Victor-Félix Bernadou

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Victor-Félix Bernadou (* 25. Juni[1] 1816 in Castres, Frankreich; † 15. November 1891 in Sens) war Erzbischof von Sens und Kardinal.

Leben[Bearbeiten]

Bernadou studierte am Priesterseminar Saint-Sulpice in Paris und empfing am 19. Dezember 1840 die Priesterweihe. Danach ging er ins Bistum Algier nach Algerien, um dort pastorale Tätigkeiten auszuüben. 1847 wurde er Kanonikus und Erzpriester des dortigen Domkapitels.

Im April 1862 folgte mit der Wahl zum Bischof von Gap die Rückkehr nach Frankreich. Die Bischofsweihe spendete ihm am 29. Juni desselben Jahres Jean-Joseph-Marie-Eugène de Jerphanion, Erzbischof von Albi. Mitkonsekratoren waren Louis-Antoine Pavy, Bischof von Algier, und Jean-Jacques Bardou, Bischof von Cahors. Die Amtseinführung fand am 10. Juli statt. Papst Pius IX. ernannte ihn 1866 zum Päpstlichen Thronassistenten. Im Mai 1867 wurde er zum neuen Erzbischof von Sens gewählt und trat das Amt im Juli an. Von 1869 bis 1870 nahm Bernadou als Konzilsvater am Ersten Vatikanischen Konzil teil.

Papst Leo XIII. nahm ihn im Konsistorium am 7. Juni 1886 als Kardinalpriester von Santa Trinità dei Monti ins Kardinalskollegium auf. Fünf Jahre später, im November 1891, starb Victor-Félix Bernadou im Alter von 75 Jahren und wurde in der Kathedrale von Sens beigesetzt.

Sukzessionslinie[Bearbeiten]

Kardinal Bernadou ist einer der Bischöfe, die nicht zur sogenannten Rebibalinie gehören, sondern zur Linie des Kardinals Guillaume d’Estouteville.

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Catholic-Hierarchy nennt den 26. Juni
Vorgänger Amt Nachfolger
Mellon de Jolly Erzbischof von Sens
1867–1891
Pierre-Marie-Etienne-Gustave Ardin