Aalbek (Hemmelsdorfer See)

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Aalbek
Die Aalbek in der Aalbek-Niederung

Die Aalbek in der Aalbek-Niederung

Daten
Lage Schleswig-Holstein, Deutschland
Flusssystem Aalbek
Quelle Ruppersdorfer See
53° 58′ 52″ N, 10° 48′ 15″ O
Mündung in den Niendorfer HafenKoordinaten: 53° 59′ 34″ N, 10° 48′ 55″ O
53° 59′ 34″ N, 10° 48′ 55″ O
Mündungshöhe m
Gemeinden Niendorf

Die Aalbek, vereinzelt auch Aalbeek, ist ein Fluss in den Gemeinden Ratekau und Timmendorfer Strand im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein.

Sie entwässert den nordöstlich von Ratekau gelegenen Ruppersdorfer See in Richtung Osten. Nach etwa 2 km erreicht sie den südwestlichen Teil des Hemmelsdorfer Sees, den sie an seinem nördlichen Ende wieder verlässt. Nach weiteren knapp 2 km mündet die Aalbek am westlichen Ortsrand von Niendorf in die Ostsee. An ihrer Mündung befindet sich der Niendorfer Hafen.

Aalbek-Niederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die am Unterlauf der Aalbek zwischen dem Hemmelsdorfer See und den Osteseebädern Timmendorfer Strand und Niendorf gelegene Aalbek-Niederung wurde am 31. Dezember 1984 zum Naturschutzgebiet erklärt. Der Nordteil des Sees ist Teil des Naturschutzgebiets, das insgesamt eine Größe von 349 ha aufweist. Die Aalbek-Niederung wurde als Natura-2000-Gebiet benannt und gilt damit als ein Schutzgebiet von europäischem Rang. Die Niederung liegt im Durchschnitt nur 0,3 m ü. NN. Es handelt sich um eine Verlandungsniederung einer ehemaligen nach der letzten Kaltzeit (Weichseleiszeit) entstandenen Förde. Der Bruchwald, der Seggenrasen und die Feuchtwiesen am Nordufer des Hemmelsdorfer Sees sind Lebensraum einer artenreichen Wasservogel-, Lurch- und Insektenfauna.

Neben der Aalbek wird die Niederung von der östlich parallel verlaufenden Twerbek (auch Querbek genannt) durchflossen, die ebenfalls den Hemmelsdorfer See verlässt und sich nach etwa 1500 m mit der Aalbek vereinigt (). Rund 550 m östlich der Aalbek bzw. 200 m östlich der Twerbek befinden sich die Reste der Burg Gosevelde.

Durch das Naturschutzgebiet führen mehrere Wanderwege, unter anderem vom Parkplatz des in der Nähe gelegenen Vogelparks Niendorf. Nahe dem Seeufer befindet sich der Hermann-Löns-Blick (), ein Aussichtsturm, der dem Besucher einen weiten Rundblick über die Landschaft eröffnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Diehl, Dorothea Diehl: Naturschutzgebiete an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins (= Berichte des Vereins „Natur und Heimat“ und des Naturhistorischen Museums zu Lübeck. Heft 19/20, ISSN 0067-5806). Verein „Natur und Heimat“ u. a., Lübeck 1986.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]