William Dalrymple (Schriftsteller)

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William Dalrymple (links) mit Esther Freud und Hanan Ashrawi, 2008

William Dalrymple (eigentlich: William Hamilton-Dalrymple; * 20. März 1965 in Schottland) ist ein Reiseschriftsteller, Historiker, Kunstkritiker, Auslandskorrespondent und Begründer des größten Literaturfestivals in Asien.

Leben[Bearbeiten]

Dalrymple, eigentlich William Hamilton-Dalrymple, ist der Sohn von Sir Hew Hamilton-Dalrymple, einem Cousin der Schriftstellerin Virginia Woolf.

Er besuchte das Ampleforth College und das Trinity College (Cambridge), wo er Geschichte studierte.

Dalrymple ist verheiratet mit der Künstlerin Olkivia Fraser. Das Paar hat drei Kinder und lebt abwechselnd in Delhi, Edinburgh und London.[1]

Seit 2004 ist Dalrymple Süd-Ostasien-Korrespondent des New Statesman. Er ist Fellow der Royal Asiatic Society und der Royal Society of Literature.[2]

Er ist Begründer des Jaipur Literature Festival, das er gemeinsam mit dem Schriftsteller Namita Gokhale immer noch leitet. Das Literaturfestival ist das größte seiner Art in Asien und wurde von der Zeitung The Daily Beast als „die größte Literaturshow der Welt“ bezeichnet.[3]

Werk[Bearbeiten]

Dalrymples Interessengebiet ist Südostasien mit einem Schwerpunkt auf Indien und Pakistan. Doch er schreibt auch über den Mittleren Osten.

Er beschäftigte sich mit dem Buddhismus, dem Hinduismus der Jain-Religion und frühen östlichen Christengemeinschaften. All seine Bücher sind - zum Teil mehrfach - ausgezeichnet worden.

Nach eigenen Angaben sieht Dalrymple seine Arbeiten beeinflusst von Robert Byron, Eric Newby und Bruce Chatwin.

Seine Bücher wurden unter anderem ins Französische, Niederländische, Tschechische, Japanische, Arabische, Hindi, Urdu und Deutsche übersetzt.

Er ist regelmäßiger Autor der The New York Review of Books[4] des The Guardian[5][6] des New Statesman und des The New Yorker, aber hat auch mehrere Artikel für das Time Magazine und die deutsche Ausgabe von Lettre International beigesteuert.

Hohe Wertschätzung unter Historikern wie Lesern, genießen vor allem Dalrymples Werke zur Geschichte der Mogul-Herrschaft[7] und seine Essaybände zum modernen Indien.

Auswahl aus dem Werk[Bearbeiten]

  • In Xanadu, 1989
  • City of Djinns, 1994
  • From the Holy Mountain: A Journey in the Shadow of Byzantium, 1997
  • The Age of Kali, 1998
  • White Mughals, 2002
  • Begums, Thugs & White Mughals – The Journals of Fanny Parkes, 2002
  • The Last Mughal, The Fall of a Dynasty, Delhi 1857, 2006
  • Nine Lives: in Search of the Sacred in Modern India, 2009
    • deutsch: Neun Leben. Unterwegs ins Herz Indiens, übersetzt von Matthias Fienbork; Berlin Verlag, Berlin ISBN 978-3-8270-0917-3.
  • Afghanistan, Fotografie: Jaroslav Poncar. Edition Panorama, Mannheim 2012, ISBN 978-3-89823-454-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://property.timesonline.co.uk/tol/life_and_style/property/overseas/article3631579.ece
  2. http://www.contemporarywriters.com/authors/?p=auth519D193A0f109211E7HsY1BA97C3
  3. Gopalakrishnan, Amulya: The Greatest Literary Show on Earth. 27. Januar 2009, abgerufen am 13. November 2010 (englisch).
  4. http://www.nybooks.com/articles/archives/2004/nov/04/the-truth-about-muslims/
  5. http://www.guardian.co.uk/books/2009/sep/19/travel-writing-writers-future
  6. http://www.guardian.co.uk/travel/blog/2009/sep/19/india-cultural-trips
  7. http://www.telegraph.co.uk/culture/3655677/A-dynasty-crushed-by-hatred.html