindenholzhausen, gegr. 1933 (seit 14. April 1975 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Linter, gegr. 1935 (seit 18. November 1970 mit Jugendfeuerwehr und seit 7. Mai 2011 mit Kinderfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Offheim, gegr. 1898 (seit 21. Juni 1974 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Staffel, gegr. 1880 (seit 1. Januar 1980 mit Jugendfeuerwehr)
  • Technisches Hilfswerk (THW), Ortsverband Limburg

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Theater [Bearbeiten]

Die Stadthalle Limburg, seit 1996 nach dem Altbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Limburg an der Lahn, Josef Kohlmaier, benannt, wird für Shows, Tagungen, Kongresse und ähnliche Veranstaltung genutzt. Mit der gesamten Region zwischen Westerwald und Taunus verfügt sie über einen Einzugsbereich von fast 300.000 Menschen. Im ganzen Umkreis gibt es keine ähnlich frequentierte Mehrzweckhalle. Sie zählt jährlich über 150.000 Besucher.

Die Kleinkunstbühne „Thing“, gegründet vor über 25 Jahren, wechselte nach einiger Zeit aus ihrem anfänglichen Domizil im Stadtteil Staffel in die Josef-Kohlmaier-Halle, wo sich heute ihre Bühne in den Clubräumen befindet. Die Bühne wird von einem selbständig agierenden Verein getragen. Zum Programm gehören Chanson, Kabarett, Literatur und Jazz sowie Folk, Rock und Auftritte von Liedermachern. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Förderung junger Künstler. Pro Monat werden zwei oder drei Veranstaltungen angeboten.

Das Engagement von „Thing“ wurde am 6. Dezember 2003 durch die Verleihung des „Kulturpreises Mittelhessen“ gewürdigt.

Musik [Bearbeiten]

Mit den Limburger Domsingknaben verfügt Limburg seit 1967 über einen Knabenchor, dessen Träger das Bistum Limburg ist. Von ehemaligen Sängern dieses Chores wurde 1999 das Männervokalensemble Camerata Musica Limburg gegründet. Die Mitglieder dieses Ensembles führen damit die erfolgreiche Tradition der Männerkammerchöre in Limburg fort.

Ein weiteres, deutschlandweit auftretendes Ensemble ist der in 2007 gegründete Männerkammerchor Vocapella Limburg. Die jungen Mitglieder stammen aus der Region Limburg-Weilburg und haben, wie die von „Camerata Musica Limburg“ auch, ihre musikalischen Wurzeln bei den Limburger Domsingknaben.

Ein Veranstaltungsort mit dem Status eines Kulturdenkmals, insbesondere für Freiluftkonzerte in den Sommermonaten, ist seit 2012 die Villa Scheid. Mit parkähnlichem Anwesen ist dieser Veranstaltungsort vollständig in privater Hand. Neben Konzerten gehören zum Programmangebot u.a. auch Kabarett, ein Englisches Gartenfest und Kunstausstellungen.

Sport [Bearbeiten]

Einer der ältesten Limburger Sportvereine mit überregionaler Bedeutung ist der Limburger Club für Wassersport 1895/1907 e.V. (LCW). Die Jahreszahl 1895 in seinem Namen gibt das Gründungsdatum des Limburger Rudervereins (LRV) wieder, aus dem der heutige Verein hervorging. Heute ist er ein Trainingsstützpunkt des Deutschen Ruderverbandes (DRV).

1923 von Mitgliedern des VfR 07 Limburg gegründet und mit Unterbrechungen in den beiden Bundesligen vertreten ist der Limburger Hockey Club (LHC). Er ist heute ein Hockey-Leistungszentrum und Olympiastützpunkt. Der Verein gewann mehrfach – im Jugendbereich bis heute in regelmäßigen Abständen – deutsche Meistertitel.

Zu den größten Leistungen in der Vereinsgeschichte des VfR 19 Limburg zählt der Aufstieg der Abteilung Basketball in die 2. Bundesliga in der Saison 1997/1998, auf den jedoch in der folgenden Saison wieder der Abstieg folgte. Der Verein besteht neben dieser und der Hauptabteilung Fußball noch aus einigen weiteren Abteilungen.

