Waschbär Umweltversand

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Waschbär - Der Umweltversand, Triaz GmbH
Logo des Waschbär Umweltversands
Rechtsform GmbH
Gründung 1987
Sitz Freiburg i. Breisgau
Leitung Ernst Schütz
Mitarbeiter 340
Umsatz 2012: 71 Mio EUR (inkl. aller verbundenen Unternehmen der Triaz-Gruppe)
Branche Versandhandel
Website www.waschbaer.de
Betriebsgebäude des Versandes

Der Waschbär Umweltversand wurde 1987 in Freiburg gegründet und vertreibt ein Vollsortiment an Öko-Produkten. Geführt werden ca. 7000 Artikel aus den Bereichen Naturtextilien (auch aus kontrolliert biologisch angebauter Baumwolle und nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert), Wäsche, Schuhe, Naturkosmetik (mit BDIH-Siegel), Naturmöbel (aus Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft) und Haushaltsartikel sowie extra ein Sortiment für Babys und werdende Mütter.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit Bestehen engagiert sich Waschbär besonders für den Umweltschutz. Gegründet 1987 von Leo Pröstler vertrieb das Unternehmen zunächst eine Öko-Putzkiste, ab 1993 auch Naturtextilien.[1] Bereits Mitte der 1990er Jahre beteiligte es sich an Windparks. Auch Wiederaufforstungsprogramme und Solarprojekte unterstützt es seitdem.

Im Jahr 2000 übernahm Waschbär die in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Firmen Alb Natur Versandhandel und Alb Natur Einzelhandel.[2] Diese Übernahme sowie Belastungen durch ein neues Logistikzentrum und einen Rückgang der Textilnachfrage führten nach Angaben des damaligen Geschäftsführers Leo Pröstler dazu, dass Waschbär 2001 Insolvenz anmelden musste.[3] Im Jahr 2002 übernahm eine Investorengruppe mit dem Triodos Venture Capital Fonds als Hauptinvestor das Unternehmen und führte es als Teil der Triaz Unternehmensgruppe weiter.[4][5] Zur Triaz-Gruppe gehören außerdem die Versandhäuser Vivanda GmbH (ehemals Panda Versand GmbH) sowie die PranaHaus GmbH. Seit 2001 liegt die Unternehmensleitung bei Ernst Schütz, der seit 2007 auch Inhaber ist.[6]

2005 hat Waschbär zusammen mit dem Logistik-Dienstleister DHL das „Grüne Paket“ entwickelt.[7]

Für sein „herausragendes Engagement im Bereich Umwelt und Soziales als Vorreiter ethischen Handelns" wurde Waschbär 2005 mit dem Ethics in Business Award ausgezeichnet.[8] Zum ethischen Verständnis von Waschbär zählt nach eigenen Angaben die Verantwortung für die berufliche Ausbildung junger Menschen oder das Einbeziehen der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg genau so wie familienfreundliche Heim- und Teilzeitarbeitsplätze. Auch ein Frauenanteil von 50 % in der Führungsebene, Fairer Handel und sozial verträgliche Arbeitsbedingungen sollen das Selbstverständnis des Freiburger Unternehmens zeigen. Die Firma ist Mitglied der Fair Wear Foundation und setzt sich aktiv für soziale Arbeitsbedingungen weltweit ein.

Im Jahr 2008 spendete Waschbär einen Teil der Verkaufserlöse an den Verein SOS-Kinderdorf. Damit wurde die Renovierung des Kinderdorfes in Sulzburg unterstützt, 20.000 EUR konnten an das Kinderdorf übergeben werden.[9]

Zum 25-jährigen Firmenjubiläum initiierte und finanzierte Waschbär in Höhe von 150.000 Euro ein „Erfahrungsfeld der Sinne“ in Freiburg, das Naturbewusstsein wecken soll. Aus dieser Initiative entstand der Nistplatz e. V., der das Erfahrungsfeld seither betreut.[10]

Heute kann Waschbär nach eigenen Angaben eine neutrale CO2-Bilanz vorweisen. Das britische Unternehmen The Carbon Neutral Company errechnet für das Freiburger Versandhaus alle CO2-Emissionen, die im Unternehmen oder durch das Handeln des Unternehmens entstehen. Dazu gehören die Produktion und der Versand von Katalogen, Werbesendungen und Paketen sowie alle Rücksendungen. Auch die Firmengebäude, Dienstwagen und Dienstreisen und der Abfall sind mit einbezogen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wir stellen uns vor - Unternehmensgeschichte. Waschbär Umweltversand Triaz GmbH, abgerufen am 17. Januar 2014.
  2. Waschbär übernimmt Alb Natur. In: Textilwirtschaft. Deutsche Fachverlag GmbH, 24. Februar 2000, abgerufen am 17. Januar 2014.
  3. Waschbär ist insolvent. In: Textilwirtschaft. Deutsche Fachverlag GmbH, 21. Juni 2001, abgerufen am 17. Januar 2014.
  4. Markus Fuhrmeister: Ethik aus den Niederlanden. In: taz. 3. Juni 2002, abgerufen am 1. Januar 2014.
  5. Ökoversender Waschbär macht weiter. In: Textilwirtschaft. Deutsche Fachverlag GmbH, 8. Januar 2002, abgerufen am 17. Januar 2014.
  6. Jens Tönnesmann: Wischen, schrubben, fegen. In: brand eins Wirtschaftsmagazin. 2013, abgerufen am 17. Januar 2014.
  7. dp-dhl.com: Mit dem Grünen Paket der Umwelt Gutes tun, Pressemeldung, 1. Juni 2005, Zugriff am 19. April 2012
  8. coc-runder-tisch.de: Die Initiative ETHICS IN BUSINESS Deutschland, Pressemeldung, 2005, Zugriff am 19. April 2012
  9. sos-kinderdorf.de: 20.000 Euro für das SOS-Kinderdorf Schwarzwald, Pressemeldung, 8. Februar 2008, Zugriff am 19. April 2012
  10. Erfahrungsfeld Freiburg, Homepage der Nistplatz e. V., Zugriff am 1. August 2013

48.0338047.849839Koordinaten: 48° 2′ 2″ N, 7° 50′ 59″ O