PNG Air

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PNG Air
Ehemaliges Logo der Airlines PNG
Bombardier Dash 8Q-100 der Airlines PNG
IATA-Code: CG
ICAO-Code: TOK
Rufzeichen: BALUS
Gründung: 1987
Sitz: Port Moresby, Papua-NeuguineaPapua-Neuguinea Papua-Neuguinea
Heimatflughafen:

Flughafen Port Moresby

IATA-Prefixcode: 626
Leitung: Simon Wild (CEO)
Mitarbeiterzahl: 600[1] (2008)
Fluggastaufkommen: 225.000[1] (2008)
Flottenstärke: 17 (+ 7 Bestellungen)
Ziele: national
Website: www.pngair.com.pg

PNG Air ist eine papua-neuguineische Fluggesellschaft mit Sitz in Port Moresby und Basis auf dem Flughafen Port Moresby.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PNG Air wurde 1987 unter dem Namen Milne Bay Air von John Wild Senior als Charterfluggesellschaft gegründet. Im September 1992 erlangte die Gesellschaft die Regular Public Transport-Lizenz und im März 1997 die Lizenz als Linienfluggesellschaft.[1][2]

Am 22. September 2011 wurde bekannt gegeben, dass die Regierung Papua-Neuguineas eine Fusion mit Air Niugini, der größten Fluggesellschaft des Landes, genehmigt hat.[3] Zu dieser Fusion ist es bisher nicht gekommen.

Ende 2015 wurde Airlines PNG in PNG Air umbenannt.

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PNG Air bedient zahlreiche Ziele innerhalb Papua-Neuguineas.[4] Zudem besteht ein Codeshare-Abkommen mit Virgin Australia.[3]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand Dezember 2016 besteht die Flotte der PNG Air aus 17 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 20,4 Jahren:[5]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt[6] Anmerkungen Sitzplätze[7]
ATR 72-600 05 7 + 14 Optionen 72
Bombardier Dash 8Q-100 12 Ausmusterung vsl. bis 2020[8] 36
Gesamt 17 7
Zuvor eingesetzte Flugzeuge

In der Vergangenheit betrieb PNG Air/Milne Bay Air auch Flugzeuge der folgenden Typen:[9][10]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 15. Dezember 1992 kollidierte eine Britten-Norman BN-2 Islander (Luftfahrzeugkennzeichen P2-MBE) in der Nähe von Alotau mit einem Berg. Sechs Personen kamen ums Leben.[11]
  • Am 12. Juli 1995 explodierte eine de Havilland Canada DHC-6-300 (Luftfahrzeugkennzeichen P2-MBI) aufgrund eines elektrischen Kurzschlusses kurz nach dem Start vom Flughafen Alotau und stürzte zwei Kilometer von der Startbahn entfernt ins Meer. 13 der 15 Personen an Bord wurden getötet.[12]
  • Am 11. Mai 1996 flog eine Britten-Norman BN-2 Islander (Luftfahrzeugkennzeichen P2-ISD) nahe Oumba in ein ansteigendes Tal. Beim Versuch, eine 180°-Wende durchzuführen, streiften die Tragflächen einige Bäume, was zum Absturz der Maschine führte. Ein Passagier wurde getötet, die anderen neun Insassen überlebten.[13]
  • Am 9. Juli 1996 kollidierte eine de Havilland Canada DHC-6-300 (Luftfahrzeugkennzeichen P2-MBB) beim Anflug auf den Flughafen Mendi in Wolken mit einem Berg. Alle 20 Personen an Bord kamen ums Leben.[14]
  • Am 29. Juli 2004 wurde mit einer de Havilland Canada DHC-6-300 (Luftfahrzeugkennzeichen P2-MBA) bei schlechter Sicht der Landeanflug auf Ononge abgebrochen und in Richtung des Ausweichflughafens Yongai abgedreht. Dabei streifte die Maschine in einer Höhe von rund 2300 Meter Bäume und stürzte ab. Sie befand sich auf dem wöchentlichen Frachtflug von Port Moresby nach Ononge. Von den drei Besatzungsmitgliedern überlebte nur der Lademeister.[15]
  • Am 11. August 2009 flog die de Havilland Canada DHC-6-300 (Luftfahrzeugkennzeichen P2-MCB) auf dem Weg von Port Moresby zum Kokoda Track elf Kilometer vor dem Flugplatz in einen Berg. Alle 13 Menschen an Bord kamen ums Leben.[16]
  • Am 13. Oktober 2011 wurde eine Bombardier Dash 8Q-100 (Luftfahrzeugkennzeichen P2-MCJ) auf dem Weg von Lae nach Madang bei einer Notlandung während des Anflugs weitgehend zerstört. 28 Passagiere wurden getötet, vier Überlebende konnten geborgen werden, darunter auch beide Piloten.[17][18][19]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: PNG Air – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Airlines PNG – The History (englisch)
  2. michie.net – The History of Airlines Papua New Guinea (englisch)
  3. a b apng.com – News (englisch), abgerufen am 9. Oktober 2011
  4. pngair.com.pg – Schedule / Map (englisch), abgerufen am 21. Dezember 2016
  5. planespotters.net – PNG Air Fleet Details and History (englisch), abgerufen am 21. Dezember 2016
  6. ATRPNG Air enters new era with first ATR 72-600 aircraft, 5. November 2015 (englisch), abgerufen am 21. Dezember 2016
  7. pngair.com.pg – Our Fleet (englisch), abgerufen am 21. Dezember 2016
  8. aerotelegraph.com – PNG Air setzt für Wachstum voll auf ATR abgerufen am 11. November 2016
  9. Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1988 bis 2007.
  10. Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Sutton, UK, 2008 bis 2013.
  11. Flugunfalldaten und -bericht des Unglücks vom 15. Dezember 1992 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Juni 2016
  12. Flugunfalldaten und -bericht des Unglücks vom 12. Juli 1995 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Juni 2016
  13. Flugunfalldaten und -bericht des Unglücks vom 11. Mai 1996 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Juni 2016
  14. Flugunfalldaten und -bericht des Unglücks vom 9. Juli 1996 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Juni 2016
  15. Flugunfalldaten und -bericht des Unglücks vom 29. Juli 2004 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Juni 2016
  16. Flugunfalldaten und -bericht des Unglücks vom 11. August 2009 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Juni 2016
  17. couriermail.com.au – Passenger plane crashes in Papua New Guinea - 28 feared dead (englisch) 13. Oktober 2011
  18. The Aviation HeraldCrash: PNG DH8A near Madang on Oct 13th 2011, impacted terrain, 13. Oktober 2010 (englisch), abgerufen am 18. Oktober 2011
  19. Flugunfalldaten und -bericht des Unglücks vom 13. Oktober 2011 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Juni 2016