Albina Marçal Freitas

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Albina Marçal Freitas, Kampfname Bia Shana Falu (* 12. Februar 1958 in Bauro, Portugiesisch-Timor) ist eine Politikerin aus Osttimor und Mitglied der Partei Congresso Nacional da Reconstrução Timorense (CNRT).

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schulausbildung von Freitas endete mit dem Vorbereitungszyklus der Sekundarstufe II. Sie war zunächst auf dem Colégio Dom Bosco in Fuiloro, dann im Colégio òscar Ruas der Canossianerinnen in Ossu. Freitas wurde Lehrerin in Fuiloro, Luro und Loré. Nach Einmarsch der Indonesier schloss sie sich der Guerilla der FALINTIL an, wo sie unter Lere Anan Timor diente. Sie wurde Mitglied des Zentralkomitees der FRETILIN. Schließlich geriet Freitas in Lospalos in indonesische Gefangenschaft.

Später wurde Freitas Direktorin einer Nichtregierungsorganisation. Sie veröffentlichte im Jahr 2000 ein Papier zur Rolle der Frau im Unabhängigkeitskampf gegen die Indonesier.[1]

Seit 2012 ist Freitas für den CNRT Abgeordnete des Nationalparlaments Osttimors.[1] Hier war sie in ihrer ersten Legislaturperiode in der Kommission für Öffentliche Finanzen (Kommission C). Bei den Parlamentswahlen am 22. Juli 2017 gelang ihr der Wiedereinzug in das Parlament auf Listenplatz 21 des CNRT. Sie wurde Sekretärin der Kommission für Infrastruktur, Transport und Kommunikation (Kommission E).[2] Nach der Auflösung des Parlaments trat Freitas bei den Neuwahlen am 12. Mai 2018 auf Listenplatz 15 der Aliança para Mudança e Progresso (AMP) an, zu der auch der CNRT gehört, und zog erneut in das Parlament ein.[3]

Freitas ist Trägerin des Großen Ordens Nicolau Lobato, erster Klasse.[1]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr Mann Miguel Pereira (Kampfname Falutxai), den sie während des Freiheitskampfes gegen die Indonesier im Busch heiratete, starb bei der sogenannten „Tchaivatcha-Tragödie“ am 21. Juli 1985. Auch Albinas Geschwister Benedita (Dircy Betty) und Ernesto Freitas fielen im bewaffneten Kampf gegen die Indonesier. Albina hat außerdem noch einen Bruder und zwei Schwestern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Profil auf der Webseite des Parlaments (Memento des Originals vom 1. Februar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.parlamento.tl (portugiesisch)
  2. Nationalparlament Osttimors: Comissões Especializadas Permanentes, Competencia e Composição 2017–2022 (Memento vom 4. Oktober 2017 im Internet Archive), abgerufen am 4. Oktober 2017.
  3. Wahllisten der Parlamentswahlen 2018