Webtypografie

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Webfonts ermöglichen es Webdesignern, Schriftarten zu verwenden, die nicht auf den Computern der Benutzer installiert sind.

Webtypografie bezeichnet die Typografie für digitale Texte und den Gebrauch von Fonts im Web. In den Anfängen von HTML wurden die Schriftarten und -stile ausschließlich durch die jeweiligen Einstellungen der Webbrowser bestimmt. Es gab keine Möglichkeit, die auf einer Website angezeigten Schriften zu beeinflussen, bis Netscape 1995 das <font>-Tag einführte, das dann in der HTML-2-Spezifikation als Standard festgelegt wurde. Die definierte Schriftart muss allerdings auf dem Benutzerrechner installiert sein. Ansonsten wurde ein „Fallback-Font“, wie z. B. der im Browser eingestellte Standard-Sans-Serif oder Monospace-Font verwendet.

Um das Design vom Markup zu trennen, wurde 1996 die erste Version der Cascading Style Sheets-Spezifikation (CSS) veröffentlicht und beinhaltete dieselben Möglichkeiten. Moderne Browser unterstützen aber bald das Herunterladen fremder Fonts vom Webserver. Der erste Browser, der diese Technik verfügbar machte, war der Internet Explorer der Version 4.0. Der Font-Download wurde später Bestandteil des Fonts-Moduls von CSS3 und wurde seitdem in nahezu allen modernen Browsern implementiert. Dadurch stieg das Interesse an Web-Typografie und dem Gebrauch herunterladbarer Schriftarten in Websites.

Die benötigten Schriftdateien werden heute auch von verschiedenen Anbietern wie den Google Web Fonts (ehemals Google Font Library) bereitgestellt, sodass der Webdesigner diese nur noch einbinden, und nicht mehr selbst hosten muss.

Basis für alle Webfonts ist der Unicode-Standard als weltweites System zur Zeichencodierung.

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