Andrea Büttner (Künstlerin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Andrea Büttner (* 1972 in Stuttgart) ist eine deutsche Zeichnerin, Grafikerin und Bildhauerin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büttner studierte Bildende Kunst der Universität der Künste Berlin und wurde 2000 dort Meisterschülerin von Dieter Hacker. 2003 bis 2004 studierte sie an der Eberhard Karls Universität Tübingen und an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie den Magister in Kunstgeschichte und Philosophie machte. Von 2005 bis 2008 wechselte sie zum Royal College of Art nach London und wurde mit ihrer Dissertation zum Thema Scham als ästhetisches Gefühl promoviert.

Büttner arbeitet mit einer Vielzahl von künstlerischen Medien, in denen sie sich mit alten und neuen Mythen beschäftigt. Religion ist ein immer wiederkehrendes Thema in ihren Arbeiten, wie auch ihre Beschäftigung mit ihren Kollegen aus der modernen und zeitgenössischen Kunst.

In ihre Rauminstallationen fügt Büttner Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen sowie Film- und Klangarbeiten ein. In ihren großformatigen Holzschnitten, aus denen sie in groben Gesten Negativformen herausarbeitet, erscheinen Protagonisten der modernen Kunstgeschichte. Dieter Roth und Martin Kippenberger treffen sich auf der Seufzerbrücke, Wassily Kandinsky tritt in Tracht in bayrischer Landschaft auf oder sie greift, wie in „All my favourite artists had problems with alcohol“, zu Schriftlösungen.

2010 wurde Büttner der Max Mara Kunstpreis für Frauen zuerkannt, den die Londoner Whitechapel Art Gallery in Zusammenarbeit mit dem Modehaus Max Mara vergibt. Die Auszeichnung war mit einem sechsmonatigen Stipendium in Italien verbunden, bei dem Büttner die künstlerische Praxis der Arte Povera untersuchte.

2012 wurde Büttner zur Professorin für das Fach Zeichnen an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen[1]. Seit 2017 ist sie Professorin für Kunst im zeitgenössischen Kontext an der Kunsthochschule Kassel.[2]

2017 wurde Büttner für den jährlich verliehenen Turner Prize nominiert und mit einer Ausstellung in der Ferens Art Gallery im nordenglischen Kingston upon Hull gewürdigt.

Büttner lebt und arbeitet in London und Frankfurt am Main.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014/15 Andrea Büttner. 2, Museum Ludwig, Cologne, Germany (kuratiert von Julia Friedrich)
  • 2014 BP Spotlight: Andrea Büttner, Tate Britain, London, England
  • 2014 Piano Destructions, Walter Phillips Gallery, The Banff Centre, Banff, Canada
  • 2014 Andrea Büttner: Hidden Marriage, National Museum Cardiff, Wales
  • 2014 Andrea Büttner, The Douglas Hyde Gallery, Dublin, Ireland
  • 2014 Before Normal: Concept after Concept, Museet for Samtidskunst, Roskilde, Denmark
  • 2014 New Habits, Casco – Office for Art, Design and Theory, Utrecht, The Netherlands
  • 2013 Andrea Büttner, Barbara Gross Galerie, Munich, Germany
  • 2013 Andrea Büttner — Little Sisters: Lunapark Ostia, Tramway, Glasgow, UK
  • 2013 Andrea Büttner, Milton Keynes Gallery, Milton Keynes, UK
  • 2013 Andrea Büttner, MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt, Germany
  • 2013 Andrea Büttner / Joëlle de La Casinière / Gareth Moore, Catriona Jeffries, Vancouver, Canada
  • 2013 The Assistants, David Kordansky Gallery, Los Angeles, USA
  • 2013 No fear, No shame, No confusion, Triangle France, Marseille, France
  • 2012 dOCUMENTA (13), Kassel, Germany and Kabul, Afghanistan
  • 2012 Andrea Büttner, International Project Space, Birmingham, UK
  • 2012 Moos/Moss, Hollybush Gardens, London, UK
  • 2012 Soundworks, Institute of Contemporary Arts, London, UK
  • 2012 Brannon, Büttner, Kierulf, Kierulf, Kilpper, Bergen Kunsthall, Bergen, Norway
  • 2011 The Poverty of Riches, Whitechapel Gallery, London, UK and Collezione Maramotti, Reggio Emilia, Italy
  • 2011 Three New Works, Artpace, San Antonio, Texas, USA
  • 2009 The young people visiting our ruins see nothing but a style, Galleria d’Arte Moderna, Turin, Italy
  • 2007 On the spot #1 – Andrea Büttner, Badischer Kunstverein, Karlsruhe; Pensee Sauvage, Frankfurter Kunstverein, Frankfurt, Germany
  • 2006 7. Werkleitz Biennale 2006, Halle
  • 2004 In erster Linie, Fridericianum (Kassel)

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Immanuel Kant. Kritik der Urteilskraft, hrsg. vom Museum Ludwig, Felix Meiner, Hamburg 2014 (vollständiger Text von Immanuel Kant in der Ausgabe von Heiner Klemme), erschienen anlässlich der Andrea-Büttner-Ausstellung vom 5. September 2014 bis 15. März 2015 im Museum Ludwig Köln, ISBN 978-3-7873-2759-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemeldung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vom 28. Juni 2012 (Memento vom 7. Januar 2013 im Internet Archive)
  2. KhK - Büttner, Andrea. Abgerufen am 23. März 2019.