Adolf Tegtmeier

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Dieser Artikel beschreibt den deutschen Mediziner Adolf Tegtmeier, für die gleichnamige Bühnenfigur siehe ihren Darsteller Jürgen von Manger

Adolf Tegtmeier (* 25. Oktober 1894 in Bad Berka; † 14. März 1975) war ein deutscher Mediziner.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tegtmeier trägt besondere Verdienste um die Behandlung der Tuberkuloseerkrankungen. Er arbeitete zunächst an den großen Lungenheilstätten Landeshut in Schlesien. 1898 war die Sophienheilstätte für Schwindsüchtige, eine Anstalt zur Behandlung von Lungenkrankheiten, in München bei Bad Berka in Thüringen entstanden. Nach seiner Promotion 1924 wechselte Tegtmeier hierher, wurde Oberarzt und übernahm 1934 die Leitung der Einrichtung. Unter seiner Führung wurde sie zu einer bedeutenden klinischen Tuberkuloseheilstätte weiterentwickelt. 1945 konnte Tegtmeier deren Umwandlung in ein sowjetisches Seuchenlazarett verhindern. 1947 wurde Schloss Tonndorf in die Tuberkuloseheilstätten einbezogen und ab 1950 entsprechend modernisiert.[1] Von 1951 bis 1957 wurde in Bad Berka die Zentralklinik für Lungenkrankheiten auf der Harth errichtet. Diese von ihm geplante und bis 1966 in Funktion des Ärztlichen Direktors geleitete Klinik war ein führendes medizinisches Zentrum in der DDR, mit über 1000 Betten. In ihm spielte die berufliche Umschulung genesener Tuberkulosekranker eine große Rolle. Sobald möglich, führte Tegtmeier die Chemotherapie der Tuberkulose in seiner Klinik ein. Auch die Lungenchirurgie spielte eine bedeutende Rolle. Erst mit 72 Jahren beendete Tegtmeier seine berufliche Tätigkeit. Sein Nachfolger in Bad Berka wurde Hans-Georg Ganguin (1915–195). Mit dem Rückgang der Tuberkulose wurde die Klinik ab 1970 als Herzchirurgisches Zentrum der DDR aufgebaut.

Tegtmeier habilitierte sich 1954 an der Medizinischen Akademie Erfurt, an der er auch das Fach Lungenkrankheiten mit seinen Vorlesungen vertrat.

1954 wurde Adolf Tegtmeier für seine Verdienste um die Bekämpfung der Tuberkulose und den Ausbau der medizinischen Einrichtungen der Stadt zum Ehrenbürger von Bad Berka ernannt. 1956 erhielt Tegtmeier den Vaterländischen Verdienstorden der DDR in Silber,[2] 1964 wurde ihm der Nationalpreis der DDR I. Klasse für Wissenschaft und Technik (im Kollektiv) verliehen und 1961 wurde er Obermedizinalrat. Eine Allee in München bei Bad Berka führt seinen Namen.

Er war Mitglied der LDPD.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volker Klimpel: Medizinisches vom Schloß Tonndorf. In: Ärzteblatt Thüringen. Bd. 23 (2012), S. 42 f.
  2. Neues Deutschland, 8. Mai 1956, S. 2