Alpiner Pfad

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Warnhinweis am Einstieg des Alpinen Pfades
Charakteristischer Wegabschnitt am Alpinen Pfad
Umgestürzte Bäume über dem Alpinen Pfad

Der Alpine Pfad oder Alpine Steig ist einer der höchstgelegenen Wanderwege im Schwarzwald. Zwischen Hüttenwasen und Stübenwasen verläuft der Pfad größtenteils waagerecht durch die felsigen Nordabstürze des Feldbergs. Der gut dreieinhalb Kilometer lange Pfad wurde von der Forstverwaltung aufgegeben, um dort die Entwicklung der Natur zu fördern.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weg verläuft oberhalb des Napfs, dem Talschluss des St. Wilhelmer Tals und unterhalb der St. Wilhelmer Hütte und des Feldberg-Gipfels. Vom Hüttenwasen aus verläuft er im Uhrzeigersinn um den Napf herum, etwa auf halber Höhe zwischen Feldberg-Gipfel und Talgrund.

Der Alpine Pfad ist von der Stollenbacher Hütte (Zufahrt aus dem Zastlertal) bzw. der Erlenbacher Hütte (Zufahrt aus Oberried) am Toten Mann über den Hüttenwasen zu erreichen, ebenso von der Todtnauer Hütte aus (über den Stübenwasen).

Charakteristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pfad stellt eine landschaftliche Besonderheit dar, da er zu den wenigen Wanderpfaden des Schwarzwaldes gehört, die durch ausgeprägt alpines Gelände mit Felsen und steile Tobeln führen. Weitere Wege, auf die dies zutrifft, sind der Felsenweg oberhalb des Feldsees, ein Pfad am Schultiskopf oberhalb des Simonswälder Tals, der Felsenweg bei Oberried sowie die Verbindung vom Feldbergpass zum Bernauer Kreuz. Zudem trägt der Pfad seinen Namen wegen der alpinen Vegetation, die auf der sonnenabgewandten und nur schwer zugänglichen Nordseite des Feldbergs, einen ihrer letzten Rückzugsräume im Schwarzwald besitzt.

Der Alpine Pfad führt durch Mischwald, der aus Buchen, Ebereschen, Bergahorn, Fichten, Weißtannen und Douglasien besteht, wobei die Nadelbäume überwiegen. Der Weg passiert überdies Felswände, Lawinenbahnen und die für die landwirtschaftliche Nutzung des Schwarzwalds typischen waldfreien Viehweiden (am Hüttenwasen und unterhalb der St.-Wilhelmer-Hütte) wo heute z. T. Pioniervegetation anzutreffen ist. Besonders deutlich sind auch die Umweltschäden der letzten Jahre an den zahlreichen Baumskeletten abzulesen, die unterhalb von Feldberg-Gipfel und Stübenwasen stehen. Der Pfad endet direkt hinter dem Stübenwasenkreuz.

Der Weg wird seit einigen Jahren nicht mehr vom Schwarzwaldverein ausgeschildert und gepflegt. Er ist dennoch weiterhin begehbar und wird bisweilen in privater Initiative mit selbstgemachten Holzschildern oder roten Markierungen ausgestattet. An vielen Stellen ist der Weg durch umgestürzte oder gefällte Bäume blockiert. Im Sommer ist er zudem meist stark zugewachsen und teilweise schwer zu erkennen. Dies gilt besonders für den Zugang (bzw. Ausstieg) vom Stübenwasen und den Abstieg nach St. Wilhelm.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ninja Friedel: Kreis Breisgau-Hochschwarzwald: Feldberg: Alpiner Pfad: Vom Forstamt aufgegeben – ein Geheimtipp für Wanderer, Badische Zeitung, 20. August 2011, abgerufen am 21. Januar 2013

Koordinaten: 47° 52′ 14″ N, 7° 58′ 4″ O

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alpiner Pfad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Alpiner Pfad – Reiseführer