Alter Park (Berlin)

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Alter Park
Coat of arms of Berlin.svg
Park in Berlin
Alter Park
Blick in den Alten Park mit der Dorfkirche Tempelhof
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Tempelhof
Angelegt im 19. Jahrhundert
Neugestaltet 1908,
1941 Flächenerweiterung,
1952 letztmals erneuert
Umgebende Straßen
Parkstraße (nördlich),
Tempelhofer Damm (östlich),
Wohnbauten der Albrecht- und Blumenthalstraße (südlich und westlich)
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, Freizeitler
Technische Daten
Parkfläche 40.000 m²
52° 27′ 47,3″ N, 13° 23′ 0,7″ OKoordinaten: 52° 27′ 47,3″ N, 13° 23′ 0,7″ O
Alter Park (Berlin) (Berlin)
Alter Park (Berlin)

Die Parkanlage Alter Park liegt im Berliner Ortsteil Tempelhof zwischen der Parkstraße und dem Tempelhofer Damm. Sie entstand im 19. Jahrhundert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zuvor auf den unbebauten und auch nicht landwirtschaftlich genutzten Flächen angesiedelten Sträucher und Bäume um einige Restlöcher der Eiszeit entwickelten sich zunächst ohne menschliches Zutun zu einem wilden Wäldchen. Die hier beschriebene Grünfläche hatte das Gemeindeamt des damaligen Dorfes Tempelhof im Jahr 1907 von Privatpersonen erworben. Die Ratsherren ließen sie zu einem Gemeindepark für die Öffentlichkeit umgestalten.[1] Im Jahr 1941 kamen weitere Flächen südlich der bis dato genutzten hinzu.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Park ist Teil einer größeren Anlage, die zusammen mit dem Bosepark, dem Franckepark sowie dem Lehnepark ein Naherholungsgebiet in Tempelhof bildet. In der Mitte des Parks befindet sich der Klarensee, der aus einem Toteisloch entstand. Der See musste in den Jahren 2007 und 2008 renaturiert werden. Unter anderem wurden Flachwasserzonen geschaffen, damit dort Schilf angepflanzt werden konnte.[2]

Dominant sind im Alten Park Koniferen, Kiefern und Lärchen, aber auch Ziersträucher und Rasenflächen sind reichlich vorhanden.[1]

Der Park ist bei Laufsportlern beliebt, da er in Verbindung mit dem Bosepark, dem Franckepark und dem Lehnepark ein weitläufiges Gelände bietet.[2]

Kunst und Gedenken im Park[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stauchung – harmonisch, Skulptur von Karl Menzen im Alten Park

Am westlichen Ende des Parks steht die Edelstahl-Skulptur des deutschen Bilderhauers Karl Menzen mit dem Titel Stauchung – harmonisch. Dabei wirkt auf die eine Seite der Säule eine Kraft, die zu einer Ausbuchtung auf der anderen Seite führt: „Bewegung offenbart sich bei Menzen als gesammelte Kraft, die voller Energie und Spannung ist und in der alles nach Entladung drängt.“[3]

Weitere Skulpturen wie Laokoon III (1982) von Volkmar Haase befinden sich im Alten Park.

Gedenkstein Berliner und Brandenburger Tsunami-Opfer

Nachdem im Jahr 2004 bei dem verheerenden Tsunami in Ko Phuket auch 46 Berliner und Brandenburger ums Leben gekommen waren, ließen die Angehörigen auf Initiative der Selbsthilfegruppe Hoffen bis zuletzt in Abstimmung mit dem Bezirksamt einen Gedenkstein am Rande des Parks Park auf dem Kirchhof errichten. Mit einer kleinen Gedächtnisfeier in der Dorfkirche erfolgte die Einweihung im Dezember 2005.[4]

In der Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Park grenzt die Dorfkirche Tempelhof an. Ursprünglich stand hier eine Siedlung des Templerordens, die jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Der Friedhof ist noch erhalten – dort wurde ein Gedenkstein für die 47 Berliner bzw. Brandenburger Opfer des Tsunamis vom 26. Dezember 2004 im Pazifik aufgestellt.

Das Rathaus Tempelhof ist ebenfalls nicht weit entfernt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alter Park (Berlin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Parks nach Ortsteilen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, herunterscrollen zu Alter Park; abgerufen am 28. Februar 2018.
  2. a b Hinweise auf Fit-in-Tempelhof zum Park (Memento vom 4. August 2012 im Webarchiv archive.is)
  3. Webseite von Karl Menzen zum Werk, abgerufen am 9. April 2011.
  4. Gedenkstein für Opfer des Tsunami eingeweiht. In: Berliner Morgenpost, Dezember 2005, abgerufen am 28. Februar 2018.