Walter Oelert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Walter Oelert (* 14. Juli 1942 in Dortmund) ist ein deutscher Physiker. Im Jahr 1995 stellte eine Arbeitsgruppe unter seiner Leitung am CERN erstmals Antiwasserstoff her.

Oelert studierte Physik in Hamburg und Heidelberg und wurde 1973 in Hamburg promoviert (Die (p,t)-Reaktionen an den geraden Samarium-Isotopen). Als Post-Doktorand war er an der University of Pittsburgh. Oelert habilitierte sich 1987 in Bochum (Kernstruktur und Reaktionsmechanismen untersucht an Alpha-Teilchen-Übergängen) und lehrte ab 1997 als apl. Professor Elementar- und Teilchenphysik an der Ruhr-Universität Bochum und war gleichzeitig am Forschungszentrum Jülich angestellt, wo er besonders am Kühlersynchrotron COSY forschte. Am Forschungszentrum CERN arbeitete er am Low Energy Antiproton Ring (LEAR) und später am Antiproton Decelerator, er leitete die Arbeitsgruppe, der beim PS210-Experiment[1] die erste Beobachtung von Antiwasserstoff gelang. Dabei wurden neun Antiwasserstoffatome mit einer kinetischen Energie von ca. 1,2 GeV hergestellt.[2] Ein Forschungsziel Oelerts war eine vergleichende Präzisionsspektroskopie von Antiwasserstoff und Wasserstoff am ATRAP-Experiment.

Oelert wurde 2005 in die Polnische Akademie der Wissenschaften aufgenommen.[3] Er[4] nahm 2009 die Merentibus Medal der Universität Krakau für die Universität Bochum entgegen.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. kfa-juelich.de: Webseite des PS210 Experiments
  2. Der erste experimentelle Nachweis von (heißem) Antiwasserstoff: G. Baur et al. "Production of Antihydrogen", Phys. Lett. B 368 (1996) p. 251
  3. Physik Journal 2005, Nr. 10, Personalien
  4. Presseerklärung des CERN
  5. Seite der Universität Krakau (engl)