Zwota
50.35472222222212.431944444444581Koordinaten: 50° 21′ 17″ N, 12° 25′ 55″ O
| Zwota
Stadt Klingenthal
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| Höhe: | 581 m | |
| Fläche: | 21,78 km² | |
| Einwohner: | 1366 (31. Dez. 2012) | |
| Eingemeindung: | 1. Januar 2013 | |
| Postleitzahl: | 08267 | |
| Vorwahl: | 037467 | |
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Lage von Zwota in Sachsen |
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Zwota ist ein Ort an der Zwota im sächsischen Vogtlandkreis. Am 1. Januar 2013 fusionierte die bisherige Gemeinde Zwota mit Klingenthal zur neuen Stadt Klingenthal und ist jetzt neben Klingenthal und Mühlleithen einer der drei Ortsteile.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Zwota liegt westlich des Ortsteils Klingenthal und wird im Norden vom Erzgebirge sowie im Süden vom Elstergebirge begrenzt. Höchster Berg in der näheren Umgebung ist mit 805 m ü. NN der westlich gelegene Hohe Brand. Die Häuser befinden sich rechts und links des gleichnamigen Flusses Zwota. Dieser Fluss prägte die Geologie des Tales.
Klima [Bearbeiten]
Der Jahresniederschlag beträgt 995 mm. Der Niederschlag liegt im oberen Drittel der Messstellen des Deutschen Wetterdienstes. Über 85 % zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat ist der Oktober; am meisten regnet es im August. Im niederschlagreichsten Monat fällt ca. 1,5mal mehr Regen, als im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im oberen Drittel. In 68 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.
Geschichte [Bearbeiten]
Der Bach Zwota wurde 1122 als Zwotawa erstmals urkundlich erwähnt, die gleichnamige Siedlung erst wesentlich später. Der Name Zwotawa leitet sich von dem sorbischen Wort Suwoda ab, was so viel wie Grenzwasser bedeutet. Nach 1537/38 wurde eine „bredt und mahl muhl, die Zwotamuhl genennt“ errichtet, die von Nickel Baumgärtel, dem Nachkommen der Erbauer, 1567 an Adam Lorenz verkauft wurde. Um 1610 ist Hans Gottfried als Müller erwähnt. Ab dem 17. Jahrhundert begann sich langsam eine Industrie zu entwickeln, ein oberer und ein unterer Hammer wurden errichtet, bei dem sich Hammerarbeiter aus dem Erzgebirge und Böhmen ansiedelten, außerdem Bergarbeiter und Holzfäller. 1698 wurde der Bau eines Hochofens genehmigt. Im 18. Jahrhundert führten böhmische Exulanten, die im vorherigen Jahrhundert zugewandert waren, den Geigenbau ein. Daraufhin entwickelte sich in den folgenden Jahren die Herstellung von Saiten und Musikinstrumenten: Mund- und Handharmonikas wurden im unteren, Holzblasinstrumente im oberen Ortsteil produziert. Seit 1875 gab es einen Bahnanschluss (Bahnstrecke Zwotental–Klingenthal).
Bei der Gemeindefusion 2013 wurden die bisherigen Ortsteile Oberzwota und Zwota-Zechenbach in den Ortsteil Zwota eingegliedert.[1]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
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Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Die letzte Gemeinderatswahl fand am 7. Juni 2009 statt. Bei der Wahl entfielen auf die Wählergemeinschaft (WG) Zwota 62,1 % und auf die Christlich Demokratische Union (CDU) 37,9 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,4 %.
Für den Gemeinderat (seit 1. Januar 2013 zugleich Ortschaftsrat und Teil des Klingenthaler Stadtrats[1]) resultiert daraus folgende Sitzverteilung:
- Wählergemeinschaft (WG) Zwota: 8 Sitze
- Christlich Demokratische Union (CDU): 4 Sitze
Der bisherige Bürgermeister, Thomas Hennig[2], ist bis zur nächsten Wahl wie der bisherige Bürgermeister von Klingenthal Mitglied des Stadtrats.[1]
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft [Bearbeiten]
In Zwota existieren gegenwärtig 24 Gewerbebetriebe aus verschiedenen Branchen, darunter mehrere Betriebe des Bauhauptgewerbes sowie der Musikinstrumentenindustrie. Von besonderer Bedeutung ist zudem der Tourismus.
Bildung [Bearbeiten]
Zwota besitzt einen Kindergarten.
Forschung [Bearbeiten]
Mit dem 1951 gegründeten Institut für Musikinstrumentenbau, einem An-Institut der Technischen Universität Dresden, verfügt Zwota über eine Forschungs- und Dienstleistungseinrichtung in den Fachgebieten Akustik und Schwingungstechnik sowie Werkstoffkunde.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
- Harmonikamuseum Zwota
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Naturlehrpfad Hüttenbachtal
- Knockhof, denkmalgeschütztes Wohnhaus aus dem Jahr 1726 mit Doppelwalmdach
- Kirche aus dem Jahr 1885
Literatur [Bearbeiten]
- Zwota. In: Anonymus Das obere Vogtland, S.77–78, Akademieverlag Berlin 1976
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b c d Vereinbarung Gemeindefusion (PDF-Datei, 8 Seiten, 366 KB)
- ↑ Freie Presse vom 12. April 2010 [1]
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Seite von Zwota
- Zwota im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen