Waldfriedhof Oberschöneweide

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Eingangsbereich mit Kapelle

Der Waldfriedhof Oberschöneweide ist ein städtischer Friedhof im Berliner Stadtteil Oberschöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick. Er wurde 1902 im Auftrag des Mitgründers der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) Emil Rathenau von Max Stuttermann in der Wuhlheide angelegt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Der Friedhof hat eine Gesamtfläche von 57.338 Quadratmetern. Die Gesamtanlage inklusive der Verwaltungsgebäude und der Kapelle befindet sich heute unter Denkmalschutz, ebenso wie eine Reihe von besonders herausragenden Grabmälern auf der Fläche.

Seit 1920 befindet sich auf dem Friedhof zusätzlich eine Anlage für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zudem eine Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus mit einem Sammelgrab und 314 Einzelgräbern eingerichtet.

[Bearbeiten] Grabmäler und Persönlichkeiten

Grabstätte Rathenau

Das älteste Grabmal des Friedhofs ist das Familiengrab der Familie Rathenau, das zwischen 1903 und 1904 vom bekannten Berliner Baumeister Alfred Messel und dem Bildhauer Hermann Hahn gebaut wurde. Es handelt sich um ein rechteckiges Grabmal mit gegiebeltem Eingang, an dessen Seite überlebensgroße Figuren eingearbeitet sind. Beerdigt sind hier zuerst Erich Rathenau (1871–1903), der als erster technischer Leiter im Kabelwerk Oberspree wirkte. Emil Rathenau selbst verstarb 1915 und seine Frau Mathilde 1922, beide wurden ebenfalls hier begraben. Außerdem liegt in dem Familiengrab noch der Sohn der beiden, Walther Rathenau, der 1922 ermordet wurde und sich einen Namen als Industrieller, Schriftsteller und Politiker machte. Sein Grab ist als Ehrengrab gekennzeichnet und mit einer Gedenktafel versehen.

Ebenfalls 1904 entstand das Grabmal für Carl Deul, welches heute als zweites Ehrengrab des Friedhofs ausgezeichnet ist. Das Grab in der Erbbegräbnismauer des bekannten Baumeisters und Architekten ist von einer Trauernden vor einer Stele mit einem Grabmedaillon des Verstorbenen geschmückt. Ein drittes bedeutsames Erbgrabmal beherbergt die Leichname der Familie Engel, von denen heute nur noch Otto Engel, der Inhaber der Frister-Lampenfabrik, namentlich erkennbar ist. Das aufwändige Grabmalensemble aus mehreren Säulen und Bronzefiguren wurde 1908 von Franz Feuerhardt und Heinrich Koch erbaut.

Neben diesen Personen finden sich auf dem Friedhof eine Reihe von weiteren mehr oder weniger bekannten Personen, die überwiegend prominente Industrielle waren. Dazu gehören etwa

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Klaus Hammer: Friedhofsführer Berlin. Jaron Verlag GmbH, Berlin 2001, ISBN 3-89773-081-2
  • Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Grabstätten. Haude & Spenersche Verlagsbuchhandlung, Berlin 2006, ISBN 3-7759-0476-X

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Waldfriedhof Oberschöneweide – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

52.463813.5335Koordinaten: 52° 27′ 50″ N, 13° 32′ 1″ O

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