Übergangsbeihilfe

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Die Übergangsbeihilfe ist eine einmalige finanzielle Zuwendung an ausscheidende Soldaten auf Zeit (SaZ) und freiwilligen Wehrdienst Leistende der deutschen Bundeswehr. Sie kann daher als eine Art „Abfindung“ für die in der Bundeswehr geleistete Dienstzeit angesehen werden.

Grundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Bundeswehr ausscheidende Zeitsoldaten und freiwilligen Wehrdienst Leistende besitzen auf Grundlage des Soldatenversorgungsgesetzes (SVG) einen Anspruch auf die Zahlung eines einmaligen Geldbetrages, der mit der Entlassung aus dem aktiven Dienstverhältnis in einer Summe ausgezahlt wird. Die Bezugshöhe ist von der Dauer der geleisteten Dienstzeit und der Höhe der letzten Dienstbezüge abhängig. Zusammen mit dem Anspruch auf Übergangsgebührnisse sind die Übergangsbeihilfen als finanzielle Unterstützung für eine möglichst rasche Wiedereingliederung von Soldaten in den zivilen Arbeitsmarkt und zum Schließen von etwaigen Versorgungslücken gedacht. So werden beispielsweise die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung auf Basis der jährlichen Bruttobezüge der zu entlassenden Zeitsoldaten verrechnet und durch die Wehrbereichsverwaltung in die gesetzlichen Rentenkassen nachgezahlt. Aufgrund des im Vergleich zur freien Wirtschaft aber eher geringeren Bruttoeinkommens von Bundeswehrsoldaten könnten daher ohne zusätzliche Vorsorge im Alter finanzielle Einbußen entstehen.

Mit dem Inkrafttreten des Bundeswehrreformbegleitgesetzes am 26. Juli 2012 wurde die Höhe der Übergangsbeihilfen für alle Soldaten, die nach diesem Stichtag ernannt wurden, neu geregelt. Für alle Soldaten, die bereits vor dem 26. Juli 2012 Soldat waren, gelten weiterhin die alten Bestimmungen des SVG.

Bezugshöhe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soldaten auf Zeit und freiwilligen Wehrdienst Leistende mit einer Wehrdienstzeit von mehr als sechs Monaten erhalten, sofern sie nach dem 26. Juli 2012 zum Soldaten ernannt wurden, bei der Beendigung ihres Dienstverhältnisses oder wegen Dienstunfähigkeit bei einer geleisteten Dienstzeit von:

  1. weniger als 18 Monaten 1,5-facher Betrag
  2. 18 Monaten und weniger als 2 Jahren 1,8-facher Betrag
  3. 2 und weniger als 4 Jahren 2-facher Betrag
  4. 4 und weniger als 5 Jahren 4-facher Betrag
  5. 5 und weniger als 6 Jahren 4,5-facher Betrag
  6. 6 und weniger als 7 Jahren 5-facher Betrag
  7. 7 und weniger als 8 Jahren 5,5-facher Betrag
  8. 8 und weniger als 9 Jahren 6-facher Betrag
  9. 9 und weniger als 10 Jahren 6,5-facher Betrag
  10. 10 und weniger als 11 Jahren 7-facher Betrag
  11. 11 und weniger als 12 Jahren 7,5-facher Betrag
  12. 12 und weniger als 13 Jahren 8-facher Betrag
  13. 13 und weniger als 14 Jahren 8,5-facher Betrag
  14. 14 und weniger als 15 Jahren 9-facher Betrag
  15. 15 und weniger als 16 Jahren 9,5-facher Betrag
  16. 16 und weniger als 17 Jahren 10-facher Betrag
  17. 17 und weniger als 18 Jahren 10,5-facher Betrag
  18. 18 und weniger als 19 Jahren 11-facher Betrag
  19. 19 und weniger als 20 Jahren 11,5-facher Betrag
  20. 20 und mehr Jahre 12-facher Betrag


der Dienstbezüge des letzten Monats in einer Summe ausbezahlt.

Für Inhaber eines Eingliederungsscheins beträgt die Übergangsbeihilfe allerdings nur 25 Prozent und für die Nutzer eines Zulassungsscheins nur 50 Prozent der regulären Bezugshöhe.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]