Albert von Waldthausen

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Friedrich Albert von Waldthausen (* 24. Mai 1834 in Essen; † 12. Januar 1924 ebenda) war ein Bankier, Stadthistoriker und Mitglied der Industriellenfamilie Waldthausen.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer kaufmännischen Ausbildung gründete er 1859 in Essen ein Bankgeschäft. Er beteiligte sich an zahlreichen Bergwerksunternehmen.

Am 18. November 1874 heiratete er in Sankt Goarshausen Maria Luise Julie Henriette Bährens (1835–1918), mit der er einen Sohn hatte: Martin Wilhelm von Waldthausen (1875–1928), der Offizier und Erbauer von Schloss Waldthausen bei Mainz war. Dieser wiederum war der Vater des Rennfahrers Albert Karl Wilhelm Horst von Waldthausen (1907–1933).

Im Jahr 1890 wurde der Historische Verein für Stadt und Stift Essen e.V. gegründet. Einer der Mitbegründer war Albert von Waldthausen. Lange Jahre war er für das Amt des Schatzmeisters verantwortlich. 1906 stiftete er einen Betrag von 30.000 Mark, um den nebenamtlich tätigen Stadtarchivar, Konrad Ribbeck, für drei Jahre vom Schuldienst freistellen zu lassen. Auf einer wissenschaftlichen Grundlage sollte er die Geschichte der Stadt Essen aufarbeiten. Der Teil I erschien 1915 im Verlag Baedeker. Ab 1909 erhielt Albert von Waldthausen die Ehrenmitgliedschaft. Zur Aufarbeitung der Stadt- und Familiengeschichte trug er mit zahlreichen Veröffentlichungen bei:

  • Beiträge zur Geschichte der Familie Waldthausen (1884) Digitalisat
  • Beiträge zur Geschichte der Familie Sölling. - Essen : G. D. Baedeker, 1896. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  • Zur Geschichte der Verkehrsverhältnisse in Stadt und Stift Essen (1903)
  • Zur Geschichte des Postwesens in Stadt und Stift Essen (1903)
  • Beiträge zur Geschichte der Familie Huyssen(1906)
  • und viele einzelne Veröffentlichungen
Grabmal auf dem Friedhof Bredeney in Essen

Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof am Kettwiger Tor in Essen. Aus städtebaulichen Gründen wurde das Grab um 1955 auf den Friedhof Bredeney überführt und 1994 unter Denkmalschutz gestellt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen; abgerufen am 25.April 2018