Alice Phoebe Lou

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Alice Phoebe Lou – Funkhaus Berlin 2017

Alice Phoebe Lou (* 1993 in Kapstadt) ist eine südafrikanische Singer-Songwriterin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lou wuchs in Kommetjie an der Westküste der Kap-Halbinsel in Südafrika auf, wo ihre Eltern als Dokumentarfilmer arbeiteten; als Kind nahm sie Klavierunterricht, als Jugendliche brachte sie sich autodidaktisch das Gitarrespielen bei. 2010 verbrachte die damals 16-Jährige die Sommerferien bei ihrer Tante in Paris, wo sie einige Straßenkünstler kennenlernte und sich zum ersten Mal im Umgang mit Feuer-Poi übte.[1] Nach der Rückkehr nach Südafrika und erfolgtem Schulabschluss auf einer Waldorfschule verließ Lou ihre Heimat im Alter von 18 Jahren für ein „Gap Year“ wiederum in Richtung Europa, reiste zunächst nach Amsterdam.[2][3] Dort verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt mit Vorführungen als Feuertänzerin, während eines darauffolgenden Aufenthalts in Berlin dann auch mit dem Spielen selbstkomponierter Musikstücke und Interpretationen bekannter Lieder.[4]

2013 übersiedelte sie endgültig nach Berlin, wo sie seither als Straßenmusikerin auftritt.[1] 2014 produzierte sie mit „Momentum“ eine erste EP, zwei Jahre später erschien mit „Orbit“ ihr Debütalbum.[4] Letzteres finanzierte sie selbst und entschied sich einiger Angebote namhafter Plattenfirmen zum Trotz für ein kleineres Label und gegen einen festen Plattenvertrag, auch weil sie sich gegen die Kommerzialisierung ihrer Musik ausspricht; aus demselben Grund lehnte sie auch die Einladung des englischen Musikers James Blunt, im Vorprogramm seiner Europatournee zu spielen, ab.[5] Trotz allem war Lou inzwischen Gast auf verschiedenen großen Festivals und gibt neben ihren Straßenauftritten auch Konzerte.[6]

Alice Phoebe Lou lebt in Berlin-Neukölln.[4]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Momentum (EP, 2014)
  • Live at Grüner Salon (2014)
  • Orbit (Album, 2016; Motor Music)
  • Sola (EP, 2017)
  • Paper Castles (2019)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Born, Robert u. Shah, Viral: Alice Phoebe Lou: Berlin’s best-kept secret. Café Babel, 11. Juni 2015, abgerufen am 4. Februar 2017 (englisch).
  2. Poppendieck, Kerstin: Straßenmusikerin aus Südafrika erobert Berlin. In: Deutschlandradio Kultur. 25. April 2016, abgerufen am 4. Februar 2017.
  3. Biographie – Alice Phoebe Lou. In: laut.de. Abgerufen am 4. Februar 2017.
  4. a b c Lange, Nadine: Freiheitsliebe und ein dickes Fell. In: Der Tagesspiegel. 13. Mai 2016, abgerufen am 4. Februar 2017.
  5. Jonas Wahmkow: „Der ehrlichste Weg, an Geld zu kommen“. In: Die Tageszeitung (taz). 3. März 2019, abgerufen am 31. März 2019 (Seite 46–47).
  6. ROLLING STONE präsentiert: Alice Phoebe Lou. In: rollingstone.de. 11. Januar 2017, abgerufen am 4. Februar 2017.