(311) Claudia

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Asteroid
(311) Claudia
Ein dreidimensionales Modell von (311) Claudia basierend auf ihrer Lichtkurve
Ein dreidimensionales Modell von (311) Claudia basierend auf ihrer Lichtkurve
Eigenschaften des Orbits (Animation)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie Koronis-Familie
Große Halbachse 2,9 AE
Exzentrizität 0,006
Perihel – Aphel 2,883 AE – 2,917 AE
Neigung der Bahnebene 3,2°
Länge des aufsteigenden Knotens 81,1°
Argument der Periapsis 29°
Siderische Umlaufzeit 4 a 343 d
Mittlere Orbitalgeschwindigkeit 17,5 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 24 km
Albedo 0,3381
Rotationsperiode 7 h 32 min
Absolute Helligkeit 9,89 mag
Spektralklasse S
Geschichte
Entdecker A. Charlois
Datum der Entdeckung 11. Juni 1891
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten von JPL Small-Body Database Browser. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(311) Claudia ist ein Asteroid des Asteroiden-Hauptgürtels, der am 11. Juni 1891 von Auguste Charlois am Observatorium von Nizza entdeckt wurde[1]. Der Name wurde Charlois vom Amateurastronom Arthur Mee aus Cardiff, Wales, zum Gedenken an Mee's Frau Claudia vorgeschlagen[2].

(311) Claudia bewegt sich in einem Abstand von 2,8726 (Perihel) bis 2,9205 (Aphel) astronomischen Einheiten in 4,9297 Jahren um die Sonne. Die Bahn ist 3,2250° gegen die Ekliptik geneigt, die Bahnexzentrizität beträgt 0,0083.

(311) Claudia hat einen Durchmesser von 24 Kilometern. Sie besitzt eine sehr helle Oberfläche mit einer Albedo von 0,338. In rund 7 Stunden und 32 Minuten rotiert sie um die eigene Achse.

Sie gehört zur Koronis-Asteroidenfamilie, einer Gruppe von Asteroiden, die nach (158) Koronis benannt ist. Eine Gruppe von Astronomen, darunter Lucy d'Escoffier Crespo da Silva und Richard P. Binzel, verwendete Beobachtungen aus den Jahren 1998 bis 2000, um die Spin-Vektor-Ausrichtung dieser Asteroiden zu bestimmen, darunter auch (311) Claudia. Die gemeinsame Arbeit führte zur Entwicklung von 61 neuen individuellen Rotationslichtkurven, um frühere veröffentlichte Beobachtungen zu ergänzen[3].

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lutz D. Schmadel: Dictionary of Minor Planet Names. 5. Auflage. Springer, 2003, ISBN 3-540-00238-3.
  2. Mee, Arthur B. P.: Astronomical Notes. In: Weekly Mail. 2. April 1910, S. 11 (org.uk [abgerufen am 20. Oktober 2018]).
  3. Slivan, S. M., Binzel, R. P., Crespo da Silva, L. D., Kaasalainen, M., Lyndaker, M. M., Krco, M.: Spin vectors in the Koronis family: comprehensive results from two independent analyses of 213 rotation lightcurves. In: Icarus. Nr. 162, 2003, S. 285–307, bibcode:2003Icar..162..285S.