Wasserturm Ravensberg

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Wasserturm Ravensberg in Kiel
Wasserturm
Daten
Baujahr: 1896
Entwurf: Rudolph Schmidt
Turmhöhe: 34 m
Nutzhöhe: 15 m
Behälterart:
Nach oben offener Ringbehälter
Volumen des Behälters: 1500 m³
Stilllegung: 1990
Ursprüngliche Nutzung: Trinkwasserversorgung
Heutige Nutzung: Wohnraum
Denkmalschutz: Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung seit 1976

Der Wasserturm Ravensberg ist ein 1896 errichteter Wasserturm im Kieler Stadtteil Ravensberg.

Gebäude[Bearbeiten]

Das Gebäude wurde von dem damaligen Kieler Stadtbaurat Rudolph Schmidt entworfen, der es – mit Rücksicht auf die zu erwartende Bebauung der Umgebung – bewusst architektonisch an mittelalterliche Befestigungs-, Stadt- und Burgtürme anlehnte.

Der aus Backsteinen errichtete Wasserturm befindet sich auf einer künstlichen Anhöhe, hat einen Durchmesser von 23,70 m und eine Höhe von ca. 30 m. Im Inneren befand sich bis zum Umbau des Gebäudes in 15 m Höhe ein nach oben offener Ringbehälter (ein Intze-Behälter).

Geschichte[Bearbeiten]

Beispiel heutiger Nutzung[1]: Theater-Workshop für Jugendliche, Loriots Lottogewinner Erwin …

Nach Einrichtung der zentralen Wasserversorgung in Kiel wurde 1886 ein Hochbehälter auf dem Ravensberg (mit einem Fassungsvermögen von 2.500 Kubikmetern) errichtet.

Als im Zuge der Erweiterung Kiels eine Bebauung der direkten Umgebung des Ravensberges - insbesondere der Holtenauer Straße - mit mehrgeschossigen Gebäuden erfolgte, wurde zur Sicherstellung der Wasserversorgung der oberen Stockwerke der Bau eines höheren Wasserbehälters erforderlich. Dafür wurde 1898 an der höchsten Stelle des Ravensberges um den vorhandenen Hochbehälter eine Anhöhe aufgeschüttet und auf dieser der neue Wasserturm errichtet. Der Ringbehälter (mit einem Fassungsvermögen von 1.500 Kubikmeter) befand sich in 15 m Höhe innen an der Außenmauer des Wasserturms.

1974/75 wurde der Wasserturm instand gesetzt, dabei erfolgte eine Veränderung des Dachreiters. 1976 wurde der Wasserturm in das Denkmalbuch des Landes Schleswig-Holstein als „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung“ eingetragen.

1990 wurde der Ringbehälter außer Betrieb genommen (der Wasserbehälter unterhalb des Wasserturms war zunächst weiterhin in Betrieb und sollte zu einer repräsentativen Empfangshalle umgebaut werden).

Im Jahre 2000 wurde der Wasserturm an einen privaten Investor verkauft. Er wurde bis 2012 für Veranstaltungen (Theater, Konzerte, Ausstellungen etc.) genutzt [2]. Eine Entkernung und ein Umbau zu 34 Eigentumswohnungen in mehreren Ebenen einschließlich einer Tiefgarage mit 92 Stellplätzen wurde 2013 begonnen, [3] wobei die äußere Erscheinung erhalten bleiben soll[4].

Impressionen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jens U. Schmidt: Wassertürme in Schleswig-Holstein. Geschichte und Geschichten um die Wasserversorgung im Norden und ihre auffälligsten Bauten. Regia-Verlag, Cottbus 2008, ISBN 978-3-939656-71-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wassertürme in Kiel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.loreundlay-theater.de/
  2. http://www.loreundlay-theater.de/
  3. http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Wohnen-im-Wasserturm-vor-dem-Start
  4. http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Konkrete-Plaene-fuer-Wohnen-am-Wasserturm

54.34124510.128996Koordinaten: 54° 20′ 28″ N, 10° 7′ 44″ O