Alakoss

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Landgemeinde Alakoss
Landgemeinde Alakoss (Niger)
Landgemeinde Alakoss
Landgemeinde Alakoss
Koordinaten 14° 29′ N, 9° 41′ OKoordinaten: 14° 29′ N, 9° 41′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Zinder
Departement Gouré
Einwohner 20.604 (2010)

Alakoss ist eine Landgemeinde im Departement Gouré in Niger.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alakoss liegt in der nördlichen Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Tanout im Nordwesten, Tesker im Nordosten, Kellé im Osten sowie Damagaram Takaya, Gamou, Moa und Wamé im Süden. Das Gemeindegebiet ist in 28 administrative Dörfer, zwei traditionelle Dörfer, vier Lager und 30 Wasserstellen gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist Garazou, bestehend aus den administrativen Dörfern Garazou I und Garazou II.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert stand Alakoss unter dem Schutz der Ikizkichen, einer Untergruppe der Tuareg, die die Unabhängigkeit des Landstrichs gegenüber den großen Nachbarn Gouré und Zinder sicherstellten. Die Ikizkichen gründeten das Dorf Garazou im Zentrum von Alakoss. Ihre Anführer waren Abou Beker und Afiouel, denen der von 1865 bis 1901 herrschende Babouji nachfolgte. 1898 belagerten Tuareg aus Damargou erfolglos Garazou. Baboujis Nachfolger wurde Ouantassa, der einer Intrige zum Opfer fiel und 1906 auf der Flucht in der Wüste Ténéré verdurstete.[3]

Die Landgemeinde Alakoss ging als Verwaltungseinheit 2002 bei einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Alakoss hervor.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Alakoss 15.173 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 20.604 Einwohner berechnet.[4] In Alakoss leben Angehörige der vor allem Agropastoralismus betreibenden Kanuri-Untergruppe Dagra und der auf Fernweidewirtschaft spezialisierten Fulbe-Untergruppen Oudah’en und Wodaabe.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt großteils in einer Zone, in der Agropastoralismus die vorherrschende Erwerbsform ist. Im Norden beginnt das Gebiet der reinen Weidewirtschaft.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 127–128.
  4. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 57.
  5. Ministère de l’élevage et des industries animales / République du Niger (Hrsg.): La mobilité pastorale dans la Région de Zinder. Stratégies et dynamisme des sociétés pastorales. Niamey 2009 (Online-Version; PDF; 11,3 MB), S. 31 und 33.
  6. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.