Wollbaumgewächse
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Affenbrotbaum (Adansonia digitata), Blüte |
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Bombacoideae | ||||||||||||
| Burnett |
Die Wollbaumgewächse (Bombacoideae) sind eine Unterfamilie, die zu der Familie Malvengewächse (Malvaceae) gehören. Zur Unterfamilie zählen nur noch 16 bis 21 (früher etwa 30) Gattungen mit etwa 120 Arten. Beispielsweise der Affenbrotbaum oder Baobab (Adansonia digitata), der zu den charakteristischsten Bäumen der afrikanischen Landschaft zählt, gehört zu dieser Familie.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung [Bearbeiten]
Es sind tropische Bäume, die Wuchshöhen von bis zu 70 Metern erreichen können. Die wechselständigen Laubblätter sind einfach. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter sind mehr oder weniger stark verwachsen. Die Blüten enthalten viele Staubblätter.
Systematik [Bearbeiten]
Einzelne früher hierher gestellte Gattungen und Arten, beispielsweise die Arten der Tribus Durioneae, beispielsweise der Durian (Durio zibethinus), werden heute in die Unterfamilie Helicteroideae gestellt und die Arten des Tribus Matisieae werden zu den Malvoideae gestellt.
Diese Unterfamilie enthält etwa 21 Gattungen [1]:
- Tribus Adansonieae: Sie enthält etwa 15 Gattungen:
- Affenbrotbäume (Adansonia L.): Sie enthält etwa neun Arten, in Afrika, Madagaskar und Australien vorkommen.
- Aguiaria: Sie enthält nur eine Art:
- Aguiaria excelsa Ducke: Sie kommt in Brasilien vor.
- Bernoullia Oliv.: Sie enthält nur eine Art:
- Bernoullia flammea Oliv.: Sie kommt in der Neotropis vor.
- Bombacopsis Pittier: Sie enthält etwa 20 Arten. Gehört wohl in die Gattung Pachira eingeordnet.
- Bombax L. (Syn.: Salmalia Schott & Endl.): Die Angaben verschiedener Quellen gehen von acht bis 60 Arten aus.
- Catostemma Benth.: Sie enthält etwa zehn Arten.
- Cavanillesia Ruiz & Pav.: Sie enthält fünf Arten.
- Ceiba Mill. (Syn.: Campylanthera Schott & Endl., Chorisia H.B.K., Eriodendron DC., Erione Schott & Endl., Spirotheca Ulbr.): Sie enthält etwa zehn bis 17 Arten, die in der Neotropis vorkommen, eine Art kommt auch in Westafrika vor.
- Eriotheca Schott & Endl.: Sie enthält etwa zwölf Arten, die in der Neotropis vorkommen.
- Gyranthera Pittier: Sie enthält nur zwei Arten, die in Panama und in Venezuela vorkommen.
- Huberodendron Ducke: Sie enthält vier Arten, die in der Neotropis vorkommen.
- Neobuchia Urb.: Sie enthält nur eine Art:
- Neobuchia paulinae Urb.: Sie in kommt Haiti vor.
- Pachira Aubl.: Sie enthält etwa 24 bis 46 Arten.
- Pseudobombax Dugand: Sie enthält etwa 15 Arten.
- Scleronema Benth.: Sie enthält nur zwei Arten, die im tropischen Südamerika vorkommen.
- Spirotheca Ulbr.: Sie enthält fünf Arten.
- Tribus Ochromeae: Sie enthält nur zwei Gattungen und fünf Arten:
- "Septotheceae":
- Septotheca Ulbr.: Sie enthält nur eine Art: (mit früher fünf bis elf Arten):
- Septotheca tessmannii Ulbr.: Sie kommt in Peru vor.
- Septotheca Ulbr.: Sie enthält nur eine Art: (mit früher fünf bis elf Arten):
- Tribus Fremontodendreae:
- ×Chiranthofremontia: Sie enthält nur eine Art:
- ×Chiranthofremontia lenzii Henrickson
- Chiranthodendron Larreat.: Sie enthält nur eine Art:
- Chiranthodendron pentadactylon Larreaut: Sie kommt in Mexiko und Guatemala vor.
- Fremontodendron Coville: Sie enthält nur zwei Arten, die in Nordamerika vorkommen.
- ×Chiranthofremontia: Sie enthält nur eine Art:
Nutzung [Bearbeiten]
Einige der Gattungen sind auch kommerziell von großem Interesse, da sie entweder Holz liefern wie beispielsweise der Balsabaum (Ochroma pyramidale).
Einige Baumarten werden zur Gewinnung von des Faserstoffes Kapok, einer nicht verspinnbaren Wolle, genutzt. Hierzu gehören unter anderem der Kapokbaum (Ceiba pentandra), der Asiatische Kapokbaum (Bombax malabaricum) und Bombax emarginatum.[2]
Quellen [Bearbeiten]
- Familie der Malvaceae und dort auch der Unterfamilie der Bombacoideae bei der APWebsite. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Systematik der Malvaceae.
- ↑ Susanne Bickel-Sandkötter: Nutzpflanzen und ihre Inhaltsstoffe. Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim 2001, ISBN 3-494-02252-6.