1-Chlorheptan

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Strukturformel
Strukturformel von 1-Chlorheptan
Allgemeines
Name 1-Chlorheptan
Andere Namen
  • n-Chlorheptan
  • Heptylchlorid
Summenformel C7H15Cl
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 629-06-1
EG-Nummer 211-070-9
ECHA-InfoCard 100.010.065
PubChem 12371
Wikidata Q15726086
Eigenschaften
Molare Masse 134,65 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

0,88 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−70 °C[1]

Siedepunkt

159 °C[1]

Dampfdruck
Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (14 mg·l−1 bei 20 °C)[1]

Brechungsindex

1,425 (20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 226
P: 210​‐​370+378 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

1-Chlorheptan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der gesättigten organischen aliphatischen Halogenkohlenwasserstoffe.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1-Chlorheptan kann durch Reaktion von 1-Heptanol mit Thionylchlorid in Pyridin gewonnen werden.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1-Chlorheptan ist eine feuchtigkeitsempfindliche, wenig flüchtige, farblose Flüssigkeit, die praktisch unlöslich in Wasser ist.[1] Bei Normaldruck siedet die Verbindung bei 159 °C. Die Dampfdruckfunktion ergibt sich nach Antoine entsprechend log10(P) = A−(B/(T+C)) (P in bar, T in K) mit A = 3,9631, B = 1410,064 und C = −77,511 im Temperaturbereich von 308 K bis 433 K.[4] Es bildet leicht entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt bei 41 °C.[1][5] Die Zündtemperatur beträgt 220 °C.[1][5] Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T3.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1-Chlorheptan wird als Synthesechemikalie verwendet.[1] Es wurde auch bei der Kopplung einer GC an den ICP-MHMS-FPC zur Bestimmung von halogenierten Kohlenwasserstoffen und Organometallverbindungen verwendet.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n Eintrag zu 1-Chlorheptan in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 9. Januar 2019 (JavaScript erforderlich).
  2. a b Datenblatt 1-Chloroheptane, 99% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 30. Juli 2014 (PDF).
  3. William Brown, Christopher Foote, Brent Iverson, Eric Anslyn: Organic Chemistry. Cengage Learning, 2008, S. 386 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Kemme, H.R.; Kreps, S.I.: Vapor pressure of primary n-alkyl chlorides and alcohols in J. Chem. Eng. Data 14 (1969) 98–102, doi:10.1021/je60040a011.
  5. a b E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen. Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase. Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft, Bremerhaven 2003.