Zim Integrated Shipping Services

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Das Logo des Unternehmens

Das israelische Schifffahrtsunternehmen Zim Integrated Shipping Services Ltd., kurz ZIM, (hebr.: צים) mit Sitz in Haifa zählt zu den 20 größten Containerschiffsreedereien der Welt. Es gehört zur Israel Corporation, die wiederum mehrheitlich im Besitz der Ofer Brothers Group ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kedmah 1951
Die Netanya (1970)
Die Zim Rio Grande (2010)
Die Zim Rotterdam bei Blankenese auf den Weg in den Hamburger Hafen, Frühling 2014

Gründung[Bearbeiten]

ZIM wurde 1945 gemeinsam durch die Einwanderungsorganisation Jewish Agency, den Gewerkschaftsdachverband Histadrut und die Palestine Maritime League als ZIM Israel Navigation Company gegründet. 1947 erwarb man das erste Passagierschiff, die Kedmah. In den Aufbaujahren des israelischen Staates bestand die Flotte der ZIM in der Hauptsache aus umgebauten Einwandererschiffen.

1953-1968[Bearbeiten]

Ab 1953 begann die ZIM mit dem Aufbau einer größeren Flotte. In den folgenden 15 Jahren erwarb die ZIM 36 Passagierschiffe, Frachter, Massengutschiffe und Tanker, mit denen zahlreiche Passagier- und Frachtdienste eröffnet wurden. Durch den Siegeszug der Passagierluftfahrt häuften jedoch auch ZIM's Linienpassagierdienste gegen Ende der 1960er Jahre so hohe Verluste auf, dass diese eingestellt wurden. Das letzte Passagierschiff, die 1961 gebaute Moledet, wurde am 28. September 1970 verkauft.

Umbau und Containerisierung[Bearbeiten]

1969 übertrug die israelische Regierung die Hälfte der Unternehmensanteile der ZIM an die Israel Corporation, die das Unternehmen zu einer international ausgerichteten Frachtschiffsreederei umbaute. Zum 25-jährigen Firmenjubiläum im Jahr 1970 betrieb ZIM 77 eigene und 70 gecharterte Schiffe auf 19 Liniendiensten, die jährlich 4,3 Millionen Tonnen Ladung beförderten. In diesem Jahr begann die Reederei, sich mit der Bestellung von sechs neuen Containerschiffen, neuen Containern und Landausrüstungen auf die technologische Umstellung der weltweiten Ladungsverkehre auszurichten. Zwei Jahre darauf eröffnete das Unternehmen den ZIM Container Service (ZCS) der Israel in einem 100-Tage-Dienst mit Häfen in Fernost, Asien, Amerika und Europa verbindet. Daneben wurden Rohöltanker für den Öltransport vom Iran nach Israel beschäftigt.

Ausbau[Bearbeiten]

Von 1990 bis 1997 baute Zim seine Flotte unter anderem mit 15 Containerschiffsneubauten aus, um wöchentliche Abfahrten auf seinen Liniendiensten zu ermöglichen. Ab 1997 konzentrierte man sich im Angesicht einer schwachen Schifffahrtskonjunktur auf die Optimierung und Ausbau des laufenden Betriebes. So wurden der Flotte in diesen Jahren weitere 13 neue 5000-TEU Containerschiffe hinzugefügt.

Im Jahr 1999 übernahm die Ofer Brothers Group die Anteilsmehrheit der Israel Corporation. 2004 übernahm die Israel Corporation die restlichen Anteile der ZIM von der israelischen Regierung. Danach wurden 13 neue Containerschiffe in die Flotte integriert und weitere bestellt. Das Unternehmen bietet inzwischen über die Schifffahrt hinaus weitere Transportdienste und Logistiklösungen an.

Name, Flagge und Schornstein[Bearbeiten]

Der Name „ZIM“ wurde von Israels erstem Verkehrsminister, David Remez vorgeschlagen und gründet auf einer Passage des Alten Testaments, in der das hebräische Wort „Zim“ für "große Schiffe" steht. Der Name wurde gewählt, da er mit dem Ziel des Unternehmens, eine große Handelsflotte aufzubauen, übereinstimmte.

Die Kontorflagge der Reederei basiert auf einem 1896 von Theodor Herzl erstellten Entwurf einer künftigen Nationalflagge eines Staat Israel. Herzls Entwurf stellte sieben mittig angeordnete goldene Sterne auf weißem Grund dar. Die beiden horizontalen blauen Streifen der späteren Nationalflagge wurden dem Entwurf erst später beigefügt. Auch die Schornsteinbemalung der ZIM-Schiffe nimmt die Farbgebung der Kontorflagge wieder auf.

Weblinks[Bearbeiten]