Arnold von Jungenfeld

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Freiherr Arnold Ferdinand (Gedult) von Jungenfeld (* 24. Mai 1810 in Weisenau; † 7. Februar 1893 in Mainz) war ein hessischer Richter und Abgeordneter der 2. Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen.

Arnold von Jungenfeld war der Sohn des ersten Mainzer Oberbürgermeisters Franz Gedult von Jungenfeld aus dem Adelsgeschlecht Gedult von Jungenfeld und dessen Ehefrau Maria Anna Therese, geborene von Sachs. Jungenfeld, der katholischen Glaubens war, heiratete am 6. Juni 1843 in Mainz Barbara Friederike geborene von Sachs.

Er studierte Rechtswissenschaften und wurde Akzessist in Mainz. 1841 wurde er Ergänzungsrichter am Friedensgericht des 1. Bezirks der Stadt Mainz, 1845 Friedensrichter im Friedensgericht Wörrstadt und 1849 Richter am Kreisgericht Mainz. 1851 wurde er Substitut des Generalstaatsprokurators am Obergericht Mainz, 1853 dort Staatsprokurator und 1862 Obergerichtsrat. Ab 1870 war er Geheimer Obergerichtsrat und 1877 Vizepräsident des Mainzer Obergerichtes. 1879 wurde er pensioniert.

Von 1865 bis 1872 gehörte er der Zweiten Kammer der Landstände an. Er wurde für den Wahlbezirk Starkenburg 4/Seligenstadt gewählt. 1878 bis 1884 war er erneut Mitglied der zweiten Kammer, diesmal für den Wahlbezirk der Stadt Mainz. In den Ständen vertrat er klerikal-konservative Positionen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Georg Ruppel, Birgit Groß: Hessische Abgeordnete 1820–1933. Biographische Nachweise für die Landstände des Großherzogtums Hessen (2. Kammer) und den Landtag des Volksstaates Hessen (= Darmstädter Archivschriften. Bd. 5). Verlag des Historischen Vereins für Hessen, Darmstadt 1980, ISBN 3-922316-14-X, S. 146.
  • Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 203.