Anton Scholand

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Anton Scholand (* 21. August 1890 in Giershagen; † 23. August 1973 in Misburg) war ein deutscher Schulleiter, Heimatforscher,[1] Archäologe, Sachbuchautor und Sammler von Flurnamen.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im Sauerland geborene Anton Scholand erhielt nach dem Ersten Weltkrieg zur Zeit der Weimarer Republik 1919 eine Stellung als Lehrer in der Ortschaft Misburg,[2] die erst 1974 nach Hannover eingemeindet wurde.[3]

Zur Zeit des Nationalsozialismus hatte Scholand bis 1937 eine umfangreiche Sammlung von Flurnamen angelegt und erhielt wenige Jahre später – mitten im Zweiten Weltkrieg – 1941 den Titel „Fachberater in Flurnamensachen“ der Hannoverschen Heimatfreunde verliehen.[2]

1956 wurde Anton Scholand mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 1970 verlieh ihm der Verein Misburger Kulturvereine e. V. die Ehrennadel.[2]

Posthum wurde der Heimatforscher 1975 mit der Umbenennung der Fichtestraße (ab 1968 so benannt nach dem Philosophen Johann Gottlieb Fichte) in Scholandstraße geehrt.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zur Geschichte des Altwarmbüchener Moores bei Hannover, mit besonderer Berücksichtigung seines westlichen Abflusses, des Schiffgrabens In: Mitteilungen der Provinzial-Stelle für Naturdenkmalpflege Hannover, Heft 2, 1929, S. 1–30.
  • Beiträge zur Geschichte der Stadt und des vormaligen Amtes Burgdorf. Rumpeltin, Burgdorf-Lehrte (o. D., 1934).
  • Misburgs Boden und Bevölkerung im Wandel der Zeiten. Lax-Verlag, Hildesheim und Leipzig 1937.
    • 3. Auflage, überarbeitet und ergänzt von Valentin Bialecki, Hannover 1992.
  • Der Schiffgraben. In: Jahrbuch der Hannoverschen Heimatfreunde e. V., 1941, S. 63–70.
  • Das Schützenwesen der Kreisstadt Burgdorf (= Stadtgeschichtliche Hefte der Kreisstadt Burgdorf, Heft 2), Burgdorf: [Ress in Kommission], 1964.
  • Nordwestdeutscher Verband für Altertumsforschung tagte in der alten Hansestadt Bremen. In: Niedersachsen. Jg. 65, 1965, S. 550–555.
  • Anderten und die Freien vor dem Nordwalde, Hrsg.: Gemeinde Anderten, [Anderten: Gemeinde Anderten] (Druck: Hildesheim: Lax), 1970.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Misburgs Boden und Bevölkerung im Wandel der Zeiten, 3. Auflage, überarbeitet und ergänzt von Valentin Bialecki, Hannover 1992, S. VII.
  • Ulrich Scheuermann: Flurnamensammlung und Flurnamenforschung in Niedersachsen (= Göttinger Forschungen zur Landesgeschichte, Bd. 20). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld, 2011, ISBN 978-3-89534-890-7, S. 408.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Helmut Zimmermann: Scholandstraße. In: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover, Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 221; inhaltsgleich auch in Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge 35–38 (1981), S. 101; [online] über Google-Bücher.
  2. a b c d Vergleiche die Angaben unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek.
  3. Klaus Mlynek: Eingemeindungen. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 153.