Weißbrust-Andenkolibri

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Weißbrust-Andenkolibri
Aglaeactis aliciae 1897.jpg

Weißbrust-Andenkolibri (Aglaeactis aliciae)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Rückstrahlerkolibris (Aglaeactis)
Art: Weißbrust-Andenkolibri
Wissenschaftlicher Name
Aglaeactis aliciae
(Salvin, 1896)

Der Weißbrust-Andenkolibri (Aglaeactis aliciae), auch als Purpurrückenkolibri oder Purpurflügelkolibri bezeichnet, ist eine Kolibriart aus der Gattung der Rückstrahlerkolibris. Er ist endemisch im nördlichen Peru.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Weißbrust-Andenkolibri erreicht ein Größe von 12 bis 13 Zentimetern. Das Gewicht beträgt 7,3 bis 8,3 Gramm. Beim Männchen sind Kopf und Mantel erdbraun. Unterrücken und Bürzel sind schimmernd violett. Die Unterschwanzdecken sind goldgrün. Zügel, Kinn, Kehle, Brustmitte und Brustbüschel sind weiß. Die übrige Unterseite ist dunkelbraun. Der Schwanz ist bronze mit weißen Spitzen. Der kurze gerade Schnabel ist schwarz. Beim Weibchen ist die Violettfärbung am Rücken reduziert oder fehlt völlig. Die immaturen Vögel sehen den Weibchen ähnlich. Sie weisen lohfarbene Tupfer an Kinn, Kehle, an der Bauchmitte und an den Zügeln auf. Die Kehle kann auch vollständig lohfarben sein. Die Kopffedern sind lohfarben gesäumt.

Vorkommen und Lebensraum[Bearbeiten]

Der Weißbrust-Andenkolibri ist auf die Täler des Río Marañón und des Río Chusgón am Osthang der Westanden in der Region La Libertad im nördlichen Peru beschränkt. Er bewohnt halboffene Andenhänge in Höhenlagen bis 2900–3500 m, die von Erlen und Eukalyptus dominiert sind.

Lebensweise[Bearbeiten]

Seine Nahrung besteht aus Mistelblüten, einschließlich der Art Tristerix longebrachteatum, die auf Erlen parasitiert und aus kleinen Insekten. Über seine Brutbiologie ist nur wenig bekannt. Jungvögel und immature Vögel wurden im Februar, März und Juni beobachtet.

Status[Bearbeiten]

Von 1979 bis 2006 gab es regelmäßige Nachweise der Art nur vom oberen Marañón-Tal in der Nähe des Dorfes El Molino, dessen Erlenbestände durch Eukalyptusplantagen ersetzt wurden. In einer von der American Bird Conservancy finanzierten Expedition in der Umgebung des ursprünglichen Fundortes, stellten die Ornithologen Fernando Angulo Pratolongo und Frank Lambert fest, dass der Weißbrust-Andenkolibri auch an anderen Orten, einschließlich des Chusgón-Tals vorkommt. Damit erhöhte sich die Fläche des bekannten Verbreitungsgebietes von 1 km² auf 178 bis 333 km². Dennoch ist der gesamte Lebensraum des Weißbrust-Andenkolibris durch Brandrodung zwecks Gewinnung von Weideland und durch die Abholzung der Erlenbestände bedroht. BirdLife International schätzt den Bestand auf 1000 bis 2500 Exemplare.

Literatur[Bearbeiten]

  • J. Del Hoyo, A. Elliot, J. Sargatal (Hrsg.) (1999): Handbook of the Birds of the World. Volume 5: Barn-Owls to Hummingbirds. Lynx Edicions. ISBN 84-87334-25-3

Weblinks[Bearbeiten]