Argelaguer

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Gemeinde Argelaguer
Argelaguer – Kirche Santa Maria
Argelaguer – Kirche Santa Maria
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Argelaguer
Argelaguer (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Katalonien
Provinz: Girona
Comarca: Garrotxa
Koordinaten 42° 13′ N, 2° 38′ O42.2144444444442.6413888888889183Koordinaten: 42° 13′ N, 2° 38′ O
Höhe: 183 msnm
Fläche: 12,72 km²
Einwohner: 425 (1. Jan. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 33,41 Einw./km²
Postleitzahl: 17853
Gemeindenummer (INE): 17010 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Daten der Generalitat: MuniCat
Sitze im Gemeinderat: Kommunalwahl 2011
Website: webspobles.ddgi.cat/sites/argelaguer/default.aspx

Argelaguer ist ein Ort und eine Gemeinde (municipi) mit 425 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) in der Provinz Girona in der Autonomen Region Katalonien.

Lage[Bearbeiten]

Argelaguer liegt in einer waldreichen Umgebung auf dem Nordufer des Río Fluvià am Fuße der spanischen Pyrenäen. Der in einer Höhe von etwa 180 Metern ü. d. M. befindliche Ort ist etwa 38 Kilometer (Fahrtstrecke) nordwestlich von Girona bzw. etwa 30 Kilometer westlich von Figueres entfernt. Die denkmalgeschützte mittelalterliche Kleinstadt Besalú befindet sich nur etwa fünf Kilometer südöstlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1990 2000 2006
Einwohner 565 464 360 349 379 418

Im 19. Jahrhundert hatte die Gemeinde zeitweise über 1.000 Einwohner. Die Reblauskrise im Weinbau und die fortschreitende Mechanisierung der Landwirtschaft haben seitdem zu einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahlen geführt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Früher lebten die Einwohner hauptsächlich als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch der Anbau von Wein und die Haltung von Vieh gehörte. Außerdem diente der von einer Burg (castell) bewachte Ort als handwerkliches und merkantiles Zentrum mehrerer Dörfer und Weiler in der Umgebung.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname erscheint zum ersten Mal in einer Urkunde des Jahres 982.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Sowohl die Apsis als auch die Westfassade der – größtenteils aus Bruchsteinen errichteten – romanischen Pfarrkirche (Esglesia Santa Maria) sind völlig ungegliedert und schmucklos. Der Kirchenbau wurde im 16. Jahrhundert umgestaltet: Das Portal der Westfassade mit seinen beiden eingestellten Säulen ist aus hellem Kalkstein gefertigt; im Tympanonfeld befindet sich ein Muschelornament, das von profilierten Bögen überfangen wird. Auch das Obergeschoss des auf der Südseite befindlichen – beinahe freistehenden – Glockenturms (campanar) und die auf der Nordseite angebaute Sakristei scheinen spätere Hinzufügungen zu sein.
  • Die einschiffige Kapelle Santa Anna stammt trotz des verwendeten Bruchsteinmaterials aus dem 15. Jahrhundert.
  • In dieselbe Zeit gehört der heute in Privatbesitz befindliche Wohnturm des Castell d’Argelaguer.
  • Außerhalb des Ortes hat sich der 1937 geborene Josep Pujiula einen Phantasiegarten (laberint) aus Stein, Holzgerüsten und Pflanzen erbaut.

Literatur[Bearbeiten]

  • Vicenç Buron: Esglésies Romàniques Catalanes. Artestudi Edicions, Barcelona 1977, ISBN 84-85180-06-2, S. 162.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Argelaguer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).