Achim Steiner

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Achim Steiner (* 17. Mai 1961 in Carazinho, Brasilien) ist ein deutsch-brasilianischer Politiker und Untergeneralsekretär bei den Vereinten Nationen (UN). Bis 2016 leitete er als Exekutivdirektor das UN-Umweltprogramm (UNEP).[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achim Steiner (links) auf der „TUNZA - International Youth Conference 2007“ in Leverkusen

Achim Steiner, in Brasilien geboren und aufgewachsen, studierte Philosophie, Politik und Ökonomie an der University of Oxford. An der University of London folgte ein Master-Degree in Ökonomie und Regionalplanung. Studienaufenthalte am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in Berlin und an der Harvard Business School schlossen sich an. Nach seinem Studium hatte Steiner zunächst bei Umweltverbänden auf der lokalen Ebene gearbeitet, bevor er seine Arbeit im internationalen Umweltschutz aufnahm.

Steiner war zunächst für die weltweit größte Naturschutzorganisation IUCN in Washington, D.C. und Asien tätig und wurde 1998 Generalsekretär der World Commission on Dams (WCD) in Kapstadt. 2001 kehrte er zur IUCN als Generaldirektor der World Conservation Union IUCN mit Sitz im schweizerischen Gland zurück.

Direktor des UN-Umweltprogramms[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. März 2006 wurde Achim Steiner in Nairobi von UN-Generalsekretär Kofi Annan als Nachfolger von Klaus Töpfer für das Amt des Exekutivdirektors von UNEP nominiert und einen Tag später von der UN-Generalversammlung gewählt. Sein Amt trat er am 15. Juni 2006 an. Am 22. April 2010 wurde Steiner für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Die zweite Berufungsperiode begann am 15. Juni 2010 und endet am 14. Juni 2014.

Während Steiners Amtszeit wurde das Budget des UNEPs von 7 Mrd. US-Dollar im Jahr 2012 auf 21 7 Mrd. US-Dollar für den Zeitraum 2014 bis 215 erweitert. Dies entspricht 0,67 % der Gesamtausgaben der UN im Zeitraum 2014 bis 2015.[2] 2012 wurde er für sein Engagement mit dem Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises ausgezeichnet.[3]

Steiner gab seinen Rücktritt zum Juni 2016 bekannt. Er hat einen Ruf an die Martin School an der University of Oxford angenommen.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Es reicht nicht, nur Kritiker zu sein, Interview von Bernhard Pötter, taz, 13. August 2016
  2. About our budget. In: unep.org. Abgerufen am 24. Mai 2016 (englisch).
  3. Ehrenpreisträger. Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis, abgerufen am 20. Dezember 2016 (Auswahl Jahr 2012 erforderlich).
  4. Adam Vaughan: UK renewables cuts 'risk slowing shift to clean energy'. In: theguardian.com. 24. Mai 2016, abgerufen am 24. Mai 2016 (englisch).