Adorf/Vogtl.
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Regierungsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Vogtlandkreis | |
| Höhe: | 494 m ü. NN | |
| Fläche: | 42,80 km² | |
| Einwohner: | 5717 (31. Dez. 2006)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 134 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 08626 | |
| Vorwahl: | 037423 | |
| Kfz-Kennzeichen: | V (früher OVL) | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 1 78 010 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 08626 Adorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Mariechen Bang (CDU) | |
Adorf/Vogtl. ist eine Kleinstadt im sächsischen Vogtlandkreis. Sie gehört der grenzüberschreitenden Vereinigung Freunde im Herzen Europas an.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Adorf entstand um 1200 an der Straße von Plauen nach Eger. Die Stadt selbst wurde 1290 oberhalb des Dorfes angelegt. 1294 erfolgte die Erwähnung als oppidum Adorph, 1328 als stat czu Ahdorf, 1461 als Adruff und 1557 als Adroff. Der Name des Dorfes, welcher sich von Dorf in der Aue (Aue von mittelhochdt. ouwe = von Wasser umflossenes Land, Insel, nasse Wiese) ableitet, wurde übernommen. Die Wirtschaft der Stadt wurde im Mittelalter von der genannten Straße sowie einer weiteren Verbindungsstraße von Böhmen nach Hof begünstigt. 1293 wurde das Stadtrecht verliehen. Ab spätestens 1398 gab es einen Bürgermeister und einen Rat. 1357 fiel Adorf an die Markgrafschaft Meißen, 1485 an das Kurfürstentum Sachsen, 1547 an die Vögte von Plauen und 1569 endgültig an Sachsen. 1522 begann die Reformation. 1865 erhielt die Stadt Eisenbahnanschluss. 1889 wurde der lokale Arbeiterverein gegründet, 1906 die SPD-Ortsgruppe sowie 1919 die KPD-Ortsgruppe. Adorf gehörte bis zur Bildung des Vogtlandkreises 1996 zum Landkreis Oelsnitz (Kfz.-Kennz. OVL). Am 11. August 2006 benannte sich die Stadt von Adorf in Adorf/Vogtl. um.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember)[1]:
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[Bearbeiten] Gedenkstätten
Auf dem Ortsfriedhof befindet sich ein Sowjetischer Ehrenhain mit den Gräbern von 13 Kriegsgefangenen sowie von Frauen und Männern, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden.
[Bearbeiten] Stadtteile
Zu Adorf gehören die Orte Arnsgrün, Hermsgrün, Gettengrün, Remtengrün, Leubetha, Sorge, Jugelsburg, Rebersreuth und Freiberg.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Eisenbahn
Adorf kann sowohl mit der Deutschen Bahn als auch mit der privaten Vogtlandbahn erreicht werden. Letztere wickelt den gesamten Nahverkehr für Adorf ab. Damit sind von Adorf direkt erreichbar: Zwickau, Falkenstein/Vogtl., Hof (Saale) und Plauen. Die Deutsche Bahn bietet Regionalexpress-Züge nach Bad Brambach und Leipzig an. Ebenso erreichbar sind die tschechischen Städte Cheb und Marianske Lazne.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der große 231 m lange Marktplatz wurde schon im 13. Jahrhundert angelegt. Die Stadtkirche St. Michaelis wurde 1904-06 im Jugendstil errichtet. Das Rathaus stammt von 1896. Das Freiberger Tor, das einzige erhaltene Stadttor des Vogtlandes, beherbergt das Heimatmuseum mit der größten Perlmuttausstellung Deutschlands.
Adorf ist in Kreisen von Modellbaufreunden durch die dortige Miniaturschauanlage Klein-Vogtland bekannt geworden. Sie wurde am 17. Juni 1995 eröffnet und stellt eine Reihe von vogtländischen Sehenswürdigkeiten in Form von Miniaturmodellen aus, darunter die Göltzschtalbrücke und die Klingenthaler Rundkirche. Zur Ausstellung gehört auch eine LGB-Gartenbahn und ein Botanischer Garten. Im Botanischen Garten befindet sich die größte Kalktuffabteilung Deutschlands. Im Mai 2006 wurde die Discothek Glashaus in den Räumen des ehemaligen Waldbads eröffnet.
Im Ortsteil Remtengrün steht in 566 m ü. NN ein hölzerner Aussichtsturm.
[Bearbeiten] Sport
- VFC Adorf
- ESV Lok Adorf e.V.
[Bearbeiten] Vereine
- Adorfer Carneval-Verein e.V.
- Obervogtländischer Modelleisenbahn Club e.V.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Ehrenbürger
- 1. April 1895 Otto Fürst von Bismarck
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Johann Caspar Kerll (1627–1693), Organist, Cembalist und Komponist
- Johann Gottlob Trampeli (1742–1812), Orgelbauer
- Carl Gotthelf Todt, Bürgermeister von 1832 bis 1849 und Mitglied des Siebzehnerausschuss
- Karl Hermann Müller-Samerberg (1869–1946), Maler
- Reinhold Huhn (1943–1962), an der Berliner Mauer erschossener DDR-Grenzsoldat
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen
- ↑ a b c d e Albert Schiffner: Handbuch der Geographie, Statistik und Topographie des Königreiches Sachsen. Band 1. Leipzig 1839.
[Bearbeiten] Weblinks
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