2-Diethylaminoethanol

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Strukturformel
Strukturformel von 2-(Diethylamino)ethanol
Allgemeines
Name 2-Diethylaminoethanol
Andere Namen
  • N,N-Diethylethanolamin
  • 2-Hydroxytriethylamin
  • DEAE
  • DEEA
Summenformel C6H15NO
CAS-Nummer 100-37-8
PubChem 7497
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit aminartigem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 117,19 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

0,88 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−70 °C[1]

Siedepunkt

161 °C[1]

Dampfdruck

1,9 mbar (20 °C)[1]

Löslichkeit

mischbar mit Wasser[1]

Brechungsindex

1,4414 (20 °C, 589 nm)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)[3], ggf. erweitert[1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 06 – Giftig oder sehr giftig 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226​‐​302​‐​311+331​‐​314
P: 210​‐​280​‐​303+361+353​‐​304+340+310​‐​305+351+338​‐​370+378 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][5]
Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 10​‐​20/21/22​‐​34
S: 25​‐​26​‐​36/37/39​‐​45
MAK

Schweiz: 10 ml·m−3 bzw. 50 mg·m−3[6]

Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

2-(Diethylamino)ethanol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Aminoalkohole.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diethylethanolamine kann durch Reaktion von Diethylamin und Ethylenoxid gewonnen werden.[7]

Auch möglich ist die Herstellung durch Reaktion von Diethylamin und Ethylenchlorhydrin.[8]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2-(Diethylamino)ethanol ist eine wenig flüchtige, entzündbare, hygroskopische, farblose Flüssigkeit mit ammoniakartigem Geruch, die mischbar mit Wasser ist. Ihre Wässrige Lösung reagiert stark alkalisch.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2-(Diethylamino)ethanol wird als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Procain verwendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l Eintrag zu 2-(Diethylamino)ethanol in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 23. Juli 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. Datenblatt 2-Diethylaminoethanol (PDF) bei Merck, abgerufen am 12. November 2012.
  3. Eintrag zu 2-diethylaminoethanol im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  5. Datenblatt 2-(Diethylamino)ethanol, ≥99.5% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 12. November 2012 (PDF).
  6. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA): Grenzwerte am Arbeitsplatz 2015 – MAK-Werte, BAT-Werte, Grenzwerte für physikalische Einwirkungen, abgerufen am 2. November 2015.
  7. Allen F. Bollmeier, Jr.: Alkanolamines. In: Jacqueline I. Kroschwitz (Hrsg.): Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology, 4th. Auflage, Band 2, John Wiley & Sons, Inc., New York 1999, ISBN 978-0471419617, S. 1-34.
  8. Diethylaminoethanol. USDA. 2/15/2001. Abgerufen am 8/28/2012.