Amt Varel

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Amt Varel (1910)
Deutscher Bundesstaat Großherzogtum Oldenburg
Freistaat Oldenburg
Bestandszeitraum 1814–1933
Verwaltungssitz Varel
Fläche 374 km²
Einwohner 19.842
Bevölkerungsdichte 53 Einw./km²
Gemeinden 6
Lage
Amt Varel.jpg

Das Amt Varel war ein Verwaltungsbezirk des Großherzogtums Oldenburg und des späteren Freistaates Oldenburg. Der Sitz des Amtes befand sich in Varel. Die Funktion der oldenburgischen Ämter entsprach weitgehend der Funktion der Landkreise im übrigen Deutschen Reich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Varel wurde im Rahmen der oldenburgischen Verwaltungsreform von 1814 gebildet und umfasste zunächst nur Varel und sein näheres Umland.[1]

1856 wurde das Amt formal in die Stadt Varel und die Landgemeinde Varel gegliedert. Die Stadt Varel erhielt 1858 den Status einer Stadt I. Ordnung, schied somit aus dem Amt aus und wurde amtsfreie Stadt. 1858 traten die Gemeinden Zetel und Bockhorn aus dem aufgelösten Amt Bockhorn zum Amt Varel hinzu. 1867 wurde aus Teilen von Bockhorn und Zetel die neue Gemeinde Neuenburg eingerichtet. 1868 traten die Gemeinden Jade und Schweiburg aus dem aufgelösten Amt Rastede zum Amt Varel hinzu.

Bei der Verwaltungsreform von 1933 wurde das Amt Varel aufgelöst. Der größte Teil des Amtes kam zum Amt Friesland, Jade und Schweiburg kamen zum Amt Wesermarsch. 1939 wurden die oldenburgischen Ämter zu Landkreisen umbenannt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amt Varel[2] 1890 1900 1910 1925
Einwohner 17.059 17.338 19.842 23.172

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Varel umfasste zuletzt sechs Gemeinden (Stand 1. Dezember 1910):[3]

Gemeinde Einwohner
Bockhorn 3741
Jade 2891
Neuenburg 1710
Schweiburg 1572
Varel, Landgemeinde 6560
Zetel 3368

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Handbuch des Herzogthums Oldenburg (1825)
  2. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. friesland.html. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  3. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 22. Mai 2011.