In der rheinland-pfälzischen Nachbarstadt Diez befindet sich mit der Eishalle das Trainingszentrum des Eishockeyvereins mit dem Beinamen Rookie Rockets der EGDL (Eissport Gemeinschaft Diez-Limburg). Der in der Hessenliga und Rheinland-Pfalz-Liga erfolgreich spielende Verein wurde 2004 gegründet und zählt somit zu den neueren in Limburg.

Dialekt [Bearbeiten]

Der Limburger Dialekt, den man unter verschiedenen Ausprägungen des im „Nassauer Land“ vorherrschenden „Platts“ ausmachen kann, zählt zu den mittelhessischen Dialekten. In reiner Form gesprochen wird er allgemein nur noch von der älteren Generation, die in Limburg oder den nächsten umliegenden Gemeinden aufgewachsen ist.

Einzelne Silben haben im Lauf der Jahre geringfügige Änderungen erfahren, teils hin zum Hochdeutschen, weshalb es mitunter schwer ist, den ureinstigen Limburger Dialekt von regional abweichenden zu unterscheiden. Jedoch ist auch bei jüngeren Einwohnern Limburgs, in deren Elternhaus der gesprochene Dialekt vom Hochdeutschen beeinflusst war, durch bestimmte Laute überwiegend eine typische Betonung des Gesprochenen festzustellen. Für den geneigten Hörer ist eine präzise Bestimmung der Limburger Herkunft des Gegenübers somit durchaus möglich.

Der Trend zum Sprechen mit Dialekt ist in der Limburger Region wie in vielen anderen auch rückläufig, was u. a. der Bevölkerungswanderung und dem Einfluss moderner Medien geschuldet ist. Aus diesem Grund erfahren mundartbezogene Veranstaltungen regen Zuspruch als ein Versuch, den regionalen Dialekt möglichst auch für kommende Generationen zu erhalten.

Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]

Eine jährlich im Frühjahr wiederkehrende Veranstaltung mit überregionaler Bedeutung ist die Whisky-Fair, eine unkommerzielle Whiskymesse. Jährlich am letzten Wochenende im Juni lockt das Limburger Altstadtfest tausende Besucher in die Stadt. Ebenfalls im Sommer präsentieren Winzer bei den Rheingauer Weintagen in der Innenstadt ihre Produkte.

2010 jährte sich am ersten Sonntag im September zum 40. Mal der über die Region hinaus bekannte Limburger Flohmarkt – der größte Stadtflohmarkt Hessens.

Mit dem Limburger Oktoberfest findet alljährlich das größte Volksfest Mittelhessens über mehrere Tage statt und orientiert sich seit 2011 verstärkt am Münchner Original. Ab dem ersten Adventswochenende bis zum 23. Dezember öffnet der Weihnachtsmarkt.

Marinemuseum im Katzenturm, ehemals Teil der Stadtbefestigung

Museen [Bearbeiten]

In Limburg gibt es derzeit vier Museen. Diese sind:

  • Kunstsammlungen der Stadt Limburg, die wechselnde Kunstausstellungen anbieten
  • Diözesanmuseum mit Domschatz und der Limburger Staurothek
  • Marine-Museum Limburg
  • Missionsmuseum der Pallottiner

Ein weiteres, sogenanntes Mitmach-Museum mit der vorläufigen Bezeichnung Mechanikum, ist in Planung und soll 2014 eröffnet werden.

Bauwerke [Bearbeiten]

Aufgrund des Zweiten Weltkrieges blieb nur wenigen Städten wie Limburg das gesamte Ensemble mittelalterlicher Bebauung nahezu unversehrt erhalten. Deshalb steht heute der ehemals ummauerte Stadtkern zwischen St.-Georg-Dom, Grabenstraße und der 600 Jahre alten Lahnbrücke als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.

