Adolf Beck (Philologe)

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Adolf Beck (* 1. Mai 1906 in Ludwigsburg; † 18. April 1981 in Tübingen) war ein deutscher Germanist und Hölderlin-Experte.

Beck begann 1924 zunächst ein Theologiestudium am Evangelischen Stift Tübingen, arbeitete zwei Jahre als Hauslehrer und studierte dann von 1927 bis 1935 Germanistik und Klassische Philologie in Berlin und Königsberg. Nach zweijähriger Assistentenzeit bei Julius Petersen in Berlin wurde er dort 1937 mit einer Arbeit über die Aischylos-Übersetzung des Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg promoviert. Anschließend war Beck als Lektor an der Universität von Amsterdam tätig, bevor er bei Kriegsausbruch zum Wehrdienst eingezogen wurde. In Amsterdam wurde er NSDAP-Mitglied, unterließ aber offenbar eine Nachricht an die Partei, als er eingezogen wurde, und wurde als Mitglied gestrichen.[1] Nach schwerer Verwundung 1943 entlassen, wurde er Mitarbeiter am Hölderlin-Archiv der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart und habilitierte 1946 in Tübingen. Von 1949 bis 1969 Professor für deutsche Philologie an der Universität Hamburg, lebte er nach seiner Emeritierung bis zu seinem Tod wieder in Tübingen.

Becks Forschungsinteresse galt der deutschen Literaturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts, insbesondere dem Werk Friedrich Hölderlins, dessen Briefwechsel und andere Lebensdokumente er im Rahmen der Stuttgarter Hölderlin-Ausgabe edierte. Zusammen mit Karl Ludwig Schneider und Hermann Tiemann begründete er zudem die historisch-kritische Hamburger Klopstock-Ausgabe.

1973 wurde Beck für sein Werk mit dem Schillerpreis der Stadt Marbach am Neckar geehrt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. W. Daniel Wilson: Der Faustische Pakt. Goethe und die Goethe-Gesellschaft im Dritten Reich. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2018, ISBN 978-3-423-28166-9, S. 225.