Alu Dadaschewitsch Alchanow

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Alu Dadaschewitsch Alchanow

Alu Dadaschewitsch Alchanow (kyrillisch Алу Дадашевич Алханов; * 20. Januar 1957 in Kasachstan) ist ein russisch-tschetschenischer Politiker und zur Zeit Vize-Justizminister der Russischen Föderation.

Alchanows Eltern wurden, wie alle anderen Tschetschenen, von Stalin 1944 brutal aus Tschetschenien umgesiedelt. Unter Chruschtschow kehrte die Familie zurück nach Tschetschenien und siedelte in Urus-Matan an.

Alchanow war früher Polizeioffizier, dann Polizeigeneral und bis zum Tode des ermordeten Präsidenten Achmed Kadyrow seit April 2004 Innenminister. Als russische Truppen 1995 im Ersten Tschetschenienkrieg die Hauptstadt Grosny von den tschetschenischen Separatisten eroberten, übernahm Alchanow die Leitung der Bahnpolizei. Beim Angriff der Rebellen 1996 verteidigte er mit seinen Leuten den Bahnhof von Grosny – was in russischen Medien als Heldentat gepriesen wird.

Im August 2004 wurde er mit rund 74 Prozent der Stimmen zum Präsidenten des Landes gewählt. Internationale Wahlbeobachter bezeichneten die Wahl als undemokratisch. Alchanow ist, im Gegensatz zu anderen Politikern des Landes, immer auf Seiten Moskaus gewesen.

Mitte Februar 2007 trat Alchanow vom Amt des Präsidenten zurück. Der russische Staatspräsident Wladimir Putin ernannte ihn kurz darauf zum russischen Vize-Justizminister und setzte den tschetschenischen Regierungschef Ramsan Kadyrow als neuen tschetschenischen Präsidenten ein.[1]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Tschetschenien: Kadyrow Präsident anstelle von Alchanow. Russland-Aktuell. 16. Februar 2007. Abgerufen am 25. Januar 2009.