Sakralbauten [Bearbeiten]

Burg Limburg von der Lahn aus gesehen

Öffentliche Bauten [Bearbeiten]

  • Burg Limburg (Anfang des 13. Jahrhunderts von Gerlach von Ysenburg erbaut)
  • „Huttig“ (Turmrest der Stadtmauer, deren Verlauf durch die Grabenstraße gekennzeichnet ist)
  • Alte Lahnbrücke (aus dem Jahre 1315, Lahnüberquerung der Via Publica)
  • Neues Rathaus (1899)
  • Altes Gymnasium Limburg am Freiherr-vom-Stein-Platz 1
Fachwerkhäuser der Limburger Altstadt

Profanbauten [Bearbeiten]

In der Altstadt stehen zahlreiche Fachwerkhäuser vom 13. bis zum 19. Jahrhundert. Seit Beginn der Altstadtsanierung 1972 werden diese behutsam restauriert. Eine Besonderheit der Fachwerkhäuser sind die hochmittelalterlichen Hallenhäuser, die im Erdgeschoss über eine große Halle verfügen. Zu den bekanntesten Häusern Limburgs gehören:

  • Haus Kleine Rütsche 4 (schmalste Stelle des historischen Handelsweges zwischen Frankfurt und Köln, deren Breite am Heumarkt in Köln angeschrieben ist)
  • Haus der sieben Laster (Brückengasse 9, erbaut 1567, Fachwerkhaus mit Schnitzereien, die die sieben Hauptlaster des Christentums darstellen)
  • Werner-Senger-Haus (steinernes Hallenhaus mit Fachwerkfassade aus dem 13. Jahrhundert)
  • Häuser am Fischmarkt. Der Name des Platzes lautete im 13. Jahrhundert im Limburger Dialekt noch Fismart (=Faden-, Wollmarkt) und war das Handelszentrum der Limburger Wollweber.[12]
  • Römer 2-4-6 (ältestes, freistehendes Haus in Deutschland)
  • Zum goldenen Hirsch, erbaut um 1500 und ehemaliges Gasthaus
  • Burgmannenhaus (um 1544 erbaut und dient heute als Museum)
  • Walderdorffer Hof, ehemaliger Adelshof der Grafen von Walderdorff
  • Villa Scheid (unter Denkmalschutz stehendes, großbürgerliches Wohnhaus)

Gedenkstätten [Bearbeiten]

Stalingrad-Denkmal am Hauptfriedhof

Auf dem Limburger Hauptfriedhof befindet sich das zentrale deutsche Denkmal, das den in der Schlacht von Stalingrad gefallenen und in anschließender Gefangenschaft verstorbenen Soldaten gewidmet ist. Es wurde von einem ehemaligen Stalingradkämpfer entworfen und im Jahr 1964 errichtet.[13]

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]

Ehrenbürger [Bearbeiten]

  • Moritz Hilf (1819–1894), Erbauer der Lahntalbahn, Ehrenbürger seit 1862
  • Andreas Schlitt (1833–1903), Bürgermeister, Ehrenbürger seit 1901
  • Peter Paul Cahensly (1838–1923), Politiker und Sozialreformer, Ehrenbürger seit 1913
  • Georg Hilpisch (1846–1928), Domkapitular, Generalvikar, Kirchenhistoriker und Redakteur; Ehrenbürger seit 1918
  • Joseph Heppel (1849–1936), Beigeordneter und Stifter, Ehrenbürger seit 1919
  • Heinrich Fendel (1878–1965), Stadtpfarrer, Ehrenbürger seit 1951
  • Joseph Schneider (1890–1974), Bürgermeister, Ehrenbürger seit 1960
  • Friedrich Hammerschlag (1888–1972), Unternehmer und Kommunalpolitiker, Ehrenbürger seit 1968
  • Clemens Bruckner (1893–1976), Pfarrer, Ehrenbürger der damals noch selbständigen Gemeinde Lindenholzhausen seit 1970
  • Wilhelm Breithecker (1897–1982), Pfarrer und Verfolgter des NS-Regimes, Ehrenbürger der damals noch selbständigen Gemeinde Dietkirchen seit 1970
  • Wilhelm Kempf (1906–1982), Bischof, Ehrenbürger seit 1974
  • Heinz Wolf (1908–1984), Landrat, Ehrenbürger seit 1975, Antrag auf Löschung der Ehrenbürgerschaft wird seit Mai 2012 in den städtischen Gremien beraten[14]
  • Josef Kohlmaier (1921–1995), Amtmann, Politiker, Bürgermeister von 1965-1985, Ehrenbürger seit 1985
  • Anna Ohl (1893–1987), Stifterin, Ehrenbürgerin seit 1986
  • Franz Kamphaus (* 1932), Bischof, Ehrenbürger seit 2007

