Antoine Tamestit

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Antoine Tamestit (* 1979) ist ein französischer Bratschist und Musikhochschullehrer.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Antoine Tamestit, Sohn eines Geigenlehrers und Komponisten, erhielt ersten Violinunterricht ab dem fünften Lebensjahr. Mit neun Jahren entschied er sich für das Erlernen der Bratsche. Er studierte am Pariser Konservatorium bei Jean Sulem (* 1959), danach war er Schüler von Jesse Levine an der Yale University und beim Tokyo String Quartet, bevor er seine Studien bei Tabea Zimmermann in Berlin fortsetzte.

Bei internationalen Wettbewerben erhielt er zahlreiche Preise, wie 2000 den ersten Preis beim Concours international d'alto Maurice Vieux, 2001 ebenfalls erste Preise beim Concours international William Primrose, 2003 beim Young Concert Artists Auditions in New York, 2004 beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Bei der BBC erhielt er die Auszeichnung New Generation Artist, jeweils für die Konzertsaison 2005-2006 und 2006-2007. 2007 erhielt er die die französische Auszeichnung „Bester junger Instrumentalsolist“ des Jahres, bei den „Victoires de la musique classique“, 2008 den Förderpreis zum Bremer Musikfest-Preis.

Seit 2005 hatte Antoine Tamestit zahlreiche Auftritte mit internationalen Orchestern in den Konzertmetropolen, vor allem Europas. Er spielte die Uraufführungen mehrerer Bratschenkonzerte, so das Bratschenkonzert von Olga Neuwirth, und mit Tabea Zimmermann das Doppelkonzert für zwei Bratschen von Bruno Mantovani. Jörg Widmann komponierte für ihn ein Bratschenkonzert, welches 2015 zur Aufführung gelangen soll.

Zu seinen Konzertpartnern zählen neben zahlreichen anderen Tabea Zimmermann, die Brüder Gautier und Renaud Capuçon, Gidon Kremer, Mischa Maisky oder Jean-Guihen Queyras. Tamestit ist festes Mitglied in dem 2007 von Frank Peter Zimmermann gegründeten Trio Zimmermann[1].

Seit Oktober 2007 ist Antoine Tamestit Professor für Bratsche an der Hochschule für Musik und Tanz Köln[2].

Antoine Tamestit spielt eine Bratsche von Étienne Vatelot (* 1925) und seit 2008 die sogenannte „Mahler“ von Antonio Stradivari von 1672, welche ihm die Stradivari-Stiftung-Habisreutinger zur Verfügung stellte.[3].

Diskografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebenslauf der Mitglieder des Trio Zimmermann, auf der Agenturseite
  2. Vermerk auf der Webseite der HfM Köln
  3. LE FIGARO, 2. Februar 2010 : „Voici le Stradivarius le plus cher du monde“