Albert Wider

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Grabdenkmal auf dem Friedhof Widnau

Albert Wider (* 28. März 1910 in Widnau, heimatberechtigt ebenda; † 9. März 1985 in Widnau) war ein Schweizer Bildhauer, Maler, Zeichner und Illustrator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detail des Kreuzwegs im Aussenbereich der Kirche Herz Jesu in Buchs SG
Der Junge Rhein, Skulptur vor dem Gemeindehaus in Widnau
Kriegerdenkmal in Meiningen (A)

Albert Wider kam 1910 an der Bärenstrasse in Widnau als Sohn des Stickers und Kleinbauern Josef Wider und der Katharina Sieber zur Welt. Er besuchte die Primar- und Sekundarschule in Widnau. Von 1925 bis 1929 absolvierte Wider die Lehre als Steinbildhauer bei Johann und Josef Köppel in Widnau. Nach einem Studiensemester an der Louisenschule in München (1928/1829) arbeitete er als Steinbildhauer in Zürich und Solothurn.

Auf Wanderschaft fand Wider Halt in der Gesellenschaft und den Lehren des Sozialreformers Adolf Kolping. Nach einem Aufenthalt in Marokko besuchte Wider in Paris die École Nationale Supérieur des Baux-Arts und die Académie de la Grande Chaumière. Nach einer einjährigen Auszeit im Bildhaueratelier von August Suter, wo er sich vertieft der Anatomie widmete, war er von 1936 bis 1939 für ein dreijähriges Studium bei Karl Baur in München.

Zurück im Rheintal betrieb Wider an der Bärenstrasse in Widnau ab 1943 ein eigenes Atelier. Im Widnauer Geistlichen Gebhard Ammann fand er einen Förderer und Mentor seiner Kunst. Nach dem Zweiten Weltkrieg verbrachte Wider ein Jahr in Rom wo er die Kunst der Antike und Renaissance studierte.

1957 gründete Wider den Bund der Missionsarchitekten (BMA) und war dessen Sekretär. Ausserdem wirkte er in der Association for the Uganda Martyrs Shrines (AFUMS) in gleicher Funktion. Sein Einsatz für die Belange der Kirche wurde durch Auszeichnungen und Preise geehrt. Seinen Höhepunkt erreichte Wider 1965 mit der Weihe der Kirche Herz Jesu in Buchs, deren plastischen Schmuck er entwarf.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angeleitet und ermutigt von seinem Mentor Pfarrer Gebhard Ammann widmete sich Albert Wider zeit seines Lebens der sakralen Kunst.

  • Widnau, Katholische Kirche St. Joseph, verschiedene Bildhauerarbeiten an der Fassade
  • Widnau, Bruder Klaus-Kapelle, Gesamtgestaltung
  • Eichenwies, Pfarrkirche Bruder Klaus, Kreuzigungsgruppe und Tabernakel
  • Dielsdorf ZH, St. Paulus-Kirche, plastische Ausstattung
  • Taitung, Taiwan, Altar, Kruzifix und Kreuzweg in der Kapelle der Handwerkerschule
  • Buchs SG, Herz Jesu-Kirche, diverse Arbeiten
  • Meiningen (Vorarlberg), Gefallenendenkmal Der Sterbende Krieger
  • Göfis (Vorarlberg), Friedhof-Skulptur Der Gekreuzigte
  • Niederuzwil, Skulptur Fohlen
  • Ludwigsburg (Baden-Württemberg), Skulptur Ziege
  • Altstetten (Zürich), Heilig Kreuz-Kirche, diverse Arbeiten
  • Buch Minnesänger Konrad von Altstätten, grafische Gestaltung

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Huber: Rheintaler Köpfe – Historisch-biografische Porträts aus fünf Jahrhunderten. Hrsg.: Verein für die Geschichte des Rheintals. Rheintaler Druckerei und Verlag, Berneck 2004, ISBN 3-03300265-X, Albert Wider (1910–1985), S. 380–384.
  • Otto Frei, Dr. Benedikt Fehr, Hans Fehr: Widnau - Geschichte und Gegenwart. Hrsg.: Politische Gemeinde Widnau, Ortsgemeinde Widnau. Rheintaler Druckerei und Verlag AG, Heerbrugg 1982, S. 258 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Albert Wider – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien