Alfred Kostelecky

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Alfred Kostelecky (* 15. Mai 1920 in Wien; † 22. Februar 1994 in Wien) war von 1986 bis 1994 erster Militärbischof von Österreich, zuerst Titularbischof von Aggar (heute Sidi Amara, Tunesien) und anschließend von Wiener Neustadt.

Leben[Bearbeiten]

Sarkophag Bischof Kosteleckys in der St. Georgs-Kathedrale Wiener Neustadt

Kostelecky wurde am 29. Juni 1948 zum Priester geweiht. Seiner Ernennung am 12. November 1986 folgte am 14. Dezember 1986 die Bischofsweihe durch Hans Hermann Kardinal Groër im Dom St. Stephan in Wien, an der als Mitkonsekratoren der Salzburger Erzbischof Karl Berg und Franz Žak, Bischof von St. Pölten und als Militärvikar Kosteleckys Vorgänger, mitwirkten. Sein Wahlspruch lautete Pax et Iustitia (Friede und Gerechtigkeit). Als Titularbischof von Aggar war er Weihbischof in Wien und mit der Ernennung zum ersten Militärbischof von Österreich am 12. November 1986 durch Papst Johannes Paul II. mit der Katholischen Militärseelsorge in Österreich betraut. Am 10. Februar 1990 wurde er Titularbischof des ehemaligen Bistums Wiener Neustadt (Neostadiensis). Als solcher weihte er auch seinen späteren Nachfolger Christian Werner zum Bischof.

Während seiner Amtszeit wurde am 15. April 1987 das Militärvikariat in Militärordinariat umbenannt, und es wurden durch den nunmehrigen Militärordinarius die für die Verwaltung der Diözese notwendigen Organe und Räte gebildet. Soweit es sich um Funktionen handelte, die durch Laien wahrzunehmen waren, zog der Militärbischof hierfür in erster Linie Angehörige der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten (AKS) heran.

Am 22. Februar 1994 verstarb Kostelecky und wurde gemäß seiner Verfügung in der St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt beigesetzt. Dafür wurde 1990 ein Vorraum der Kirche adaptiert; der ansonsten leere Raum im ersten Obergeschoss enthält seither den Marmorsarkophag sowie eine metallene Darstellung von Kosteleckys Bischofswappen.

Alfred Kostelecky war seit 1954 Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.Ö.St.V. Rudolfina Wien im ÖCV.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]