Badischer Kunstverein

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Sitz des Badischen Kunstvereins in der Karlsruher Waldstraße

Der Badische Kunstverein e.V. ist ein gemeinnütziger und eingetragener Verein mit Sitz in Karlsruhe, welcher sich der Vermittlung Zeitgenössischer Kunst widmet. Er gehört der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) an und ist einer der ältesten deutschen Kunstvereine.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Badische Kunstverein wurde am 1. Mai 1818 von einer Gruppe einflussreicher Karlsruher Bürger, darunter der Maler Karl Ludwig Frommel, als Kunst- und Industrie-Verein für das Großherzogthum Baden gegründet. Karlsruhe hat damit, nach Nürnberg (1792) und Hamburg (1817), den drittältesten deutschen Kunstverein. Bereits 1821 fand eine erste Ausstellung statt. 1823 erwarb der Verein für seine Zwecke das ehemalige Kadettenhaus in der Waldstraße 3, das jedoch 1899 abgerissen wurde. In einem offenen Architekturwettbewerb entschied sich der Verein für einen Entwurf des Architekten Friedrich Ratzel. 1900 wurde das neue, noch heute stehende Gebäude feierlich durch Großherzog Friedrich I. von Baden eingeweiht und dem Kunstverein „auf unbestimmte Zeit“ zum allgemeinen Zweck der Bildenden Kunst übergeben.

Bei einem Umbau 1964 wurden die Kabinette im Erdgeschoss und der Lichthof in die Ausstellungsfläche einbezogen. 2002 wurde der Kunstverein vorübergehend geschlossen und das Gebäude in der Waldstraße 3 einer umfassenden Renovierung unterzogen. Dabei wurde u. a die Oberlichtverglasungen ausgetauscht, Raumbeziehung wiederhergestellt, in allen Räumen die Oberflächen restauriert und die Säulen im Waldstraßensaal freigelegt. Am 26. Januar 2003 wurde der neu eröffnete Badische Kunstverein mit einem Festakt eingeweiht. Dem Kunstverein stehen auf drei Etagen heute insgesamt 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Dem Verein gehören ca. 1.700 Mitglieder an.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Badische Kunstverein ist ein Ausstellungszentrum für Zeitgenössische Kunst und organisiert darüber hinaus Führungen, Vortragsreihen, Filmprogramme, Symposien, Kunstreisen und andere Veranstaltungen zur Förderung zeitgenössischer Kunst und Künstler. Er veranstaltet jährlich acht bis zehn Ausstellungen, die aktuelle Entwicklungen der bildenden Kunst vorstellen und bewerten. Begleitende Kataloge vertiefen die Informationen über einzelne Künstler oder thematische Zusammenhänge. Regelmäßig bietet der Verein zudem seinen Mitgliedern die Möglichkeit zur Präsentation der eigenen Werke im Rahmen einer Mitgliederausstellung an.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 erhielt der Badische Kunstverein den jährlich verliehenen Preis für Kunstvereine der ADKV und der Art Cologne.[2]

Leiter des Kunstvereins (seit 1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001

2011

  • Nancy Holt, Sightlines (28. Januar – 27. März)

2012

  • Emily Wardill, Fulll Firearms (27. Januar – 9. April)
  • Kaucyila Brooke, Do You Want Me To Draw You A Diagram? (20. April – 20. Juni)
  • Miriam Cahn, LACHEN BEI GEFAHR (28. September – 25. November)

2013

2014

2015

2016

2017

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bilder im Zirkel – 175 Jahre Badischer Kunstverein, Karlsruhe, 1993. ISBN 3-89309-064-9
  • Angelika Stepken: Kritische Gesellschaften: Ein Ausstellungsprojekt in vier Kapiteln. Karlsruhe, 2006. ISBN 978-3-938821-31-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Badischer Kunstverein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliederausstellung 2015/2016. Abgerufen am 19. Dezember 2015.
  2. Pressemitteilung der ADKV. www.kunstvereine.de; abgerufen am 17. Dezember 2015.
  3. Biografie von Angelika Stepken. Datenbank Goethe-Institut; abgerufen am 17. Dezember 2015.
  4. Biografie von Anja Casser. Datenbank Goethe-Institut; abgerufen am 17. Dezember 2015.

Koordinaten: 49° 0′ 40″ N, 8° 23′ 59″ O