Wireshark

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Wireshark
Logo
Screenshot
Wireshark 1.6.2 beim Mitschneiden von Netzwerktraffic
Basisdaten
Entwickler Wireshark-Community
Aktuelle Version 1.10.8
(12. Juni 2014)
Aktuelle Vorabversion 1.12.0-rc2
(13. Juni 2014)
Betriebssystem Unix, Linux, Solaris, Mac, Windows und diversen BSD-Versionen
Programmier­sprache C
Kategorie Netzwerkanalyse und Sniffer
Lizenz GPL (freie Software)
Deutschsprachig nein
www.wireshark.org

Wireshark (englisch wireDraht“, „Kabel“ und sharkHai“), früher Ethereal (engl. „himmlisch“, „ätherisch“) genannt, ist ein freies Programm zur Analyse von Netzwerk-Kommunikationsverbindungen (Sniffer).

Technische Details[Bearbeiten]

Das Werkzeug Wireshark stellt entweder während oder nach der Aufzeichnung von Datenverkehr einer Netzwerk-Schnittstelle (meist eine Ethernet-Netzwerkkarte mit TCP/IP) die Daten in Form einzelner Pakete dar. Dabei werden die Daten übersichtlich und für den Menschen nachvollziehbar analysiert. So kann der Inhalt der mitgeschnittenen Pakete betrachtet oder nach Inhalten gefiltert werden. Wireshark kann auch Statistiken zum Datenfluss erstellen oder binäre Inhalte (Bilder u. a.) extrahieren.

Unter Microsoft Windows zeichnet Wireshark den Datenverkehr transparent mit Hilfe von WinPcap auf.

Das Aufzeichnungsformat der Messdaten wurde von tcpdump entlehnt bzw. übernommen. Gleichwohl kann Wireshark zusätzlich die Formate anderer LAN-Analyzer einlesen.

Wireshark wurde ursprünglich als Ethereal von einem Team um Gerald Combs unter der GNU General Public License als freie quelloffene Software (FOSS) entwickelt.

Geschichte[Bearbeiten]

Als Gerald Combs von Ethereal Software Inc. zu CACE Technologies wechselte, startete er ein eigenes Folgeprojekt und nannte es Wireshark. Die erste Version von Wireshark wurde am 7. Juni 2006 mit der Versionsnummer 0.99.1 veröffentlicht.[1] Der Vorläufer, Ethereal, ist weiterhin in Version 0.99.0 erhältlich, wird aber nicht mehr weiterentwickelt.

Version 1.0 von Wireshark wurde am 31. März 2008 veröffentlicht.[2]

Besondere Leistungsmerkmale[Bearbeiten]

Wireshark fügt bei verschiedenen Protokollen Metainformationen zu Paketen hinzu, die sich nur aus dem Kontext des Datenflusses ergeben. So wird zu SMB-Paketen, die aus Dateioperationen stammen, der Datei- bzw. Verzeichnisname hinzugefügt, wenn das Öffnen der Datei mit aufgezeichnet wurde.

Vergangenheit und Zukunft[Bearbeiten]

Vorläufer von Ethereal und Wireshark waren Netzwerk-Analyse-Produkte kommerzieller Hersteller. In Erscheinungsform und Wirkungsweise erinnert manches an diese Vorläufer, von denen einige inzwischen durch das erfolgreiche Open-Source-Projekt Ethereal/Wireshark vom Markt verdrängt und infolgedessen eingestellt worden sind.

Die alte Frage, ob Experten-Analyse durch Automation ersetzt werden kann, ist allerdings auch durch Ethereal/Wireshark nicht beantwortet. Da in der betrieblichen Praxis der Automation kritischer Prozesse (und eben auch der Analyse dieser Prozesse) hohe Bedeutung zukommt, ist die stark manuell angelegte Nutzung von Wireshark ein Hemmnis für gewisse Formen der strategischen Nutzung. Zwar gibt es mit tshark als Teil von Wireshark ein skriptfähiges kommandozeilenbasiertes Werkzeug, dieses verfügt aber nicht über alle Funktionen von Wireshark selbst.

Letztlich ist Wireshark aber ein paket- und nicht datenorientierter Sniffer, dessen Schwerpunkt die Analyse punktueller Probleme ist.

Bemerkung zur Rechtslage in Deutschland[Bearbeiten]

Das absichtliche Abhören oder Protokollieren von fremden Funkverbindungen ist verboten, sofern es vom Netzbetreiber nicht explizit erlaubt wurde. Ungewolltes Abhören ist nach dem deutschen Telekommunikationsgesetz nicht strafbar, jedoch ist eine Speicherung, Weitergabe oder Verwendung der so erlangten Daten ebenfalls nicht zulässig.

Siehe auch: Datenschutz

Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wireshark – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Deutsch[Bearbeiten]

Englisch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ethereal is now Wireshark (englisch) – Meldung bei Wireshark, vom 7. Juni 2006
  2. Netzwerkschnüffler Wireshark in Version 1.0 erschienen – Artikel bei Heise online, vom 31. März 2008