Alte Sau

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Alte Sau
Alte Sau.png

Allgemeine Informationen
Herkunft Hamburg, Deutschland
Genre(s) Punk, Elektronische Musik
Gründung 2013
Aktuelle Besetzung
Jens Rachut
Heimorgel, Gesang
Rebecca Oehms
Raoul Doré

Alte Sau ist eine Hamburger Punkband um Jens Rachut.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurde 2013 gegründet und besteht aus Raoul Doré (Schlagzeug), Rebecca Oehms (Orgel, Synthesizer, Gesang) und Jens Rachut (Gesang). Die Band ergänzt Rachuts letzten beiden Projekte Nuclear Raped Fuck Bomb und Kommando Sonne-nmilch um eine Band aus dem Bereich der Elektronischen Musik. Die Band verzichtet auf Gitarre und Bass und kommt lediglich mit einer Heimorgel und einem rudimentären Schlagzeug aus. Am 20. Juni 2014 erschien das selbstbetitelte Debütalbum auf dem Major Label. Als Gäste ist mit „Die Sibirischen Falten“ ein weiblicher Chor bestehend aus drei Damen vertreten.

2016 folgte eine Split-EP mit der Wiener Band Lime Crush über das Label Fettkakao sowie das zweite Album To Be As Livin’, wieder über Major Label. Auf dem zweiten Album kommt zusätzlich ein dreiköpfiger männlicher Chor zum Einsatz.

Musikstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikalisch ist Alte Sau an die frühe Neue Deutsche Welle angelehnt, die Texte sind in typischer Rachut-Manier, sehr düster gehalten und aus einzelnen Fragmenten zusammengesetzt.[1][2]

Der Spiegel-Rezensent Jan Wigger bezeichnete das Debütalbum als „[e]in merkwürdig eingängiger Hybrid aus Rachuts zuweilen mürrischen, unwirschen Beanstandungen als Mark-E.-Smith-artiger Wut-Opi (…) und dem wirklich liebreizenden Chor Die sibirischen Falten (Swantje, Pirri und Eva), der "Böse Winde" und "Paula Scheiße" gemeinsam mit Rebecca Oehms' Orgel an einen geheimen Ort führt, in dem Stereolab plötzlich wieder relevantes Material veröffentlichen.“[3] Alte Sau wurde im Ox-Fanzine vom August/September 2014 zu einem der acht Alben des Monats („Top of the Ox“) gekürt.[4]

Im Intro schrieb Linus Volkmann:

„Alte Sau (mit Rebecca Oehms und Raoul Doré) brettern nicht einfach durch, sondern verlassen sich auf gutes Songwriting, stellen Jens eine weibliche Stimme an die Seite (was stets die besten, aber auch rarsten Momente der frühen Oma-Hans-Sachen darstellte) und haben eine schöne Orgel, die wiederum Alte Sau hörbar mit der tollen Zeit von Dackelblut verknüpft. Sorry für diesen nerdigen Referenz-Boost, aber um Rachut von Rachut zu unterscheiden, bleibt einem ja nichts außer die Details. Allen Zaungästen sei das Album daher noch mal kurz zusammengefasst: Sehr, sehr geil. Rettet dein Leben oder mehr.“

Linus Volkmann: Intro #224[5]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Alte Sau (LP/CD, Major Label)
  • 2016: Lime Crush / Alte Sau Split (EP, Fettkakao)
  • 2016: To Be As Livin’ (LP/CD, Major Label)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Befindlichkeit Des Landes – “Alte Sau” von Alte Sau. Jounmusic.com, 30. Juni 2014, abgerufen am 8. Oktober 2014.
  2. Andreas Menzel: Alte Sau - Alte Sau. Plattentests.de, 15. Juli 2014, abgerufen am 8. Oktober 2014.
  3. Andreas Borcholte, Tobias Rapp und Jan Wigger: Abgehört: Die wichtigste Musik der Woche. Spiegel Online, 19. August 2014, abgerufen am 8. Oktober 2014.
  4. Kalle Stille: Alte Sau – s/t. In: Ox-Fanzine. Nr. 115 (August/September), 2014, S. 84.
  5. Linus Volkmann: »Alte Sau« – Spektakel: Alte Sau. Intro, 20. Juni 2014, abgerufen am 9. Oktober 2014.