Albert von Dörnberg

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Albert Heinrich Leopold Freiherr von Dörnberg (* 15. Oktober 1824 in Schleusingen; † 16. Oktober 1915 in Königsberg) war ein preußischer Beamter und Abgeordneter.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert war ein Sohn des Oberforstmeisters Karl von Dörnberg (1796–1873) und dessen Ehefrau Emma, geborene von Rohr (1802–1877). Seine Brüder Hermann und Ferdinand schlugen eine Militärkarriere in der Preußischen Armee ein und brachten es zum Generalleutnant. Er selbst heiratete 1862 Emilie Poensgen (1836–1902), eine Schwester des Düsseldorfer Industriellen Carl Poensgen, Tochter des Hüttenbesitzers Carl Poensgen, sen. (1802–1848) aus Schleiden. Er hatte acht Kinder, darunter Karl von Dörnberg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dörnberg besuchte die Gymnasien in Siegen und Potsdam sowie das Gymnasium Laurentianum in Arnsberg. Dort hat er auch das Abitur abgelegt. Danach studierte er Rechtswissenschaften in Heidelberg und Berlin. Er war Mitglied der Burschenschaft „Lumpia“, dann 1845 der Burschenschaft „Rupertia Heidelberg“.[1] Dörnberg leistete ab 1846 den üblichen Vorbereitungsdienst für den preußischen Gerichts- und Staatsdienst ab. Ab 1853 war er Regierungsassessor in Arnsberg. Zwischen 1855 und 1876 war Dörnberg Landrat des Kreises Siegen. Er war auch Vorsitzender des landwirtschaftlichen Kreisvereins Siegen. Daneben war er auch kurzzeitig im preußischen Handelsministerium tätig. Ab 1876 war er Oberregierungsrat und zuständig für Kirchen- und Schulsachen bei der Regierung in Oppeln. Außerdem war er vortragender Rat im Range eines Geheimen Regierungsrates im preußischen Ministerium des Inneren. Ab 1886 war Dörnberg Präsident des Konsistoriums der evangelischen Kirche für die Provinz Ostpreußen. Im Jahr 1904 trat er in den Ruhestand.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit war Dörnberg auch politisch aktiv. Er war Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses. Zwischen 1867 und 1870 gehörte er dem Reichstag des Norddeutschen Bundes an.[2] 1871 bis 1874 war er Mitglied des Deutschen Reichstags, hier gehörte er der Fraktion der Freikonservativen Partei an und vertrat den Wahlkreis Regierungsbezirk Arnsberg 1 (WittgensteinSiegenBiedenkopf.[3]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die landwirtschaftlich-statistische Beschreibung des Kreises Siegen. 1861.
  • Statistische Nachrichten über den Kreis Siegen aus den Jahren 1860–65. 1865.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 1: A–E. Winter, Heidelberg 1996, ISBN 3-8253-0339-X, S. 214.
  2. Bernd Haunfelder, Klaus Erich Pollmann: Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch (= Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 2). Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5151-3, Foto S. 103, Kurzbiographie S. 393.
  3. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage, Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 139; vgl. auch A. Phillips (Hrsg.): Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1883. Statistik der Wahlen zum Konstituierenden und Norddeutschen Reichstage, zum Zollparlament, sowie zu den fünf ersten Legislatur-Perioden des Deutschen Reichstages. Verlag Louis Gerschel, Berlin 1883, S. 88; vgl. auch: Georg Hirth (Hrsg.): Deutscher Parlaments-Almanach. 9. Ausgabe vom 9. Mai 1871, Verlag Franz Duncker, Berlin 1871, S. 175.
VorgängerAmtNachfolger
Arnold Ludwig von HoltzbrinckLandrat des Landkreises Siegen
1855–1876
Gustav Gottfried Keil