Wycliffe Gordon

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Wycliffe Gordon

Wycliffe Gordon (* 29. Mai 1967 in Waynesboro, Georgia) ist ein amerikanischer Posaunist, Trompeter, Tubist, Sänger und Didgeridoo-Spieler des Modern Jazz.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Wycliffe Gordon stammt aus einer streng religiösen Familie; sein Vater war Kirchenorganist, was ihn schon früh musikalisch beeinflusste. Sein frühes Vorbild war Louis Armstrong.[1] Zu Beginn seiner Musikerkarriere arbeitete er mit Wynton Marsalis und dem Lincoln Jazz Orchestra, beschäftigte sich mit Swing und experimentierte mit neuen Instrumenten. In seinem Album The Search von 1999 spielt er unter anderem das Didgeridoo, außerdem beschäftigte er sich mit der Gospelmusik (The Gospel Truth), indem er einen „Posaunenchor“ einsetzt sowie dem Werk von Thelonious Monk mit einer Interpretation von dessen Komposition Ba-Lue Bolivar Ba-Lues-Are. Auf What You Dealin’ With, das Richard Cook & Brian Morton im Penguin Guide To Jazz als Gordons bislang bestes Werk bezeichnen,[2] spielte er seine Versionen von Jazzstandards von Duke Ellington (Cotton Tail), John Coltrane (Mr. P.C.), Dizzy Gillespie sowie den Hardbop-Klassiker Blue ’n’ Boogie. Gegenwärtig (2012) spielt Gordon mit einer eigenen Band, bestehend aus Jon-Erik Kelso (Trompete), Adrian Cunningham (Klarinette/Sopransaxophon) und Matt Munisteri (Banjo/Gitarre).[3]

Auf seinen Alben, die er seit 1998 für die Jazzlabel Nagel-Heyer und Criss Cross aufgenommen hat, wirkten unter anderem Eric Reed, Delfeayo Marsalis und Winard Harper mit.

Gordon wirkte außerdem an Plattenproduktionen von Cyrus Chestnut, Wynton Marsalis (auf den Alben Crescent City Christmas Card, 1989 und Blood on the Fields, 1994), Marcus Printup, Eric Reed, Randy Sandke, Joe Temperley und Rodney Whitaker mit.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten]

Als Leader

  • 1998 – Slidin’ Home (Nagel-Heyer Records)
  • 1999 – The Search (Nagel-Heyer)
  • 2000 – The Gospel Truth (Nagel-Heyer)
  • 2001 – What You Dealin’ With (Criss Cross Jazz)
  • 2002 – United Soul Experience" (Criss Cross)
  • 2003 – Dig This! (Criss Cross)
  • 2004 – In the Cross (Criss Cross)
  • 2012 – Dreams of New Orleans (Chesky)

Als Sideman und Co-Leader

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen/Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jazz Times
  2. Sie bewerten das Album mit der Höchstnote von vier Sternen.
  3. Jazz Listing Oktober 2012 in The New York Times