Zuaven

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Kriegsgefangene Zuaven im Ersten Weltkrieg unter deutscher Bewachung

Zuaven nannten sich die Angehörigen historischer Infanterieeinheiten. Der Name geht auf den kabylischen Stamm der Zuauas im Distrikt Zuaua (Zuavia) in der algerischen Provinz Constantine zurück, die bereits zu Zeiten des Osmanischen Reiches Söldnertruppen stellten, die für ihre Tapferkeit berühmt waren.

Geschichte[Bearbeiten]

Zu Beginn der Eroberung Algeriens stellte Frankreich am 1. Oktober 1830 ein Corps des Zouaves auf, das unter dem Befehl des Generals Clauzel stand.[1] Der Begriff Zuave wurde bald allgemein für in Nordafrika rekrutierte Söldner gebraucht. Die Zuaven trugen auffällige, an türkisch-orientalische Trachten angelehnte Uniformen.

Im Krimkrieg zeichneten sich Zuavenregimenter mehrfach aus (unter anderem bei den Schlachten von Alma, Inkerman und Malakoff) und begründeten den legendären Ruf dieser Einheiten.

Dies veranlasste zeitweise auch andere Länder, Zuaveneinheiten aufzustellen, die allerdings nicht aus Nordafrikanern bestanden, sondern lediglich die bunten Trachten der französischen Vorbilder übernahmen. So stellten die Unionsstaaten wie auch die Konföderierten im Amerikanischen Bürgerkrieg verschiedene Zuavenregimenter auf; auch in Brasilien, den Päpstlichen Staaten und der Türkei gab es entsprechende Truppen.

Die Zuaven entwickelten sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu einer regulären Infanterietruppe der französischen Armee mit Elitecharakter. Zu den Zuaven-Regimentern wurde ein Großteil der wehrpflichtigen europäischen Einwohner Französisch-Nordafrikas eingezogen, aber auch Franzosen aus dem Mutterland. Infolge der algerischen Unabhängigkeit löste man die letzten Zuaven-Einheiten 1963 auf.

Zuaven in Bildern[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Solka, M.A.: Die Zuaven im Amerikanischen Bürgerkrieg, Verlag f. Amerikanistik, 2003, ISBN 3-89510-089-7

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zuaven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Zuave – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag Zuaven in: Wilhelm Rüstow: Militärisches Handwörterbuch, Zweiter Band, Seite 450. Zürich 1859, abgefragt am 1. Oktober 2010