Allee-Center Magdeburg

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Allee-Center Magdeburg
Allee-Center Magdeburg
Basisdaten
Standort: Ernst-Reuter-Allee 11, 39104 Magdeburg
Eröffnung: 30. September 1998
Gesamtfläche: 41.400
Verkaufsfläche: 35.000 m²
Geschäfte: 150
Besucher: 32.548 täglich
Betreiber: ECE Projektmanagement
Website: www.allee-center-magdeburg.de
Verkehrsanbindung
Bahnhof: Magdeburg Hauptbahnhof
Haltestellen: Allee-Center, Goldschmiedebrücke, Alter Markt
S-Bahn: S 1
Straßenbahn: 1, 2, 4, 5, 6, 8, 9, 10
Autostraßen: A2A14B71B189
Sonstige: Breiter Weg, Ernst-Reuter-Allee, Schleinufer (Parkhauszufahrt)
Parkplätze: 1.300
Fahrradparkplätze: 150

Das Allee-Center Magdeburg ist ein modernes Einkaufszentrum im Zentrum Magdeburgs, im Stadtteil Altstadt.

Gebäude und Erweiterung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allee-Center Magdeburg
Allee-Center, Innenansicht

Die Magdeburger Innenstadt war nach ihrer weitgehenden Zerstörung im Zweiten Weltkrieg in den 1950er Jahren im Stil des Sozialistischen Klassizismus wieder aufgebaut worden. Sie erhielt zwischen der Otto-von-Guericke-Straße westlich des Hauptbahnhofs bis zum Elbufer einen großen zentralen Platz. Dieser sollte durch ein Turmhochhaus am Elbufer abgeschlossen werden.[1] Dieses Turmhaus ließ sich unter den wirtschaftlichen Bedingungen in der DDR bis 1989 nicht realisieren.[2] Direkt nach der Wende in der DDR begann die Stadt daher mit der Neuplanung für die Bebauung des zentralen Platzes. Ziel war vor allem die Aufwertung und Belebung der Innenstadt und eine Schließung der bestehenden städtebaulichen Lücken. In einem Workshop im Februar 1990 entstanden erste Planungsideen, die dem später mit dem Allee-Center realisierten Projekt schon nahe kamen. 1992 fand ein erster städtebaulicher Ideenwettbewerb statt. Auf Basis des dabei entstandenen Nutzungskonzepts erteilte die Stadt 1995 den Zuschlag zur Errichtung der neuen Bebauung. Westlich der Nord-Süd-Achse des Breiten Wegs entstand zunächst das Ulrichshaus, östlich davon auf einem etwa 245 mal 90 Meter großen Areal bis zum Elbufer das Allee-Center.[2] Mit der Fertigstellung des Centers erhielt die Magdeburger Innenstadt an dieser Stelle eine neue städtebauliche Dominante, die den in diesem Bereich bislang überdimensionierten Straßenraum des Breiten Weges verkleinert und auf innerstädtische Maßstäbe reduziert.[3]

Der Grundstein für das Allee-Center wurde am 16. April 1997 gelegt.[4] Mit der Eröffnung am 30. September 1998 verfügte das Allee-Center auf einer Fläche von 25.000 m² über 110 Geschäfte. Neben der Verkaufsfläche auf zwei Stockwerken gibt es auch 23 Wohnungen und rund 7.000 m² Büroflächen im Gebäude. Am 30. März 2006 wurde das Untergeschoss eröffnet. Seitdem hat das Allee-Center eine Verkaufsfläche von 35.000 m² und beherbergt 150 Geschäfte. Betrieben wird das Center vom Hamburger Unternehmen ECE Projektmanagement. Es hat nach Einschätzung des Kunsthistorikers Thomas Topfstedt zusammen mit dem benachbarten Ulrichshaus erheblich zur Wiederbelebung der Magdeburger Stadtmitte beigetragen.[2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunnen im Untergeschoss

Das Gebäude liegt im Zentrum Magdeburgs, in der Nähe des Hauptbahnhofs und des Magdeburger Rings. Etwa 200 m östlich des Gebäudes fließt die Elbe. In geringer Entfernung steht außerdem das City-Carré, ein weiteres großes Einkaufszentrum. Das Parkhaus des Allee-Centers verfügt über 1300 Parkplätze und ist vom Schleinufer aus zu erreichen. Außerdem ist das Center mit drei Haltestellen in unmittelbarer Nähe sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr Magdeburgs angeschlossen. Rund um das Gebäude befinden sich Fahrradabstellanlagen für etwa 180 Fahrräder in Form von Anlehnbügeln, sowie einige mobile Fahrradständer der Einzelhändler.

Geschäfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den im Allee-Center vertretenen Handelsketten zählen unter anderem der Elektronikfachmarkt Saturn, eine H&M-Filiale, New Yorker, Pimkie, Bench, dm-drogerie markt, Rewe und ein Thalia-Geschäft. Daneben existieren viele weitere Lebensmittelmärkte, Schmuck- und Kosmetikgeschäfte, Dienstleister, Cafés und Bekleidungsgeschäfte. Im Untergeschoss finden regelmäßig Ausstellungen, Modeschauen oder Konzerte statt. In der Mitte der unteren Etage befindet sich außerdem ein Brunnen mit mehreren Sitzmöglichkeiten. Zur Weihnachtszeit steht an dieser Stelle ein großer künstlicher Weihnachtsbaum.

Durch die zentrale Lage und den geringen Anteil an historisch gewachsenen Geschäften in der Innenstadt Magdeburgs ist das Allee-Center einer der größten Shopping-Anlaufpunkte der Stadt und der Region.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Allee-Center, Magdeburg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. H. Heinemann, G. Körbel: Umgestaltung der zerstörten Altstadt im Bereich des Ulrichspaltzes. in: Stadtplanungsamt Magdeburg (Hrsg.): Magdeburgs Innenstadt lebt. Die Bebauung des Zentralen Platzes im Stadtzentrum von Magdeburg, Magdeburg 1998, S. 12-33, hier S. 14 ff., abgerufen am 23. Juni 2015
  2. a b c Thomas Topfstedt: Ostdeutsche Baukultur oder Baukultur in Ostdeutschland? Vortrag auf der Tagung zur Gründung der Nordeuropäischen Bauakademie in Wismar, Oktober 2000, abgerufen am 23. Juni 2015
  3. G. Korbel, H. Gosau, R. Just: Die Bauvorhaben östlich und westlich des Breiten Weges. A. Das Allee-Center in: Stadtplanungsamt Magdeburg (Hrsg.): Magdeburgs Innenstadt lebt. Die Bebauung des Zentralen Platzes im Stadtzentrum von Magdeburg, Magdeburg 1998, S. 46-52, hier S. 48, abgerufen am 23. Juni 2015
  4. K. Schulz: Ringen um die Vitalisierung der Innenstadt. in: Stadtplanungsamt Magdeburg (Hrsg.): Magdeburgs Innenstadt lebt. Die Bebauung des Zentralen Platzes im Stadtzentrum von Magdeburg, Magdeburg 1998, S. 39-46, hier S. 42, abgerufen am 23. Juni 2015

Koordinaten: 52° 7′ 48″ N, 11° 38′ 14″ O