Adolf Ahrens (Kapitän)

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Adolf Ahrens (* 17. September 1879 in Geestemünde; † 21. Januar 1957 in Bremen) war Kapitän und Kommodore sowie ein deutscher Politiker.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahrens Vater war Gärtner bei der Rickmerswerft in Bremerhaven. Adolf Ahrens schlug 1893 – mit 14 Jahren – die Seefahrerlaufbahn ein. Er wurde Schiffsjunge auf einem Segelschiff. 1898 war er Steuermann und 1901 Schiffs-Offizier beim Norddeutschen Lloyd. In der schifffahrtslosen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg war er bis 1923 kaufmännisch und danach wieder beim Lloyd tätig.

1928 wurde ihm das Kommando über die Columbus, das damalige Flaggschiff des Lloyd, übertragen. 1934 trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 3.399.161).[1] 1936 wurde er dann Kapitän der Bremen. 1939, bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, gelang ihm mit der Bremen die spektakuläre Überführung des Schiffes von New York über Murmansk nach Bremerhaven. Hierfür wurde er zum Kommodore des Norddeutschen Lloyd ernannt. 1941 trat er in den Ruhestand.

Er betätigte sich auch als Schriftsteller. Nahezu alle seiner Bücher wurden aufgrund ihrer nationalsozialistischen Ausprägung in der SBZ 1946 auf die Liste auszusondernder Literatur gesetzt.[2]

Ahrens war von 1949 bis 1953 Mitglied des ersten Deutschen Bundestages (MdB). Er wurde über die Landesliste der Deutschen Partei (DP) in Bremen gewählt. Zudem verwaltete er das Haus Seefahrt in Bremen. Von 1952 bis 1953 war er zudem Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmut Gewalt: Angehörige des Bundestags / I. - X. Legislaturperiode ehemaliger NSDAP- & / oder Gliederungsmitgliedschaften (pdf-Datei, abgerufen am 19. November 2011; 61 kB).
  2. Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone (Hrsg.): Liste der auszusondernden Literatur. Vorläufige Ausgabe. Zentralverlag, Berlin 1. April 1946, S. 5 (polunbi.de [abgerufen am 22. Juni 2017]).