Sonstige Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2011 (Hilfe dazu)
  2. Landesentwicklungsplan Hessen (PDF; 8,1 MB)
  3. Wetterregionen Deutschlands
  4. Klimadaten des Deutschen Wetterdienstes bei www.sonnenlaender.de
  5. http://www.limburg.de/PDF/Bev%C3%B6lkerung_nach_Stadtteilen.PDF?ObjSvrID=1680&ObjID=3552&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1343814307
  6. Evangelische Kirchengemeinde, Abgerufen am 23. Mai 2011
  7. Evangelische Kirchengemeinde Limburg – Geschichte
  8. Einweihung auf HR-Online.de
  9. Bevölkerung der Stadt Limburg an der Lahn (PDF), abgerufen am 17. Oktober 2012
  10. a b Klemens Stadler: Deutsche Wappen – Bundesrepublik Deutschland, Band 3: Die Gemeindewappen des Landes Hessen, Bremen 1967, S. 51
  11. http://www.fnp.de/nnp/region/lokales/limburg-lahn/limburg-liegt-im-trend_rmn01.c.9688335.de.html
  12. Peter Paul Schweitzer: Nur ein hölzerner Fisch auf dem Limburger Fischmarkt in Jahrbuch 2004 des Landkreises Limburg-Weilburg, ISBN 3-927006-38-6 S. 177–179
  13. Gedenkstätte auf Limburg.de
  14. http://www.vtaktuell.net/?p=3642

Literatur [Bearbeiten]

  • Eugen Stille: Limburg an der Lahn und seine Geschichte, Limburger Vereinsdruckerei, Selbstverlag E. Stille, Limburg/Kassel 1971
  • Heinz Maibach: Limburg an der Lahn in alten Ansichten, Siebte Auflage, Zaltbommel/Niederlande 1993
  • Heinz Maibach: Dokumente zur Limburger Stadt- und Kreisgeschichte 1870–1945, Limburg 1992 ISBN 3-9802789-2-1
  • Fügen, Randolf: Highlights in Mittelhessen. 1. Auflage. Wartenberg Verlag Gudersberg-Gleichen 2003 ISBN 3-8313-1044-0
  • Johann-Georg Fuchs: Limburger Altstadtbauten. Bürger und Begebenheiten, 2. erg. u. verb. A. Limburg 2006
  • Ernst Schirmacher: Limburg an der Lahn. Entstehung und Entwicklung der mittelalterlichen Stadt. Wiesbaden 1963 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau XVI).
  • Egon Eichhorn, Zur Topographie der mittelalterlichen Fern- und Landstraßen zum und im Limburger Becken. In: Nassauische Annalen, Bd. 76, 1965, S. 63-152.
  • Limburg im Fluss der Zeit. Schlaglichter aus 1100 Jahren Stadtgeschichte. Limburg 2010 (Beiträge zur Geschichte der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn 1). ISBN 978-3-936162-08-0.
  • Bettina Marten: Limburg an der Lahn: Dom- und Stadtführer. Petersberg 2010, ISBN 3-86568-605-2
  • Christoph Waldecker: Limburg in historischen Ansichten. Erfurt 2010 (Archivbilder), Sutton-Verlag, ISBN 978-3-86680-733-4
  • Harald Wagner: Limburg entdecken! Ein Stadtführer für Touristen und Einheimische. Limburg 2011, ISBN 978-3-00-031762-0
  • Christoph Waldecker: Limburg an der Lahn. 2. erweiterte Aufl. Regensburg 2011 (Großer Kunstreiseführer 251). Verlag Schnell + Steiner, ISBN 978-3-7954-2559-3.

Belletristik [Bearbeiten]

  • Margot Benary-Isbert: Im Hause meines Großvaters. 4. Aufl. Frankfurt 1984.
  • Margot Benary-Isbert: Unter dem Sichelmond. Das Jahr der Wandlungen. Freiburg 1965.
  • Horst Bracht: Die Schweden-Fratze. Historischer Lympurg-Roman. Frankfurt 2010, ISBN 978-3-7973-1229-7

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Limburg an der Lahn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien